Oberelsbach

Was passiert mit der Rhönhalle in Unterelsbach?

Wie lange wird die Rhönhalle Unterelsbach noch auf der Tagesordnung stehen? Foto: Marion Eckert

Unterelsbach, das vergessene Dorf? Diese Überschrift zur Bürgerversammlung in Unterelsbach beschäftigte Bürgermeisterin Birgit Erb im Gemeinderat. Es ging um die Empfehlungen aus den Bürgerversammlungen. Erst nachdem über die Wünsche aus den anderen Orten gesprochen worden war und die Bürgermeisterin den Tagesordnungspunkt schon zu Seite legen wollte, fragte der dritte Bürgermeister Dietmar Hesselbach, was denn mit der Unterelsbacher Rhönhalle sei. Frustriert und ein Stück weit resigniert gab sich Hesselbach angesichts der Tatsache, dass Jahr für Jahr dieses Thema auf der Tagesordnung sei, sogar Gelder im Haushalt eingestellt waren, es aber immer und immer wieder vertagt werde. "Ich bin nun seit 18 Jahren im Gremium und schon vor meiner Zeit ging es um die Rhönhalle. Ich bin es leid."

"Mach weiter. Es bleibt auf der Tagesordnung. Ich lasse das jetzt mal so stehen, sonst bekomme ich noch einen Herzinfarkt."
Dietmar Hesselbach, Dritter Bürgermeister

Die Bürgermeisterin verwies auf bereits getätigte Maßnahmen, wie die Erneuerung der Küche und des Thekenbereichs, die neue Bestuhlung, die neue Heizung und Lüftung  "Es wurde immer wieder in die Rhönhalle investiert. Das Dach haben wir statisch prüfen lassen, es ist in Ordnung." Außerdem verwies sie auf das hohe Arbeitspensum in der Verwaltung sowie die Auslastung von Architekten und Baufirmen. Das wollte Hesselbach so nicht gelten lassen, immerhin werde seit Jahrzehnten über die Sanierung gesprochen.  Wie viele Angebote für neue Fenster oder die Sanierung der Außenfassade habe er schon eingeholt und immer wieder sei es nach hinten geschoben worden. "Ich bin frustriert. Es war schon zu Oskar Mangolds Zeiten auf der Tagesordnung. Es sind immer wieder kleine Zugeständnisse gemacht worden, damit die Unterelsbacher ruhig sind. Das Thema gehört endlich mal ernst genommen und abgeschlossen." Erb verwies aus die Konsolidierung des Haushaltes und sagte: "Es war nicht umsetzbar."

Diskussion über die Kirchenbeleuchtung

In Unterelsbachs Bürgerversammlung war angeregt worden, die Beleuchtung der Kirche abzuschalten, um Insektenschutz und dem Sternenpark gerecht zu werden. Intensiv diskutierten die Gemeinderäte über diesen Antrag. Für Dietmar Hesselbach war die Meinungsäußerung in der Bürgerversammmlung nicht eindeutig. Zudem sorge der Strahler auch für die Beleuchtung des Friedhofs, der gerne als Abkürzung genommen werde und damit für die Sicherheit der Bürger. Bürgermeisterin Erb sah das ähnlich, zumal die Beleuchtung der Kirchen ohnehin um Mitternacht ausgeschaltet werde. Georg Warnke und Caroline Borst sprachen sich zunächst für ein grundsätzliches Abschalten aus. Schließlich einigten sich die Gemeinderäte darauf, dass Thema Beleuchtung erneut aufgegriffen werde, wenn die Neugestaltung des Friedhofs anstehe.

Die Beleuchtung der Unterelsbacher Kirche wird nicht abgeschaltet. Ein Antrag aus der Bürgerversammlung wurde abgelehnt. Foto: Marion Eckert

Die "Oberelsbacher Bockwurst" soll videoüberwacht werden. Dies wurde schon 2018 in der Bürgerversammlung angeregt und 2019 erneut aufgegriffen. Um alle datenschutzrechtlichen Fragen zu klären sowie die Datensicherung und Absprache mit der Nachbarschaft durchzuführen, habe es einige Zeit gedauert. Nun liegen die Kosten auf dem Tisch. 7500 Euro werde die Überwachung kosten, die Bürgermeisterin wurde ermächtigt, die nötigen Aufträge zu vergeben und Vereinbarungen abzuschließen. Marco Kleinhenz erschienen die Kosten doch etwas hoch, um eine Bockwurst zu überwachen. Die Bürgermeisterin verwies auf die doch nicht unerheblichen Probleme, die durch die Ablagerung von Unrat entstehen könnten. Auch sei Feuer im Container gelegt worden. Der Gemeinde sei daran gelegen, dass auch künftig die Bürger eine Entsorgungsmöglichkeit vor Ort haben, denn es stand zur Diskussion, ob in Oberelsbach künftig noch eine Bockwurst aufgestellt werde.

Befestigung des Grüngutplatzes

In Sonderau wurde angeregt, den Grüngutplatz zu befestigen. Der vorliegende Plan soll nun überarbeitet werden, um den Platz nach den rechtlichen Vorgaben herzurichten. Zugestimmt wurde der Erneuerung der Beschriftung des Kriegerdenkmals. Außerdem soll ein Antrag gestellt werden, um die Geschwindigkeit am Ortseingang von Weisbach auskommend auf 80 und 60 Stundenkilometer zu beschränken. Dies sei für die Sicherheit der Radfahrer, Fußgänger, Schüler sowie zum Lärmschutz der Anlieger notwendig.

WLAN an der Grundschule? Die Oberelsbacher Gemeinderäte haben sich mit dem Thema befasst, nachdem es in der Sondernauer Bürgerversammlung kritisch gesehen wurde. Foto: Marion Eckert

Diskutiert wurde in Sondernaus Bürgerversammlung auch die die Notwendigkeit die Grundschule  mit WLAN auszustatten. Mittlerweile habe es dazu einigen Schriftverkehr zwischen dem besorgten Bürger, der Schulleitung und der Gemeinde gegeben. Die Bürgermeisterin verlas eine Stellungsnahme der IT-Stelle des Landratsamtes, in der es unter andere heißt: "Die Sendeleistung der WLAN-Antenne kommt nur zum Tragen, wenn tatsächlich Daten zu und von den Tablets übertragen werden." Caroline Borst meinte: "Es ist nicht zu vermeiden, dass die Kinder in der Grundschule auf die neuen Medien vorbereitet werden. Wir sollten den Lehrkräften vertrauen, dass sie damit vernünftig umgehen."