Frankenheim

"Daumen hoch" für die Rhönhalle Frankenheim

"Mit Gunst und Verlaub" - der Richtspruch für die Rhönhalle in Frankenheim wurde von den Zimmerermeistern Jürgen Baumeister und Martin Seifert vorgetragen. Foto: Marion Eckert

"Mit Gunst und Verlaub, wie es nach alter Väter Sitte üblich ist" begann der Richtspruch für die Rhönhalle in Frankenheim. Die Zimmerermeister Jürgen Baumeister und Martin Seifert eröffneten mit einem "dreifach Hoch" auf die Bauherren und die Stadt, auf den Architekten und die Firmen das Richtfest. "Zerschmetter ich das Glas im Grund, geweiht sei dieser Bau zur Stund." Den musikalischen Beitrag lieferten der Vorsitzende des Musikvereins Frankenheim, Konrad Enders, und sein Stellvertreter Marco Keßler mit "Großer Gott wir loben Dich".

Bürgermeister Georg Seiffert freute sich über diesen gelungenen Einstand. "Mich freut es, dass wir endlich einmal ein größeres Bauvorhaben auch im entsprechenden Rahmen feiern können", begann Seiffert und erinnerte an Frost und Kälte beim geplanten Richtfest der Kinderkrippe und spätere unerträgliche Hitze. Die Einweihung der Braunsmühle stehe wegen Corona noch aus und ebenfalls wegen Corona könne noch nicht gesagt werden, wie der Ablauf bei der Rollsportanlage aussehen werde. Das Richtfest der Rhönhalle fand unter den notwendigen Hygienevorkehrungen statt - doch da die Halle großzügig bemessen ist, stellte das kein Problem dar.

Seiffert erinnerte an verschiedene Diskussionen, die um die Rhönhalle geführt wurden. "Die mehrheitliche Entscheidung für die Sanierung fiel im Stadtrat, da das Problem des über 40 Jahre alten und stark sanierungsbedürftigen Gebäudes gelöst werden musste und eine großzügige Förderung des Freistaats Bayern in Aussicht gestellt wurde." Ausdrücklich betonte Seiffert in diesem Zusammenhang: "Das Thema Veranstaltungshalle ist für mich aber noch nicht beendet."

Sehr hohe Förderung durch den Freistaat

Durch das Programm der Städtebauförderung "Innen statt Außen" wurden der Stadt Bischofsheim 2,08 Millionen Euro zugesagt, bei voraussichtlichen Gesamtkosten von 2,6 Millionen Euro. Seiffert sprach von einer überdurchschnittlich guten Förderquote von 80 Prozent. Diese hohe Quote bekomme die Stadt Bischofsheim nur, weil der Name des Förderprogramms "Innen statt Außen" auch tatsächlich gelebt und umgesetzt werde. Das betreffe in erster Linie die Revitalisierung der Ortskerne mit der Nutzung von Bestandsimmobilien und Brachflächen und somit der Vermeidung von Flächenverbrauch.

Ehrengäste beim Richtfest der Rhönhalle (von links): Zimmerermeister Jürgen Baumeister, stellvertretender Landrat Bruno Altrichter, MdL Gerald Pittner, Architekt Jürgen Bergmann, Bürgermeister Georg Seiffert, MdL Sandro Kirchner und Zimmerermeister Martin Seifert. Foto: Marion Eckert

Auch bei der Rhönhalle handelt es sich um eine Bestandsimmobilie, die saniert und zum Stadtteilzentrum erweitert werde. Wobei. Viel sei vom ehemaligen Gebäude nicht stehen geblieben, verwies Seiffert auf den "schwungvollen Rhöner Arbeitsstil". Bisher wurden an der Rhönhalle rund eine Million Euro verbaut. "Bei den Kosten kann ich mit aller Vorsicht sagen: Wir liegen sehr gut im Kostenrahmen." Auch der Zeitplan sehe sehr gut aus. Ein "Daumen hoch" rief Seiffert allen Handwerkern und dem Architekten zu. Aber auch der Nachbarschaft dankte er für das Mitwirken und das große Verständnis.

Die Richtfestkorne schwebte am Kran über der Rhönhalle. Foto: Marion Eckert

Stellvertretender Landrat Bruno Altrichter zeigte sich vom Bauvorhaben beeindruckt und beglückwünschte die Stadt Bischofsheim zu diesem "richtig guten Projekt", das zielorientiert auf den Weg gebracht worden sei. Es sei eine Investition in die Zukunft. Lobend äußerte er sich zu dem hellen und lichtvollen Saal. Die Rhönhalle werde eine "anspruchsvolle Lokalität" für verschiedenste Veranstaltungen der Kommune, für Vereine, Firmen und private Feiern. Die Stadträte beglückwünschte Altrichter zu ihrer mutigen Entscheidung, nicht nur in Bezug auf die Rhönhalle, sondern auch auf die weiteren Projekte wie die Rollsportanlage, die ihresgleichen in der Region suche.

"Vorzeigekommune" Bischofsheim

Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner sprach auch im Namen seines Landtagskollegen Gerald Pittner und verwies auf die erfolgreiche Innenentwicklung in Bischofsheim, wobei er aber auch deutlich machte, dass die Kommune selbst entscheide, welcher Weg der beste sei. Die Rhönhalle sei ein Ort der Geselligkeit und Kommunikation und damit ein wichtiger Baustein in der Daseinsvorsorge für einen Ort. Bischofsheim bezeichnete Kirchner als "Vorzeigekommune", in der tolle Projekte angestoßen würden, weil es ein tolles Konzept gebe, das weitsichtig aufgestellt worden sei.

Das Geld, das in die Rhönhalle investiert werde, sei Geld, das der Region zu Gute komme, indem regionale Handwerksbetriebe mit den Aufträgen bedacht werden. Letztlich wünschte Kirchner "viele gemütliche Stunden in der Rhönhalle".