Wargolshausen

Bittlinger-Konzert in Wargolshausen nach Kultur-Lockdown

Clemens Bittlinger kommt am Freitag, 9. Juli, nach Wargolshausen. Foto: Foto Hemmerich

Nun gibt es ja doch erste Lichtblicke. Die rückläufigen Inzidenzzahlen lassen die Hoffnung aufkommen, dass wieder etwas Normalität nach all den Corona-Einschränkungen einkehren wird. In Wargolshausen wird sogar zu einer ersten Kulturveranstaltung eingeladen. Am Freitag, 9. Juli, gibt Clemens Bittlinger zusammen mit David Plüss und David Kandert um 20 Uhr ein Open-Air-Konzert im Kommunikationshof.

Was waren das noch für Zeiten, als Feste und Kulturveranstaltungen in Wargolshausen den Terminkalender füllten? Prunksitzungen, Fränkische Partynacht, zwei kabarettistische Frühschoppen mit Fredi Breunig im Jahr, Mundart-Rallye, Theaterabende der Feuerwehr-Theatergruppe, sowie Konzerte der Singgruppe, der Musikkapelle und Sonderauftritte von "Häisd und däisd vomm mee", Dapfne de Luxe und "Das Eich" zeugten von einem lebhaften Kulturleben in der 450 Einwohner zählenden Gemeinde. Und von heute auf morgen alles aus. Wie im ganzen Land stand auch in Wargolshausen das Leben still.

Beste Voraussetzungen im Kommunikationshof

Eigentlich sollte der Konzerttermin mit Clemens Bittlinger im Dezember vergangenen Jahres stattfinden. Zwei Jahre zuvor hatte die Pfarrgemeinde mit dem bekannten christlichen Liedermacher die Veranstaltung bereits vereinbart. Aber bei maximal 50 Besuchern in der Kirche und bei Gesangsverbot keine Chance auf Durchführung. In der Hoffnung, dass Kulturveranstaltungen wieder möglich sein werden, hatte man als Ausweichtermin den 9. Juli dann ins Auge gefasst.

Dass die Corona-Pandemie aber das öffentliche Leben so lange noch beeinträchtigen würde, hatten die Verantwortlichen zu dieser Zeit nicht auf dem Schirm. So kommen die jüngst verkündeten Lockerungen gerade rechtzeitig und im neu geschaffenen Kommunikationshof hat die Pfarrgemeinde beste Voraussetzungen, das Konzert im Freien zu veranstalten.

Vielleicht ist es ja genau der richtige Zeitpunkt. Denn aufgerüttelt durch die Corona-Krise entwickeln viele Menschen eine neue Sensibilität für das, was wirklich zählt und trägt. Die Welt hält inne und Ausschau nach Menschen und Boten, die uns neu beflügeln und uns Wege in eine in vielerlei Hinsicht nachhaltig und behütete Zukunft weisen. Dass dies der Rockpfarrer und Quotenkönig der Kanzel, wie Bild am Sonntag einmal Clemens Bittlinger bezeichnet hat, versteht, hat er bereits mehrfach nicht nur bei seinen Konzerten in Wargolshausen unter Beweis gestellt.

Erst das achte Konzert nach dem Lockdown

Mit viel Freude blickt Clemens Bittlinger nach Wargolshausen. Schließlich handelt es sich erst um sein achtes Konzert nach dem Corona-Lockdown. Eineinviertel Jahre ohne Musik, ohne Auftritte, an die 100 abgesagten Konzerte. Für den christlichen Liedermacher, der auf über 4000 Konzerte in den vergangenen vier Jahrzehnten blicken kann, keine leichte Zeit. Schmerzhaft war diese Vakanz aber vor allem auch für die ihn begleitenden Musiker. Denn dem Schweizer Tastenvirtuosen David Plüss und dem Multiinstrumentalist David Kandert fehlten in dieser Zeit jegliche Einnahmen.

Das Open-Air-Konzert „Bleibe in Verbindung“ wird in der gewohnten "Bittlinger Mischung" – humorvoll, nachdenklich und aktuell-brisant – mehr als einen Hoffnungsschimmer für die momentane Zeit geben.

Karten gibt's im Vorverkauf bei Ansgar Büttner, Tel.: (09762) 7126.