Stockheim

Familienfreundlichkeit bleibt ein Schwerpunkt

Martin Link ist ein weiteres Mal Bürgermeisterkandidat der Gemeinde Stockheim. Auch bei der Staatsregierung setzt sich das amtierende Gemeindeoberhaupt für die Belange des Dorfes ein.   Foto: Bayerische Staatsregierung

Für die Wählergemeinschaft Stockheim/Bürgerliche Wählergemeinschaft Stockheim bewirbt sich der amtierende Bürgermeister Martin Link um eine weitere Amtszeit in Stockheim. Er hat eine Gegenkandidatin. Diese Redaktion stellte ihm folgende Fragen:

In naher Zukunft soll die Eisenbahnbrücke an der B 285 erneuert werden, um die Durchfahrtshöhe für Lkw zu erhöhen. Angekündigt ist eine Sperrung der Bundesstraße Stockheim-Ostheim für die Dauer von einem Jahr. Wie kann die Gemeinde damit umgehen? Für die Bewohner und Gewerbetreibenden ist mit größeren Einschränkungen zu rechnen.

Hierdurch bedingt kann für unsere Gemeinde ein schwieriges Jahr auf Stockheim zukommen, insbesondere für alle Gewerbetreibenden.

An Stockheim mag ich besonders …
die funktionierende und von Gemeinschaftsgeist geprägte Dorfgemeinschaft. 

Deshalb sind noch etliche Gespräche mit den Entscheidungsträgern zu führen für eine kurze Bauzeit und dafür, dass Stockheimer Bürger und Gewerbetreibende eine unmittelbare Verbindung nach Ostheim haben.

Die Gemeinde hat Teile des ehemaligen Sägewerk-Geländes der früheren Firma Rothaupt/Heilmann erworben. Über die Streutalallianz möchte man mit Mitteln der Städtebauförderung die Ruinen abreißen und das Areal renaturieren. Wie soll das Ihrer Meinung nach künftig aussehen und worin kann für die Stockheimer der Gewinn liegen?

Meiner Meinung nach entsteht auf dem renaturierten Areal eine Blühwiese für Schmetterlinge, Bienen und Vögel, ein Verbindungsweg vom oberen Fußweg neben der B 285 zum Radweg nach der Streu Richtung Mellrichstadt/Ostheim sollte entstehen, entlang des Weges sollten Park- und Liegebänke zum Ausruhen und Entspannen aufgestellt werden, um die Natur genießen zu können.

An Stockheim missfällt mir …
das aus Richtung Mellrichstadt kommende alte eingefallene ehemalige Furnierwerk, welches wir aber in naher Zukunft mit Mitteln der Städtebauförderung zurückbauen und renaturieren werden.
Finanziell ist die Gemeinde gut aufgestellt. Dementsprechend ist ein gutes Polster für weitere Investitionen vorhanden. Wo könnten hier in den nächsten Jahren die Schwerpunkte liegen?

Stockheim ist eine junge Gemeinde. Es gilt daher, immer ein besonderes Augenmerk auf die Familienfreundlichkeit zu legen. Dies beginnt in der Bereitstellung von günstigen Wohngrundstücken und setzt sich fort über kommunale Einrichtungen wie Kindertagesstätte, Schule, Freizeiteinrichtungen und so weiter.

Mein Lieblingsplatz hier ist …
das am südlichen Ortsrand an beiden Streuufern gelegene Naherholungsgebiet, mit Blick auf den Altort, die Kreuz-Kapelle und die alte Steinbrücke, das Wassertret-becken mit Spielwiese sowie der neu geschaffene Grillplatz. 

Damit verbunden ist auch die notwendige Innenentwicklung und Wiederbelebung des Dorfkerns, um zukunftsfähig zu bleiben. Hierzu zählt auch eine dem Bedarf angemessene Breitbandanbindung. Zum Wohlfühlen tragen auch gepflegte Grünanlagen, Ruhebänke und hübsch gestaltete kleine Winkel, oder auch ein intaktes Vereinsleben und damit verbunden ein reichhaltiges kulturelles Angebot bei.

Wenn ich als Bürgermeister 10 Millionen Euro frei zur Verfügung hätte, würde ich …
unser erst in der letzten Gemeinderatssitzung beschlossenes Bauförderprogramm noch großzügiger gestalten, dass jegliche renovierungsbedürftige Bausubstanz instandgesetzt wird, unsere Ortsvereine bei ihrer Arbeit für die Lebensqualität in unserem Dorf noch großzügiger unterstützen und jedes Anwesen mit Glasfaser versorgen.
Welche Möglichkeiten der Verbesserung der Nahversorgung sehen Sie für Stockheim?

Geographisch kann Stockheim auf eine günstige Lage zwischen Mellrichstadt und Ostheim verweisen. Damit sind alle Einrichtungen der Daseinsvorsorge wie Supermärkte, Apotheken und Ärzte in vertretbarer Entfernung und schnell und gut zu erreichen.

Zu den Zukunftsvisionen für Stockheim zähle ich …
eine langfristige Aufwertung des Altortes durch Neuordnung, mit einem liebevoll sanierten Hausbestand und darin viel junges Leben.

Aber auch vor Ort prägen leistungsstarke Handwerksbetriebe und Dienstleister das wirtschaftliche Leben. Für eine funktionierende Nahversorgung sorgen eine Bäckerei und Metzgerei. Aus meiner Sicht müsste der öffentliche Nahverkehr verbessert werden. 

Steckbrief
Name: Martin Link
Geburtsdatum: 21.02.1972
Geburtsort: Mellrichstadt
Wohnort: Stockheim
Parteizugehörigkeit: Wählergemeinschaft Stockheim/ Bürgerliche Wählergemeinschaft Stockheim
Ausbildung/Beruflicher Werdegang: 1987 - 1989 Ausbildung zum Schreiner, 1994 - 1995 Weiterbildung zum Schreinermeister, 2006 – 2007 Ausbildung zum Bürokaufmann seit 2008 1. Bürgermeister
Familienstand/Kinder: 1 Kind
Ehrenämter: Verbandsrat VG Mellrichstadt, Verbandsrat des Abwasserzweckverbands Mellrichstädter Gruppe, Mitglied Schulverband Mittelschule Mellrichstadt, stellv. Schulverbandsvorsitzender Grundschule Mellrichstadt, Gesellschafter Überlandwerk Rhön, Vertreter der VR-Bank Rhön Grabfeld, Vorstandsmitglied Forstbetriebsgemeinschaft Obere Rhön, Stiftungsmitglied Seniorenheime in Mellrichstadt, Aufsichtsrat Vhs Rhön und Grabfeld, Vorsitzender der Streutalallianz
Hobbys/Interessen: Familie, Natur, Oldtimer
Lieblingsverein:  keine Angabe 
Ihr Vorbild: Es gibt mehrere Menschen, die ich faszinierend finde und die somit auch Vorbildcharakter für mich haben.