Oberelsbach

Künftig zu wenig Wasser in den Rhöner Gemeinden

Gibt es künftig noch genügend Wasser im Biosphärenreservat? Die Universität Frankfurt hat dazu jetzt ein Forschungsprojekt gestartet, bei dem auch die Unterstützung der Rhöner gefragt ist. Foto: Sonja Demmler

Wie nimmt die Rhöner Bevölkerung mögliche Folgen des Klimawandels auf die Verfügbarkeit von Wasser für private, wirtschaftliche und öffentliche Nutzung wahr? Wer ist in ihren Augen verantwortlich für beobachtete Veränderungen, und welche Lösungsvorschläge gibt es? Diesen Fragen geht ein neues Forschungsprojekt der Goethe-Universität Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Biosphärenreservats Rhön nach. Die Rhöner Kommunen in Bayern, Hessen und Thüringen, aber auch die Bürger sind aufgerufen, an einer Online-Umfrage teilzunehmen.

Besonders heiße, lange trockene Sommer, die sich als Dürreperioden beschreiben lassen, und eine Häufung von Starkregenereignissen. Das sind Tendenzen, die sich mit dem fortschreitendem Klimawandel in Zukunft verstärken werden. Auch in der Rhön kann es daher zu Engpässen bei der Wasserversorgung und zu negativen Auswirkungen für die Pflanzen und Tiere in Flüssen, Seen und Mooren kommen.

Sperriger Titel

Diese Problemlage bildet den Ausgangspunkt für ein neues Forschungsprojekt, das die Goethe-Universität Frankfurt in enger Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat und Unterstützung des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HNLUG) durchführt. Das Projekt trägt des sperrigen Titel: „Auswirkungen des Klimawandels auf aquatische Ökosysteme und Wasserversorgung im Biosphärenreservat Rhön: Partizipative Risikobewertung und Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen – KlimaRhön“.

Ziel ist es, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel im Bereich Wasser zu entwickeln, die auch bei fortschreitendem Klimawandel die Wasserverfügbarkeit für Mensch und Umwelt im Biosphärenreservat sicherstellen sollen. Um geeignete Anpassungsmaßnahmen zu finden, ist das Forschungsteam auf die Mithilfe der Kommunen und der Bevölkerung angewiesen: Sie sind aufgerufen, an der Online-Umfrage „Survey KlimaRhön“ teilzunehmen.

Abgefragt werden dabei Themen wie die Vorstellungen von Natur des Teilenehmers, welche Bedeutung er seinem natürlichen Umfeld zumisst, welche Wege in die Zukunft er als richtig sieht, seine Einstellung zum Klimawandel und dessen Auswirkungen oder auch das persönliche Komsumverhalten, Einschätzungen zur Entwicklung von Quantität und Qualität des Wassers in der Rhön. Die Umfrage ist unter https://www.soscisurvey.de/KlimaRhoen/ zu finden.

Die Beantwortung der Umfrage dauert, nach Angaben ihrer Macher, zwischen 20 und 30 Minuten.