Bad Neustadt

Hochwasser in Rhön-Grabfeld: Meldestufe 1 erreicht

Leicht ist die Brend am Dienstagvormittag über das Ufer getreten. Da heißt es ausweichen, dachte sich zumindest ein Radfahrer. Foto: Christian Hüther

Starker Wind und vor allem einiges an Regen - so war die Wetterlage in den vergangenen Tagen in der Region. Das zuständige Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen hat am Montagabend für den Landkreis Rhön-Grabfeld eine Hochwasserwarnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen herausgegeben. Das geht aus den entsprechenden Angaben im Hochwasserdienst Bayern hervor. Gelten soll die Warnung bis Mittwoch, 12 Uhr.

Ein etwas überhöhter Pegel zeigte sich am Dienstagvormittag auch beim Zusammenfluss der Brend und Saale. Foto: Christian Hüther

Simon Mengen, am Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen als Abteilungsleiter zuständig für Rhön-Grabfeld, bestätigte auf Nachfrage dieser Redaktion am Dienstagvormittag das Überschreiten der Meldestufe 1 für verschiedene Pegel im Landkreis. So beispielsweise in Salz und Bad Königshofen (Fränkische Saale), in Schweinhof (Brend) und in Nordheim sowie Unsleben (Streu). Laut des Experten bedeutet Meldestufe 1, dass es stellenweise zu kleineren Ausuferungen komme und beispielsweise das Wasser bis auf angrenzende Wiesen laufen kann. Dramatisch sei dies jedoch nicht.

Meldestufe 2 wird im Landkreis nicht erreicht

Erst bei der nächstfolgenden Meldestufe 2 würden laut Mengen land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen entstehen. Diese Stufe würde aber in den kommenden Tagen kein Pegel im Landkreis erreichen. "In den kommenden 96 Stunden soll laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes fast gar kein Regen mehr fallen", so die Prognose des Experten. Fünf Zentimeter stark verwehter Neuschnee habe dafür der Kreuzberg in der Nacht zu Dienstag erhalten, heißt es auf der Facebookseite der Skilifte Kreuzberg.

Regenfälle seit Samstag führten zum Anstieg der Wasserstände

Seit Samstag haben die gefallenen Niederschläge zu einem allgemeinen Anstieg der Wasserstände in den Gewässern geführt. So betrug beispielsweise der Wasserstand der Fränkischen Saale am Messpunkt Salz am Dienstagmittag 344 Zentimeter, am Samstagmittag lag er noch bei 214 Zentimetern. Auch an der Streu in Unsleben ist der Wasserstand in den vergangenen Tagen etwas angestiegen. Jedoch kein Vergleich zur Situation im Landkreis Miltenberg, in dem im Laufe des Dienstags gar die Meldestufe 4 erreicht werden kann.