Mühlbach

Kurhausstraße: Pflaster kommt raus, die Straße wird asphaltiert

Das Pflaster in der Kurhausstraße in Bad Neustadt muss erneuert werden. Foto: Martina Harasim

"Das klappert, scheppert und kracht und ist zur Hauptverkehrszeit extrem laut." So beschreibt eine Anwohnerin die Lärmbelästigung, die seit Jahren vom Verkehr in der Kurhausstraße ausgeht.  Den Grund für die Lärmbelästigung sieht sie im problematischen Zustand des Straßenpflasters.

Diese Einschätzung teilt man auch im Tiefbauamt der Stadt Bad Neustadt. Nun zeichnet sich eine Lösung ab. Das Pflaster kommt weg und wird durch eine Asphaltdecke ersetzt. Baubeginn soll bereits Ende März dieses Jahres sein.

Warum die Baumaßnahme so schnell über die Bühne gehen muss geht, erläuterte Martin Benkert vom Tiefbauamt in der Sitzung des Stadtrats am Donnerstagabend: Die 700 Meter lange Kurhausstraße, die zwischen dem Kloster Mühlbach und der Wandelhalle verläuft, wurde zwischen 1986 und 1990 erneuert. Trotz ständiger Nachbesserungen hat sich in manchen Bereichen das Pflaster gesetzt. Bei regnerischem Wetter wird der marode Zustand besonders gut sichtbar durch die Pfützen in den tiefen Spurrillen.

Das Straßenbett ist schuld

Die Ursachen für die Schäden verortet das Tiefbauamt in dem Straßenbett, das durch die hohe Verkehrsbelastung zerstört wurde. Der Splitt lässt das Regenwasser nicht mehr durch, also wird es bei Belastung wieder herausgedrückt. So entstehen leere Fugen, die nicht mehr im Splitt aufliegenden Steine lockern sich und das Pflaster verdreht sich. An manchen Stellen stehen Pflastersteine sogar über. Die Verkehrssicherheit, so Benkerts Fazit, sei nicht mehr in dem Maß gegeben, wie man sich das im Tiefbauamt wünscht.

Eine grundlegende Sanierung des Pflasters sei in den vergangenen Jahren wegen verschiedener Baumaßnahmen entlang der Kurhausstraße nicht möglich gewesen. Doch jetzt öffne sich ein Zeitfenster: Zwischen Ende März und Ende April könnte das Pflaster entnommen und durch eine Asphalttrag- und Asphaltdeckschicht ergänzt werden. Die geplante Baumaßnahme bezieht sich ausschließlich auf die Fahrbahn, die Gehwege bleiben davon unberührt. 

Dieses Zeitfenster sei mit den Verantwortlichen des Rhön-Klinikums abgesprochen worden. Wenn man jetzt nicht handele, so Benkert, müsse man in den kommenden drei bis vier Jahren untätig bleiben. Denn in dieser Zeit realisiert das Rhön-Klinikum Bauprojekte wie die Reha-Abteilung der Psychosomatische Klinik und braucht die Kurhausstraße unbedingt als Baustellenzufahrt. 

Anwohner werden informiert

Wie soll der Straßenbau vonstattengehen? Angedacht sei, so Benkert, die Straße in drei Abschnitten zu erneuern. Für die Erneuerung eines jeden Abschnitts sind etwa zwei Wochen eingeplant. Eine Komplettsperrung der Straße sei nicht vorgesehen. Die Anwohner der Kurhausstraße würden schriftlich informiert. 

Die Kosten für die Instandsetzung schätzt das Tiefbauamt auf 260 000 Euro. 50 000 Euro stehen im Haushalt noch zur Verfügung. Die Restsumme musste bei den Haushaltsplanungen für dieses Jahr berücksichtigt werden. Die Mitglieder des Stadtrats waren einverstanden mit dem Vorschlag und beschlossen, die Verwaltung mit den Ausschreibungen zu beauftragen.