Bad Neustadt

Erster Corona-Patient aus Rhön-Grabfeld im Krankenhaus

Leider positiv verlief der Corona-Test beim inzwischen dritten Corona-Patienten im Landkreis. Foto: Hans Klaus Techt/dpa

Die Entwicklung der Pandemie beschleunigt sich erwartungsgemäß nun auch im Landkreis. War am vergangenen Donnerstag der erste Corona-Fall in Rhön und Grabfeld gemeldet worden, folgte nun am Montag der zweite Fall. Bereits am Dienstagnachmittag erfolgte dann schon die Meldung, dass bei einem dritten Patienten eine Corona-Infektion bestätigt wurde.

Das problematische an diesem Fall: Während bei den ersten beiden Fälle nur leichte Symptome auftraten und sie sich deshalb "nur" in häuslicher Quarantäne befinden, liegt der dritte Patient im Krankenhaus. Entspechend informierte das Landratsamt am Dienstagnachmittag nach einer Sitzung des Krisenstabs. Teilnehmer waren neben Landrat Thomas Habermann, Abteilungsleiter Stefan Helfrich und Vertreter des ärztlichen Kreisverbands, des Rhön-Klinikum Campus auch Mitarbeiter des BRK, der Malteser, der Polizei, des THW und der Bundeswehr.

Behörden- und Arztgänge reduzieren

Habermann fordert in der Mitteilung die Bevölkerung auf, alle Sozialkontakte auf das Notwendigste zu begrenzen. Behördengänge, auch bei den Gemeindeverwaltungen, sollten auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Kontakt könne telefonisch gesucht werden. Änliches gelte auch für Besuche bei den niedergelassenen Ärzte in der Region, denen Habermann für ihr Engagement dankte.

Gemäß der Pressemitteilung hat das Landratsamt Rhön-Grabfeld seit diesen Dienstag die Arbeitszeiten für seine Bedienstete ausgeweitet. So wird es den Mitarbeitern des Landratsamtes Rhön-Grabfeld ermöglicht, ihre wöchentliche Arbeitszeit in einem Zeitkorridor von Montag bis Sonntag von 6 bis 22 Uhr einzubringen. Das dürfte nicht zuletzt erfolgen, um den Mitarbeitern die Betreuung von Kindern zu ermöglichen.

Das Landratsamt legt den Kommunalverwaltungen im Landkreis nahe, eine vergleichbare Regelung für ihre Mitarbeiter zu treffen. In den Bereichen, in denen dies organisatorisch möglich ist, empfiehlt das Landratsamt Verwaltungen, eine entsprechende Regelung zu treffen.

Gemeinderatssitzungen sollen stattfinden

Erforderliche Gemeinderats- und Ausschusssitzungen können und sollten weiterhin abgehalten werden, heißt es weiter in der Erklärung des Landratsamtes. Es wird aber eindringlich empfohlen, dafür Sorge zu tragen, dass während der Sitzungen ein (notwendiger) Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den einzelnen Ratsmitgliedern eingehalten wird. Des Weiteren sollten unbedingt die üblichen und notwendigen Hygienemaßnahmen befolgt werden. Die Stadt Bad Neustadt zum Beispiel hat ihre Ratssitzung am Donnerstag bereits in die Stadthalle verlegt.

In einer Erklärung hatte Ministerpräsident Markus Söder den Katastrophenfall für Bayern ausgerufen. Weiter weist das Landratsamt Rhön-Grabfeld ausdrücklich auf die Erklärung von Ministerpräsident Markus Söder hin, in der er den Katastrophenfall für Bayern ausgerufen hat, und fordert dazu auf, die darin enthaltenen Anordnungen strikt zu befolgen.

Die Bürger-Telefonhotline am Gesundheitsamt, Tel.: (09771) 94 800, ist an sieben Tagen pro Woche von 8 bis 18 Uhr für die Bürger erreichbar.