Unsleben

In Unsleben wird die Arbeit nicht weniger

In diesem Jahre soll der Radweg nach Wechterswinkel asphaltiert werden. Foto: Eckhard Heise

Mit nachdenklichen Worten leitete Bürgermeister Michael Gottwald die Neujahrssitzung des Gemeinderats von Unsleben ein. Zunehmende Kriegsgefahren, unberechenbare populistische Politiker und vor allem der Klimawandel brächten die Menschheit an einen Scheideweg.

Doch sein Ansatz sei nicht, sich der Resignation hinzugeben. Und so betrachtet er seine Arbeit für das Dorf als Beitrag, die Herausforderungen der Zukunft mit Zuversicht und im Einklang mit der Natur anzugehen.

Dorfumbau nahezu abgeschlossen

Eine Reihe von Projekten des Vorjahres spiegeln die Einstellung Gottwalds wieder. So erinnerte das Oberhaupt Unslebens an den Dorfumbau, der im Vorjahr bis auf Restarbeiten an einem Geländer zunächst abgeschlossen wurde und dass dabei vier weitere Anwesen an die Fernwärmeversorgung angeschlossen wurden. Darüber hinaus wurden zwei Freiflächen-Photovoltaikanlagen genehmigt.

Doch noch weitere Ereignisse beschäftigten den Gemeinderat. So schreitet die Planung des Alten Pfarrhauses voran, ebenso wird im Rahmen der NES-Allianz am Kernwegenetz und einer Entlastungsstraße zur Biogasanlage gearbeitet. Für Schlagzeilen hatte die provisorische Unterkunft der Apotheke im Rathaus gesorgt, die aber demnächst beendet werden soll. Gottwald freut sich aber vor allem darauf, dass demnächst wieder die Krone Schenke ihren Betrieb aufnimmt.

Breitband- und Radwegeausbau

Voran schreitet der Ausbau des Breitbandnetzes, was aber dazu führen könnte, dass wegen der "konfusen Ausbauregelung" Bereiche wieder aufgerissen werden, die gerade erst hergerichtet worden waren. Das Ganze mute inzwischen wie ein "Schildbürgerstreich" an. Recht zügig wird der Ausbau des Radwegs nach Wechterswinkel umgesetzt. Die Bauarbeiten sollen dieses Jahr abgewickelt werden. Die Gemeinde Unsleben wird rund 80 000 Euro bei kalkulierten Gesamtkosten von 400 000 Euro tragen. Der Weg wird auf einer Länge von insgesamt 1200 Meter ausgebaut.

Für das ehemalige Industriegebiet steht nun ein Konzept zur Verfügung, fuhr Gottwald fort. Ob es umgesetzt werden kann, sei von den derzeitigen Eigentümern abhängig. Gegenwärtig prüft das Landratsamt die Planungen, bevor ein Bebauungsplan weiterverfolgt und Vorhaben eingeleitet werden können - wenn auch erst in Teillösungen. Leider seien die Verhandlungen mit einem wichtigen Eigentümer bisher gescheitert.

Wichtiges Thema Kitas

Intensiv werden die Kinderbildungseinrichtungen (Krippen und Tagesstätten) innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft den Gemeinderat beschäftigen. Dabei geht es auch um die Zukunft des ehemaligen Schulgebäudes von Unsleben. Auf einem guten Weg sieht Gottwald alternative Wohnformen wie das Wohnbauprojekt für Senioren am Rosenweg. Eine weitere geplante Einrichtung dieser Art konnte bisher nicht umgesetzt werden. Solche Projekte sollen weiter unterstützt werden.

Trotz der hohen Investitionen vor allem beim Dorfumbau habe sich die finanzielle Situation der Gemeinde weiter erholt, was unter anderem auf steigende Einnahmen bei der Gewerbe- und Einkommensteuer zurückzuführen sei. Die Verschuldung konnte daher jetzt unter den Landesdurchschnitt auf 573 Euro je Einwohner zurückgeführt werden. Dabei sei allerdings die Einwohnerzahl von Unsleben im Vorjahr knapp unter die Tausendergrenze gesunken.