Salz

Blauten Süd: Schlepper sollen draußen bleiben

Bei der Planung des Baugebiets "Blauten Süd" trug jetzt der Gemeinderat von Salz den Einwänden von zahlreichen Kritikern Rechnung. In einem früheren Entwurf sollte ein Erschließungsweg, der gleichzeitig den Anwohnern wie dem landwirtschaftlichen Verkehr dienen sollte, mitten durch das Baugebiet führen. Nun fand das Gremium eine andere Lösung.

Es hatte Bedenken gegeben, dass es zu Konflikten mit der Landwirtschaft kommt, trug Bürgermeister Martin Schmitt bei der Sitzung vor. Das Amt für ländliche Entwicklung habe einen gesonderten Weg am Rande des Baugebiets empfohlen, der als Kernweg den landwirtschaftlichen Verkehr aufnehmen soll. Diese Variante hätte den Vorteil einer Förderung von bis zu 85 Prozent. Einen von der Landwirtschaft genutzten Weg durch das Baugebiet müssten hingegen die Gemeinde und Anlieger ohne Zuschuss finanzieren.

Früherer Beschluss revidiert

Andreas Benkert wies jedoch auf die hohen Kosten für einen gesonderten landwirtschaftlichen Weg hin. Außerdem müsse trotzdem ein Erschließungsweg für das Baugebiet angelegt werden. Schmitt konnte auch noch keinen Betrag nennen, wie teuer der Weg außerhalb des Baugebiets käme. Schmitt wies aber ferner auf den ungünstigen Verlauf eines kombinierten Wegs durch das Baugebiet hin, vor allem wenn später der zweite Abschnitt des Baugebiets erschlossen wird. Mit acht gegen zwei Stimmen sprach sich das Gremium letztendlich für die Variante mit dem gesonderten Kernweg aus und revidierte damit seinen früheren Beschluss.

Ferner verabschiedete das Gremium die neue Gestaltungssatzung für Salz und setzte gleichzeitig das kommunale Förderprogramm in Kraft. Der Geltungsbereich erstreckt sich über den Altort etwa ab der Bahn bis an die Saalewiesen. Die Förderung für private Maßnahmen kann bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten oder maximal 40 000 Euro betragen.

Salz hat noch 1,5 Millionen Rücklagen

Andreas Ihls stellte im weiteren Verlauf die Jahresrechnung für das Jahr 2019 vor. Dabei wies der Gemeinderat auf die Zunahme der Rücklagen hin, die sich jetzt bei 1,5 Millionen Euro bewegen. Diese Entwicklung sei der Verschiebung mehrerer großer Vorhaben geschuldet. Größere Abweichungen von den geplanten Kosten gab es beim Bau des Feuerwehrgerätehauses und bei der Herstellung von Kanalanschlüssen im Gewerbegebiet.

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, in Salz wird aber immer noch gebaut. Dem Gremium lag ein Antrag zur Errichtung eines Wohnhauses im Feld vor. Dem Anliegen erteilten die Gemeinderäte genauso ihr Einvernehmen wie dem geplanten Carport "Am Ludwigsbühl".