Bad Neustadt

Jetzt 40 Corona-Tote in Rhön-Grabfeld

Seit Mittwoch ist die Homepage des Impfzentrums Rhön-Grabfeld freigeschaltet. Hier erfahren Interessierte das Wichtigste zum Thema Impfen und über die Vereinbarung eines Impftermins. Foto: Screenshot Impfzentrum Rhön-Grabfeld

Ein weiterer Todesfall ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Mittwoch (Stand 0 Uhr) für Rhön-Grabfeld zu beklagen. Damit sind seit Beginn der Pandemie im Landkreis 40 Menschen an oder im Zusammenhang mit Corona gestorben. Bei inzwischen 1693 festgestellten Infektionen im Landkreis entspricht das einer Sterberate von 2,36 Prozent.

Insgesamt wurden dem Robert Koch-Institut 26 neue Infektionsfälle gemeldet. Da aber gleichzeitig 47 Fälle aus der Statistik fallen, sank die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis von 145,7 am Dienstag auf nunmehr 119,3 am Mittwoch. Darüber, ob das ein Grund zur Hoffnung auf ein Abflauen der Welle ist, darf spekuliert werden. In jedem Fall handelt es sich um den niedrigsten Stand seit dem 17. Dezember. 

Vill‘sche unter Quarantäne

Allerdings meldet das Landratsamt, dass das Vill‘sche Stiftungs- Alten- und Pflegeheim Bad Neustadt aufgrund eines Ausbruchsgeschehens bis auf weiteres unter Quarantäne steht. Das bedeutet unter anderem, dass dort keine Besuche möglich sind und die Bewohner die Einrichtung nicht verlassen dürfen.

Bei der Auslastung der Intensivbetten am Rhön-Klinikum Campus fällt auch die Zahl der freien Intensivbetten am Mittwoch (Stand 12 Uhr)  auf. Laut Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sind von den insgesamt 129 am Rhön-Klinikum Campus zur Verfügung stehenden Intensivbetten derzeit nur noch neun nicht belegt. Der Anteil der freien Betten an der Gesamtzahl der Intensivbetten beträgt damit nur noch 6,98 Prozent. Die Zahl der mit Covid-19-Patienten belegten Betten blieb mit 27 im Vergleich zum Dienstag unverändert. Invasiv beatmet werden müssen wie am Dienstag weiterhin drei Patienten. Der Anteil der Belegung mit Corona-Patienten an der Gesamtzahl aller Intensivbetten (inklusive Wachstation) betrug am Mittwoch 20,93 Prozent (Dienstag 20,03).

Neue Impf-Homepage

Wie das Landratsamt mitteilt, ist jetzt auch die neue Website www.impfzentrum-rhoen-grabfeld.de online. Hier sollen Interessierten umfangreiche Informationsmöglichkeiten zum Thema Impfen im Landkreis vorgestellt werden. Man kann sich dort auch direkt unter dem Link www.impfzentrum-rhoen-grabfeld.de/terminvergabe/ zur Impfung registrieren.

Zusätzlich, so die Mitteilung aus dem Landratsamt, sei die Registrierung auch telefonisch direkt beim Impfzentrum möglich. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die telefonische Terminvereinbarung im Impfzentrum derzeit ausschließlich von der höchstpriorisierten Personengruppe in Anspruch genommen werden solle. Und das auch nur dann, wenn keine Onlineregistrierung möglich ist. Die Hotline ist montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr unter Tel.: (09771) 635250 erreichbar.

Priorisierte Personen

Zur aktuell höchstpriorisierten Personengruppe gehören demnach alle Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben. Sie stehen daher bei der Impfreihenfolge an vorderster Stelle und sind damit bereits jetzt berechtigt, "aber selbstverständlich nicht verpflichtet", wie von Seiten des Landratsamts betont wird, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Sie werden in diesen Tagen auch brieflich über die Möglichkeiten zur Impfung und Anmeldung informiert.

Personen mit höchster Priorität sind weiter Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten, Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Risiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, der Onkologie und Transplantationsmedizin und bei Rettungsdiensten. Schließlich auch Mitarbeiter in der ambulanten Palliativversorgung oder im Impfzentrum selbst.

Blick in die Nachbarlandkreise

Beunruhigend ist erneut das Bild beim Blick auf die außerbayerischen Nachbar-Landkreise, auch wenn sich dort die Zahlen allmählich leicht nach unten entwickeln. Im Landkreis Fulda beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 327,6, was immer noch den Spitzenwert in Hessen bedeutet. Noch ungünstiger sind die Zahlen in Schmalkalden-Meiningen. Auch wenn die Sieben-Tage-Inzidenz hier wieder leicht gesunken ist, beträgt sie immer noch 368,2. Bundesweit den sechsten Platz der Negativ-Liste der Inzidenzwerte nimmt Hildburghausen ein. Hier ist der Wert inzwischen unter die Grenze von 500 gesunken und liegt nun bei 454,1. Günstiger bleiben die Zahlen im Nachbarlandkreis Bad Kissingen, wo der Inzidenz-Wert bei 108,5 liegt, in Schweinfurt rutscht er mit 78 unter die Grenze von 100 und in den Haßbergen sinkt er auf 150,5.