Bad Neustadt

Corona: Jopp spendet Masken an das BRK

BRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister war persönlich vorbeigekommen, um die Masken, die Jopp dem BRK spendete, entgegen zu nehmen. Foto: Sandra Ulrich

BRK-Kreisgeschäftsführer Ralf Baumeister war persönlich vorbeigekommen, um eine Spende der Unternehmensgruppe Jopp entgegen zu nehmen. "Es ist mehr ein Symbol als eine tatsächliche Hilfe", sagte laut einer Pressemitteilung Geschäftsführer Martin Büchs, bei der Übergabe von 500 Einwegmasken, mit dem Hinweis, dass der Wert der Masken unter normalen Umständen nicht hoch sei

Ralf Baumeister war trotzdem sehr erfreut, dass man Unterstützung aus der Wirtschaft hätte. Denn der Schutz der eigenen Leute habe absolute Priorität für das Rote Kreuz, das stark auf ehrenamtliche Helfer angewiesen ist.  Büchs, der selbst seit einigen Jahren ehrenamtlich im Kreisvorstand beim Roten Kreuz vertreten ist, freute sich, dass man als privates Unternehmen auch helfen könne in der heutigen Zeit, auch wenn die Hilfe angesichts der dramatischen Wirtschaftslage nur bescheiden sei.

Während der Kurzarbeit ehrenamtlich engagieren

Jopp hatte an alle Mitarbeiter einen Aufruf gestartet, sich während der Kurzarbeit ehrenamtlich zu engagieren. "Das ist nicht nur wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern kann auch finanzielle Engpässe für den Einzelnen abfedern, da die Aufstockung für soziale Dienste nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wird", erläutere Büchs. Jopp-Mitarbeiter können sich auch weiterhin registrieren unter der eingerichteten Email-Adresse corona@jopp.com.

Ralf Baumeister informierte sich auch über das Angebot von Jopp, waschbare Masken aus Baumwolle zu verwenden. Mittlerweile habe man die Fertigungskapazitäten deutlich aufgestockt und liefere große Bedarfe gerade an Versorgungs- und Pflegeeinrichtungen, erläuterte Büchs. Gleichzeitig ergänzte er, dass man froh sei, gemeinnützig tätig sein zu können und gleichzeitig die Fertigung der Masken auch die Arbeitsplätze von einigen Menschen sicherten. Jopp produziert die Baumwollmasken für Mund und Nase derzeit in Ungarn (wir berichteten), und überlegt aufgrund der Nachfrage in einem weiteren Werk damit zu starten.

Maskenpflicht im eigenen Unternehmen

Damit andere Unternehmen es leichter haben, hat Jopp einen Handlungsleitfaden für die Einführung von Mehrwegmasken im Unternehmen entwickelt, der in Auszügen kostenlos auf der eigenen Homepage (www.jopp.com) angeboten wird. Büchs rechnet mit einer gesetzlichen Verpflichtung in Kürze. Das sei der Preis den man zahlen müsse für das Wiederanlaufen der Wirtschaft. In zwei eigenen Werken habe man die Gesichtsbedeckungen bereits verpflichtend eingeführt. Die Erfahrungen seien recht positiv. Aktuell wird noch ein kleiner Pilottest in Bad Neustadt durchgeführt. Schließlich wolle man keinen Mitarbeiter vor vollendete Tatsachen stellen. "Nach den Osterferien starten wir dann bei Jopp und IFSYS, zumindest für die Mitarbeiter die nicht sowieso zu Hause sind. Das gleiche gilt auch für die anderen Jopp-Werke weltweit.“