Niederlauer

Imker spenden Honig für fleißige Pflege-Bienen

Annette Seehaus-Arnold aus Burglauer, Präsidentin vom Deutschen Berufs- und Erwerbs Imker Bund, übergab Honig an Pflegedienstleiterin Bahriya Dayic und Sylvia Grimm von der Rhönresidenz Niederlauer.  Foto: Markus Büttner

In der Corona-Krise wird derzeit viel über systemrelevante Berufe und Bereiche gesprochen. Vor allem die Vertreter der Gesundheits- und Pflegebranche stehen derzeit berechtigter Weise im Fokus der Gesellschaft. Die Ausnahmesituation der Pandemie macht gerade jetzt deutlich, welche Bereiche in der Gesellschaft wirklich wichtig und notwendig sind.

Nicht im Fokus, aber ebenfalls systemrelevant für die Region, sind die Bienen und ihre Imker, denn sie bestäuben die Obst- und Gemüsekulturen. Die Rechnung scheint simpel: Ohne Bienen, kein Obst und Gemüse.

Unterstützung für Imker in Quarantäne

Annette Seehaus-Arnold aus Burglauer, Präsidentin vom Deutschen Berufs- und Erwerbs Imker Bund (DBIB), will deshalb mit einer Charity-Aktion ihren Dank an die Pflegekräfte in Deutschland ausdrücken. „So wie die Pfleger und Krankenschwestern als fleißige Bienen soziale Verantwortung übernehmen, wollen auch wir Imker das tun. Die Beschäftigten in den medizinischen Bereichen, den sozialen Einrichtungen und in den Alten- und Pflegheimen erbringen in dieser schweren Zeit Höchstleistungen. Deshalb wollen wir mit einer kleinen Geste unseren Dank zeigen und vielleicht einen kleinen Beitrag leisten, dass die Mitarbeiter gesund bleiben“, so Seehaus-Arnold. Als Präsidentin des DBIB will Seehaus-Arnold mit gutem Beispiel vorangehen, in der Hoffnung, dass viele Imker in der Region, aber auch in ganz Deutschland ihrem Aufruf einer Honigspende folgen.

Beispielhaft für die deutschlandweite Aktion besuchte die aus Burglauer stammende Seehaus-Arnold die Rhönresidenz in Niederlauer. Pflegedienstleiterin Bahriya Dayic und Sylvia Grimm bedankten sich für den Honig und die Wertschätzung der Imker.

Der DBIB hat dazu in der Corona-Krise die Plattform www.imkerhilfe.eu gegründet. Uber diese konnen sich Imker melden, die aus gesundheitlichen Gründen oder einer persönlich verordneten Quarantane nicht zu ihren Bienen können oder dürfen. Erfahrene Imkerinnen und Imker übernehmen dann bei Bedarf die Kontrolle und Betreuung der Bienenvölker. Schließlich bräuchten die Bienen gerade im Frühling eine zeitaufwändige Betreuung, welche durch die Corona-Pandemie gefährdet wird. Manche betreuen bis zu 6000 Bienenvölker. Wenn einer dieser Imker nun in Quarantäne muss, ist das Überleben der Bienen nicht gesichert.