Bischofsheim

Bau des Bischofsheimer Verlobungstempels geht voran

Der Verlobungstempel in der Rhönstraße oberhalb Bischofsheims wird ein romantisches Kleinod. Im Stadtrat gab es viel Lob für die Aktion.  Foto: Marion Eckert

In Bischofsheim herrscht rege Bautätigkeit. Monat für Monat sind eine ganze Reihe an Bauanträgen und Voranfragen von den Stadträten zu bearbeiten. Diesmal ging es um die Nutzungsänderung im erste Obergeschoss des Anwesens in der Kissinger Straße 17 (ehemalige Beckbräu) von einem Lagerraum zu einer Mietwohnung und Arbeitsräumen/Praxis. In Oberweißenbrunn wurde einem Anbau an ein Wohnhaus mit Außentreppe, sowie Ausbau des Dachgeschosses und Errichten einer Gaube auf dem Anwesen Geigensteinstraße 57 A zugestimmt. In Frankenheim wurde der dem Vorbescheid für ein Tinyhauses auf dem Anwesen Lännerweg 3 grünes Licht gegeben. Ein Tinyhaus ist eine Art kleiner Bungalow, das dauerhaft als Wohnhaus genutzt werden soll.

Diskutiert wurde über einen geplanten Neubau von drei Hallen sowie Nutzung als Holzlagerplatz in Wegfurt. In den Hallen sollen Bauholz- und Sägearbeiten ausführt werden. Bedenken einer Lärmbelästigung konnte der Wegfurter Stadtrat Benjamin Lenhardt zerstreuen, da sich das Grundstück nicht im Wohngebiet befinde und der direkte Nachbar eine schon bestehende Firma und der Eigentümer selbst sei.

Die Firma Werner in Unterweißenbrunn plant die Erneuerung des Eingangsbereichs mit Büroerweiterung und Fassadengestaltung auf dem Anwesen Strutweg 15 in Unterweißenbrunn. Auch diesem Vorhaben wurde zugestimmt. Die Werbeanlage werde separat beantragt.

Fördergeld für Revitalisierung 

Bürgermeister Georg Seiffert freut sich immer wieder neu, wenn Fördermittel aus dem Kommunalen Förderprogramm der Stadt Bischofsheim für Investitionen zur Revitalisierung der Ortskerne bewilligt werden können. "Es ist schön, dass neues Leben in Leerstände und in die Orte kommt." Für das Anwesen Schlottergasse 7 in Unterweißenbrunn wurden 35 000 Euro bewilligt. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1900 und wurde in Holz-Fachwerk/Massivbauweise errichtet. Seit 1986 steht es leer. Es soll nun abgerissen werden und ein neues Einfamilienhaus als Ersatzneubau entstehen. 34 700 Euro wurden für das Anwesen im Sandweg 2 in Wegfurt bewilligt. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1926 und steht seit Ende 2019 leer.

Unter "Verschiedenes" regte der stellvertretende Bürgermeister Patrick Bauer an, das Thema Strom für Wohnmobilplätze aufzugreifen. Konkret bezog er sich auf den Stellplatz in Haselbach beim Hallenbad. Bürgermeister Seiffert möchte das Thema insgesamt betrachten und auch die Betreiber des Campingplatzes einbinden. Auch am Kreuzberg, beim Gasthof Roth sei Strom für den Stellplatz ein Thema.

Speziell am Wochenende ist in Bischofsheim Innenstadt viel los. Das ist für Gastronomen und das Leben in Bischofsheim einerseits eine Bereicherung. Andererseits kommt es vor allem im Engpass der Ludwigstraße immer wieder zu Verkehrsbehinderungen durch parkende Fahrzeuge. Zwar gab es auch Sonntags Kontrollen, doch immer wenn kontrolliert wurde, war alles soweit in Ordnung, berichtete der Bürgermeister. Nun werde überlegt die Problematik fotografisch festzuhalten.

Probleme am Kreuzbergsattel

Probleme mit dem Parken gab es auch am Kreuzbergsattel, nahe der Kapelle. Steine, die ein wildes Parken verhindern sollten wurden von Unbekannten entfernt. Roland Mai verwies auf dieses Problematik. Wie der Bürgermeister berichtete, habe der Bauhof die Steine wieder zurück gesetzt. Dass in dem Landschaftsschutzgebiet nicht wild geparkt werden darf sei mit der Unteren Naturschutzbehörde abgesprochen worden.

Der Verlobungstempel in der Rhönstraße nimmt langsam Form an. Bürgermeister Seiffert dankte der Aktionsgruppe, die Bischofsheim zu diesem romantischen Kleinod verhilft. Finanziert wird das Vorhaben aus dem Regionalbudget des Amtes für ländliche Entwicklung und der Kreuzbergallianz. Auch wenn das Vorhaben, aufgrund von Corona, in diesem Jahr nicht im Rahmen der "Herzplatz-Aktion" des Bayerischen Rundfunks live begleitet wurde, soll im nächsten Jahr erneut eine Bewerbung stattfinden, dann mit der Gestaltung der Außenanlage, kündigte Seiffert an.

Um Bischofsheims neues Leitbild "#zamdahem" möglichst breit aufzustellen, fanden am Wochenende Gästebefragungen am Marktplatz, am Kreuzberg, am Rothsee und Neustädter Haus statt. In den nächsten Wochen folgen weitere Befragungen der Bürger und Unternehmen, kündigte Seiffert an.