Oberweißenbrunn

Gemeinsame Geschichte von WSV und Rhönklub Oberweißenbrunn

Die langjährige gemeinsame Geschichte des Rhönklub-Zweigvereins und des WSV Oberweißenbrunn war für die Vorsitzenden Ewald Simon (WSV) und Bernhard Walter (Rhönklub) Grund, die Nachkommen der Gründungsväter und Skilegenden mit den ehemaligen Startnummern ihrer Väter zu ehren. Das... Foto: Eva Wienröder

Den Rhönklub und WSV Oberweißenbrunn verbindet eine gemeinsame Geschichte. Der Wintersport in Oberweißenbrunn wurde seit Mitte der 1950er Jahre unter dem Dach des Rhön-Clubs betrieben, wie sich der Verein zur damaligen Zeit noch nannte. Langlauf und Skispringen auf der Schachenbergschanze waren die angesagten Sportarten. Die Arnsberglifte wurden 1967 gebaut. Schnell wurde der Skisport in Oberweißenbrunn leistungsbezogen betrieben. Gau- und Vereinsmeisterschaften wurden ausgerichtet.

Anfang der 1980er Jahre wurde in Erwägung gezogen, einen eigenen Verein nur für den Wintersport zu gründen. Die Vereinsgründung des WSV Oberweißenbrunn erfolgte am 23. Juli 1982. Doch der WSV und der Rhönklub blieben miteinander verbunden. Für den neuen Rhönklub-Vorsitzenden Bernhard Walter war diese gemeinsame Geschichte Grund, einen Blick in die Chronik zu werfen und das Miteinander hervorzuheben. Anlässlich der ersten geführten E-Bike-Tour des Rhönklub-Zweigvereins Oberweißenbrunn lud Walter auch den Vorsitzenden des WSV, Ewald Simon, ein. Gemeinsam wurde mit den Nachkommen ehemaliger Skilegenden des Rhönklubs und WSV an die alten Zeiten und Leistungen erinnert.

Historische Fotos und Startnummern

Historische Fotos von Skirennen vergangener Zeiten befinden sich im Archiv des WSV. Auf diesen Aufnahmen sind die Gründungsväter des Skisports in Oberweißenbrunn mit Startnummern zu sehen. Diese Nummern suchte Ewald Simon aus dem heutigen Fundus und überreichte sie. Auch einige alte Ski wurden hervorgeholt und standen für das Erinnerungsfoto zu Verfügung.

Einer der Skilegenden ist Hans Vorndran, dessen Sohn Roman zur Ehrung gekommen war. Ewald Simon würdigte ihn als einen Sportler, der immer alles gegeben habe. Ob Alpin oder Langlauf, er war in beiden Disziplinen zu Hause. Darüber hinaus sei er ein hervorragender Handwerker gewesen, ein Mann, auf den immer Verlass war. Er führte über viele Jahre hinweg die Chronik für den WSV, dank seiner Sammlung alter Zeitungsberichte über die verschiedenen Skirennen verfüge der Verein über ein hervorragendes Archiv.

Schachenbergschanze wurde gebaut

Unvergessen ist auch Josef Müller. Er war Gründungsvorsitzender des Rhön-Clubs Oberweißenbrunn. Das war im Jahr 1950. Ein Jahr später gehörte er auch zu den Mitbegründern des Skigaus Rhön, heute Skiverband Unterfranken. Seinen Faible für den Skisport trug er in den Rhönklub. 1954 wurde eine eigene Abteilung gegründet und es wurde die Schachenbergschanze gebaut. "Josef Müller hat in Oberweißenbrunn den Skisport aus der Taufe gehoben", sagte Ewald Simon. Bekannt war er aber auch als Künstler und Förderer des Laientheaters in Oberweißenbrunn. Sein Sohn Werner Müller, der die E-Bike-Tour führte, nahm die Ehrung für seinen Vater gerne entgegen.

Peter Faulstich war eigens aus Fürstenfeldbruck angereist, um für seinen Vater Wendelin Faulstich die Ehrung entgegen zu nehmen. Begeisterungsfähigkeit, Ausstrahlung, Naturverbundenheit und Sportlichkeit seien die Merkmale des begnadeten Skisportlers Wendelin Faulstich, würdigte Simon. Als humorvoller, sympathischer und authentische Freund sei er heute in beiden Vereinen in Erinnerung. Faulstich war ein Kombinierer. Weitere Ehrungen dieser Art planen Ewald Simon und Bernhard Walter für zukünftige Veranstaltungen, die durchaus auch gemeinsam für beide Vereine stattfinden werden.

Ski fahren in den 1950er Jahren in Oberweißenbrunn. Das Bild zeigt Josef Müller mit der Startnummer 9. Foto: Archiv Werner Müller