Hohenroth

Hohenroth: Rattenplage im Baugebiet Saaleblick

Rattenalarm im Saaleblick von Hohenroth. Die Bekämpfung läuft. Foto: Brigitte Chellouche

Einen eindringlichen Appell richtete Bürgermeister Georg Straub in der jüngsten Gemeinderatssitzung an seine Räte und an alle Bürger von Hohenroth. "Bitte werfen Sie keine Bio-Abfälle in die Toiletten, in die Kanäle oder in ihre Gärten". Im Baugebiet Saaleblick herrscht derzeit eine massive Rattenplage. Die Nager wurden durch diese frei zugänglichen Abfälle angezogen und haben sich explosionsartig vermehrt, sagte Straub. Der Abwasserverband Saale-Lauer sei informiert und mit der Bekämpfung beauftragt worden, so der Bürgermeister weiter. Der Abwasserverband Saale-Lauer ist ein zertifizierter Betrieb für Nagerbekämpfung. Einige Mitarbeiter dort haben die dafür notwendige Fachausbildung absolviert, die immer aufgefrischt werden muss. Laut Geschäftsführer Arno Schlembach wurde das ganze Gebiet des Saaleblicks beködert, auch mit Boxen. Die Köder würden gut angenommen, sagte Schlembach. Er sei zuversichtlich, dass man die Rattenplage in den Griff bekomme. Aber auch er bittet die Bürger nachdrücklich, keinen offenen Kompost und keine Kleintierfütterung im Garten vorzunehmen.

Der Wald in Oberebersbach wird neu geordnet. Ein Grundstück der Gemeinde Hohenroth wird nun in das Flurbereinigungsverfahren mit einbezogen. Darüber setzte das ALE die Gemeinde in Kenntnis. Ferner wird für ein Grundstück in der Werthstraße in Hohenroth eine beschränkt persönliche Dienstbarkeit "Geh- und Fahrtrecht zugunsten des Eigentümers" im Grundbuch eingetragen. So wird geregelt, dass der Eigentümer jederzeit über das gemeindliche Grundstück in sein Anwesen fahren kann. Eine Formalie bedeutet die Übergabe des Rechenschaftsberichtes zur Jahresrechnung 2020 zur örtlichen Prüfung an den Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses Jürgen Straub.

Mittagsbetreuung liegt weiter in bewährten Händen

Die Mittagsbetreuung der Edmund-Grom-Grundschule Hohenroth erfolgt durch die gfi Schweinfurt. Sie soll auch im nächsten Schuljahr fortgeführt werden. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf 98 000 Euro. Die Finanzierung erfolgt zum Teil über die Regierung von Unterfranken (27 000 Euro). Der monatliche Elternbeitrag beträgt zur Zeit 75 Euro. Der Fehlbetrag von 28 000 Euro, zuzügliche Raummiete, Heizung und Reinigung wird von der Gemeinde anteilig übernommen. Ab dem neuen Schuljahr wird der Elternbeitrag auf 85 Euro pro Monat erhöht.

Die Mittagsbetreuung in Hohenroth wird teurer. Foto: Brigitte Chellouche

Aus nicht öffentlicher Sitzung gab Bürgermeister Georg Straub bekannt, dass man für die Abbruch und Rohbauarbeiten (Sanierung Sporthalle der Edmund-Grom-Schule) keine bezahlbare Firma gefunden habe. Der Ausführungsumfang wurde wegen der hohen Kosten geändert. Die entsprechenden Arbeiten werden nun von der Bauhofgesellschaft Bau-Ge Brend-Saale durchgeführt.  Die Gerüstbauarbeiten übernimmt die Firma Gerüstbau Feig aus Großmehring für 33 000 Euro. Die Firma Handschuh aus Schweinfurt ist für die Dachabdichtungs- und Klempnerarbeiten zuständig (185 000 Euro). Für 67 000 Euro gehen die Zimmerarbeiten an die Firma Wentorf-Bulheller in Bad Königshofen. Die Firma Alustar aus Grabfeld übernimmt die Verglasungs- und Rollladenarbeiten für 85 000 Euro.

Am Ende der Sitzung teilte Bürgermeister Georg Straub mit, dass er auf Nachfrage von Eugen Münch diesem mitteilte, dass die Lüftungsgeräte gut genutzt würden. Da sie transportabel sind, wurden sie kurzfristig an den Kindergarten ausgeliehen, befinden sich jetzt aber wieder in der Edmund-Grom-Volksschule.