Bad Neustadt

Bad Neustadt: Siyana hat Krebs und ist auf Spenden angewiesen

Trotz ihrer schweren Krankheit ist die vierjährige Siyana ein fröhliches Mädchen und lacht viel. Damit ihr Leben gerettet werden kann, ist sie nun auf Spenden angewiesen. Foto: Lyubomir Lukanov

Trotz ihrer schweren Krankheit blickt die vierjährige Siyana Emilova Lukanova aus Vratsa (Bulgarien) mit ihren großen braunen Augen lächelnd in die Kamera. In ihren wenigen Lebensjahren musste sie bereits Schreckliches durchmachen. Denn sie hat schweren Nierenkrebs und nur noch wenig Zeit zu leben. Ihre Eltern Lyubomir Lukanov und Milena Lukanova setzen nun neue Hoffnungen in eine Therapie in Israel. Doch diese Behandlung kostet 300 000 Euro und ist für die Familie unerschwinglich. Die Zeit drängt: Ohne diese Therapie geben die Ärzte Siyana nur noch drei Monate zu leben.

Das Schicksal des bulgarischen Mädchens berührt auch Polina und Marco Schmitt und deren Familie in Bad Neustadt sehr: Siyana ist die Tochter des Cousins von Polina Schmitt, die aus Bulgarien stammt. Mithilfe der Familie Schmitt bitten Siyana und ihre Eltern nun um Spenden. Mit diesen soll die Therapie, die so schnell wie möglich beginnen muss, bezahlt werden. Nur so hat das Mädchen eine Chance, weiter zu leben.

Siyana ist die Tochter von Lyubomir Lukanov (rechts). Er ist der Cousin von Polina Schmitt (Zweite von rechts) und war 2010 mit seiner Frau Milena auf der Hochzeit von Marco und Polina Schmitt zu Gast. Foto: Lyubomir Lukanov

Der Albtraum für Lyubomir Lukanov und Milena Lukanova begann Anfang des Jahres 2020. Ihre Tochter hatte immer wieder Bauchschmerzen und Blut im Urin, schildert Marco Schmitt. Nach einigen Untersuchungen erhielten die Elten die niederschmetternde Diagnose: Bösartiger Nierenkrebs. Seither wurde Siyana in ihrer Heimat Bulgarien mit Chemotherapie behandelt, die Größe des Tumors konnte mehrmals verringert werden. Doch diese Behandlung stößt an ihre Grenzen. Auch nachdem die gesamte linke Niere samt Krebs zusammen mit einem Teil der Lunge entfernt wurde, kam die Krankheit zurück.

Eltern durften nicht bei Siyana sein

Tapfer ertrug Siyana den einwöchigen Aufenthalt auf der Intensivstation. Ihre Eltern durften dabei nicht an ihrer Seite sein. Auch wenn sich die Vierjährige gewünscht hätte, dass sie bei ihr sind und sie fest umarmen, schreiben sie in ihrem Spendenaufruf. Während der weiteren Chemotherapie kam noch eine Vergiftung hinzu. Fast anderthalb Wochen aß Siyana nicht, trank nur wenig und kämpfte mit heftigem blutigen Durchfall. Einige Zeit danach wurde - verbunden mit erneuten starken Schmerzen - ein neuer, vier Zentimeter großer Tumor entdeckt.

Aufgrund ihres junges Alters begreife Siyana noch nicht, wie bedrohlich die Situation ist, sagt Marco Schmitt. "Wenn sie kann, lacht sie trotz allem viel und findet es spannend, dass sie keine Haare mehr hat". Siyanas Vater ist Imker, das Mädchen ist gerne in der Natur unterwegs. Auch den Kindergarten besuchte sie laut Marco Schmitt sehr gerne, solange dies noch möglich war.

Nur eine Therapie in Israel kann noch helfen

Siyanas Eltern sind den bulgarischen Ärzten, die ihrer Tochter bereits mehrmals das Leben gerettet haben, sehr dankbar, schreiben sie. Doch nun wissen sie nicht mehr weiter. Hinzu kommen finanzielle Probleme. "Siyanas Mutter musste ihren Halbtagsjob aufgeben, um sich nur um ihre Tochter zu kümmern. Vater Lyubomir hatte erst einen neuen Arbeitsplatz angetreten und konnte deshalb nicht viel helfen. Die Gehälter betragen nur etwa 25 bis 30 Prozent vom in Deutschland Üblichen, aber zum Beispiel Lebensmittel kosten genauso viel wie hier. Die finanzielle Situation der Familie ist sowieso noch nie gut gewesen", erklärt Marco Schmitt.

Die vierjährige Siyana braucht dringend Hilfe, damit ihr Krebs besiegt werden kann. Foto: Lyubomir Lukanov

Wie soll die Familie so die "Große Prüfung, das Leben ihres Kindes zu retten" bestehen und vor allem finanzieren? Marco Schmitt suchte auch in Deutschland nach Kliniken, die Siyana behandeln könnten. Dies wäre allerdings mit sehr langen Wartezeiten aufgrund von Corona verbunden gewesen - Zeit, die das Mädchen nicht hat. In Israel könnte Siyana ohne Wartezeit behandelt werden. Ende September müsste die Therapie beginnen, damit Siyana eine Chance hat. Die 300 000 Euro für Behandlung und Unterkunft vor Ort können ihre Eltern nicht aufbringen.

Aus diesem Grund haben sie unter dem Titel "Help Siyana" einen Spendenaufruf im Internet gestartet. Mehr als 70 000 Euro sind bisher zusammengekommen, doch das reicht nicht. 150 000 Euro sind mindestens nötig, damit die Therapie überhaupt beginnen kann. Siyanas Eltern setzen nun auch Hoffnungen auf Spender aus Deutschland. Polina und Marco Schmitt unterstützen ihre Verwandten dabei. Damit wahr werden kann, was sich alle am meisten wünschen: Dass Siyana auch in Zukunft strahlen und lächeln kann. Und dass aus ihr eine fröhliche, schöne und vor allem gesunde junge Frau wird.

Wie kann gespendet werden?

Spenden können direkt in der Kampagne über PayPal getätigt werden oder via Überweisung auf das Konto von Siyana Emilova IBAN: BG34 UNCR 7000 1524 1305 82, BIC: UNCRBGSF.
Quelle: ku