Bad Neustadt

Bad Neustadt: Ausstellung setzt sich mit HIV und AIDS auseinander

Die Ausstellung "Der lange Weg - Stationen einer HIV-Infektion" kann noch bis Freitag, 18. Dezember, in der Aula der Jakob-Preh-Schule in Bad Neustadt angesehen werden. Aufgrund des derzeitigen Infektionsgeschehens ist es aber leider nicht möglich, eine Besichtigung der Ausstellu... Foto: Bildrechte: Jakob-Preh-Schule

Die Ausstellung "Der lange Weg - Stationen einer HIV-Infektion" kann noch bis Freitag, 18. Dezember, in der Aula der Jakob-Preh-Schule in Bad Neustadt angesehen werden. Aufgrund des derzeitigen Infektionsgeschehens ist es aber leider nicht möglich, eine Besichtigung der Ausstellung auch für schulfremde Personen zu ermöglichen. Sie beschreibt mit elf Figuren in Form menschlicher Silhouetten die unterschiedlichen Phasen einer Infektion und gibt einen Einblick in die Sorgen und Nöte Betroffener. Anhand von Zitaten wird verdeutlicht, dass der Umgang mit der Diagnose HIV-positiv eine ständige Auseinandersetzung bedeutet. Aber auch, dass Hoffnung besteht. Ziel der Ausstellung ist die Sensibilisierung für die Thematik, für die Bedeutung des Schutzes vor einer Infektion und für die Situation Betroffener. Es soll für einen vorurteilsfreien Umgang mit Infizierten geworben werden.

Aktionen zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember gehören schon seit einigen Jahren fest zum Präventionsangebot der Jakob-Preh-Schule in Bad Neustadt. Die bunt gestaltete Ausstellung soll dieses ergänzen. "Im Sinne des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Schulen ist es wichtig, mit den Schülerinnen und Schülern über die Themen AIDS und HIV zu sprechen, sowie ihre Fragen hierzu zu klären", erläutert die Schulleiterin Christine Götz-Hannemann und ergänzt: "Die Ausstellung ist ein guter Impulsgeber dafür, sie rückt das Thema ins Bewusstsein und regt zum Nachdenken an." Außerdem sei sie froh, dass auch in Zeiten der Corona-Pandemie eine Möglichkeit gefunden wurde, ein adäquates Programm passend zum Welt-AIDS-Tag auf die Beine zu stellen. Am 2. Dezember waren zwei Mitarbeiterinnen der AIDS-Beratung Unterfranken in einigen Klassen unterwegs, um die Schülerinnen und Schüler noch mit vertiefenden Informationen zum Thema HIV/AIDS zu versorgen und Raum für Fragen und Diskussionen zu geben.

2019 haben sich in Bayern etwa 330 Menschen neu mit HIV infiziert

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts lebten Ende des Jahres 2019 in Bayern circa 12 000 Menschen mit HIV (deutschlandweit circa 90 700). 2019 haben sich in Bayern etwa 330 Menschen neu mit HIV infiziert. HIV und AIDS sind Begriffe, die in der Bevölkerung heute fast jeder kennt. Befragungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Thema AIDS zeigen einen hohen Wissensstand über Infektionsrisiken und Schutzmöglichkeiten. Doch nur wenige Menschen wissen, wie HIV-Positive leben. Infizierte erfahren immer wieder Zurückhaltung, Berührungsängste und im schlimmsten Fall Ablehnung.

Die Ausstellung "Der lange Weg - Stationen einer HIV-Infektion" wird vom Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) kostenlos zur Verfügung gestellt.