Strahlungen

Hubertusmesse im Strahlunger Steinbruch

Ein wohl kaum zu übertreffendes Ambiente mit dem Flair des Steinbruchs, einem der Hubertusmesse sehr angepassten tollen Altarschmuck und der stimmungsvollen musikalischen Umrahmung durch die Jagdhornbläsergruppe Rhön unter Leitung von Hornmeister Ludwig Kümmeth waren die äußeren ... Foto: Manfred Mellenthin

Mit einer stimmungsvollen Messe im Steinbruch von Strahlungen feierten die Jäger der Kreisgruppe Bad Neustadt des Bayerischen Jagdverbandes ihre jährliche Hubertusmesse. Der "Muschelgrund" bot ein einmaliges Ambiente für die Waidleute, die sich über eine dem Anlass angepasste beeindruckende Predigt von Pfarrer Wolfgang Senzel und musikalischen Hochgenuss durch die Jagdhornbläsergruppe Rhön unter Leitung von Hornmeister Ludwig Kümmeth freuen konnten.

Nicht nur zahlreiche Jäger, sondern auch sehr viele Gäste feierten die heuer vorgezogene Hubertusmesse im Freien und nutzten das weiträumige Areal, um die geltenden Hygieneregeln umzusetzen. Die Veranstaltung wird jährlich zu Ehren Gottes und zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus von Lüttich um den 3. November, dem Hubertustag, durchgeführt. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Später erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie verwandt. Diese Grundhaltung der "Achtung vor dem Geschöpf" ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein. Deshalb ist der Heilige Hubertus Schutzpatron der Jagd und der Jäger und ist weiterhin Patron der Natur und Umwelt.

Jäger leben mit und in der Natur

Pfarrer Senzel stellte heraus, dass man die Jagd und die Berufung als Jäger aus verschiedenen Blickwinkeln sehen müsse. So beschränke sich die Jagd keineswegs nur auf das Töten von Tieren und Sammeln von Trophäen. "Jagd ist nicht nur ein Hobby. Ein Jäger kümmert sich auch um die Pflege des Waldes und die Lebensräume des Wildes. Er hütet den Wald und die Natur und sorgt dafür, dass das in der Natur nötige Gleichgewicht bewahrt wird", stellte Pfarrer Senzel fest und wies darauf hin, dass Jäger mit und in der Natur leben und sich deren Schutz verschrieben haben.

Dass sich Pfarrer Senzel überaus intensiv mit seiner Festpredigt beschäftigt hatte, wurde auch deutlich, als er von einer Flasche Jägermeister den Leitspruch, der auf jeder Flasche zu finden ist, zitierte: "Es ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt wie sich's gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt" (Oskar von Riesenthal). Zu vermuten ist, dass der ein oder andere wohl eher den Kräuterlikör als den ehrenhaften Wahlspruch kennen dürfte.

In den Fürbitten wurde an verstorbene Jagdkameraden erinnert, um den Schutz für Mensch, Tier und Natur gebeten sowie um eine stets waidgerechte Jagd. Im Anschluss an die Messe dankte Vorsitzender Thomas Schmitt allen Helfern, die zum Gelingen beigetragen hatten und bat um den Segen für das kommende Jahr, für "alle Jäger und die Tiere, die uns anvertraut sind".