Bad Neustadt

Preh streicht in Bad Neustadt bis zu 77 Stellen

Die Firma Preh in Bad Neustadt hat einen Stellenabbau angekündigt. Foto: Hubert Herbert

Angekündigter Stellenabbau bei der Firma Preh in Bad Neustadt. Wie der Automobilzulieferer am Dienstagnachmittag mitteilte, sollen am Rhöner Standort in einem erweiterten Kostensenkungsprogramm bis zu 77 Stellen gestrichen werden. Die anhaltend negative Branchenentwicklung in der Automobilindustrie erhöhe demnach die Sparzwänge auch für Preh. Der Bad Neustädter Zulieferer muss zur Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit und Ertragslage sein bereits auf den Weg gebrachtes Kostensenkungsprogramm um Einschnitte im Personalbereich ergänzen.  

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, sind alle indirekten und Entwicklungsbereiche am Stammsitz des Automobilzulieferers betroffen, wo es in den vergangenen Jahren aufgrund zahlreicher Großaufträge einen massiven Ausbau an Kapazitäten gegeben habe. Aktuell sind hier rund 1.860 Vollzeitmitarbeiter beschäftigt. Ziel sei es, den Abbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Die Produktion ist demnach von den Sparplänen nicht betroffen. 

Roesnick: Personalmaßnahmen sozialverträglich umsetzen

Dr. Michael Roesnick, Interims Co-CEO der Preh GmbH, erklärt: "Die aktuelle Gesamtsituation zwingt uns dazu, gegenzusteuern. Wir werden jetzt alles daransetzen, die Personalmaßnahmen sozialverträglich und in einem fairen Miteinander umzusetzen. Perspektivisch ist Preh jedoch trotz des akuten Kostendrucks gut im Markt positioniert. Dank unserer Innovationskraft sind unsere Auftragsbücher gut gefüllt. Unser Know-how bleibt auch in dieser schwierigen Branchensituation für unsere Kunden attraktiv. Dennoch erfordert die nachhaltige Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit Kosteneinsparungen im Personalbereich. In die konkrete Ausgestaltung ist unser Betriebsrat selbstverständlich eng eingebunden."

Zu den sozialverträglichen Maßnahmen zählen unter anderem, dass altersbedingt freiwerdende Stellen teilweise nicht nachbesetzt werden. Darüber hinaus soll Preh Schweden einen Beitrag zum Kostensenkungsprogramm der Preh-Gruppe leisten. Die vergleichsweise kleine schwedische E-Mobility-Einheit ist aktuell noch an zwei Standorten, in Göteborg und in Jönköping, vertreten.

Angesichts des anhaltend hohen Kostendrucks werde der Standort Jönköping bis zum Jahresende geschlossen und es werden alle Aktivitäten am Standort Göteborg konzentriert, heißt es vom Unternehmen weiter. Unabhängig vom strikten Sparkurs sei die Auftragslage insbesondere in der E-Mobility-Sparte sehr gut, so dass dieser Bereich der am schnellsten wachsende in der Preh-Gruppe sei, heißt es abschließend.