Oberweißenbrunn

WSV Oberweißenbrunn steigt bei der Schanze aus

Zwei Ereignisse haben den WSV Oberweißenbrunn in der abgelaufenen Saison besonders bewegt. Zum einen war es der unerwartete Tod des Ehrenvorsitzenden Kilian Abert und zum anderen die Aufhebung des gemeinschaftlichen Betriebs der Schanzanlage in Haselbach.

Ende August verstarb der Vereinsgründer, langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzender, dem der Vorsitzende Ewald Simon in der Jahreshauptversammlung besonders gedachte. Anlässlich der Beisetzung habe er Aberts Verdienste um den WSV ausführlich gewürdigt. Nun sagte er: "Mit Kilian hatte der Verein eine besondere Persönlichkeit in seinen Reihen, als Vorsitzender, großzügiger Unterstützer, Ratgeber oder Freund. Kilian war ein Sportsmann mit Leib und Seele und für viele von uns war er ein guter Freund. Er war ein hervorragender Fachmann, der in jeder seiner Funktionen zu überzeugen wusste. Seine zupackende Tatkraft, sein Optimismus und seine ihm eigene unnachahmliche Art waren seine Erfolgsrezepte. Er wusste die Menschen zu begeistern und mitzunehmen. Wir werden Kilian vermissen und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren."

Rhönadler bleiben auch in Zukunft ein Gemeinschaftsprojekt

Das zweite Ereignis, welches den Verein und besonders die Vereinsführung beschäftigte, war die Auflösung des Nutzungsvertrages für die gemeinschaftlich genutzte Skisprunganlage in Haselbach. Nach reiflichen Überlegungen habe sich die Vorstandschaft des WSV Oberweißenbrunn entschieden, sich nicht an den geplanten Ausbaumaßnahmen zur Verbesserung der Schanzenanlage in Haselbach zu beteiligen. Der RWV Haselbach werde sich in Zukunft alleine in Verbindung mit der Stadt Bischofsheim und dem Landkreis Rhön-Grabfeld um den Betrieb und den Unterhalt der Anlage kümmern.

Die gemeinsame Skisprung-Mannschaft, die Rhönadler unter der Trainerschaft von Maximilian Lange, werde weiterhin ein Gemeinschaftsprojekt der Vereine RWV Haselbach und WSV Oberweißenbrunn bleiben. "Wir werden auch in Zukunft die Rhönadler in jeder nur erdenklichen Art und Weise unterstützen", so Simon. Derzeit gibt es neun Skispringer, davon vier aus dem WSV Oberweißenbrunn.

Rückblick auf gute Winterperiode

Der vergangene Winter habe eine gute Winterperiode von zwei bis drei Wochen gebracht. Der WSV nutzte diesen stabilen Zeitraum von Ende Januar bis Mitte Februar für den Kinder-Skikurs am Arnsberg und den traditionellen Nachtskisprint hinter der Kirche in Oberweißenbrunn. "Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht und ein voller Erfolg für unseren Verein." Große Events stellten auch der Bayerische Schüler Cup in Haselbach Ende Juli und das Kinder-Zeltlager am Erlich dar.  Simon dankte allen, die sich für den WSV engagieren, den Trainern, Übungsleitern, Kampfrichtern, Eltern und Helfern, sowie den Wettkämpfern.

Die Planung für die Saison 2019/20 sei abgeschlossen und in einem Programmheft zusammengefasst. Dieses steht zum Download auf der Homepage des WSV unter  www.wsv-oberweissenbrunn.de zur Verfügung. Als Highlight für 2020 sei der Gegenbesuch bei der Schweizer Skischule Corvatsch – Pontresina, erwähnt. Vom 10. bis 14. Juni 2020 geht es für einige Tage zum Biken nach St. Moritz. Die Skifreizeit werde vom 8. bis 15. März in die Dolomiten führen. Die Ausschreibung ist auf der Internetseite zu finden.

Ein neuer Trainer für den Schüler-Allgemeinsport

Der Rückblick der Abteilungen konzentrierte sich auf die Sommermonate, da der Winter beim Wintersportler-Abschluss schon ausführlich besprochen wurde. Bettina Back informierte über das Training des Nachwuchs, die neu gegründete MTB-Gruppe sowie das mittlerweile angelaufene Hallentraining in Bischofsheim, das für unterschiedliche Altersgruppen angeboten wird. Sobald Schnee komme, werde Training am Arnsberg angeboten und der Kinderskikurs stattfinden. Die Anmeldung hierfür ist über das Formular auf der Internetseite möglich.

Die nordische Abteilung unter Leitung von Michael Schrenk widmete sich im Sommer diversen Crossläufen und MTB-Rennen sowie dem Rollertraining für den Winter. Detailliert berichtete Maximilian Lange über die Wettbewerbe der Skispringer, deren Entwicklung und Erfolge. "Bei jedem Wettkampf haben wir mindestens einen Podestplatz", verkündete er als Fazit.

Ewald Simon konnte bekanntgeben, dass er mit Bastian Kleinhenz einen Nachfolger für das von ihm geleitete Training "Allgemeinsport für Schüler" zwischen 11 und 15 Jahren habe finden können. 35 Jahre stand Ewald Simon als Trainer in der Sporthalle, nun sei es an der Zeit, die Verantwortung in jüngere Hände zu geben. Der Vorsitzende äußerte den Wunsch nach möglichst viel Schnee und beständig frostigen Temperaturen, um den Wintersport ausüben zu können.


Artikel: https://www.rhoenundsaalepost.de/lokales/aktuelles/bad-neustadt/art24131,785301

© Rhön- und Saalepost 2017. Alle Rechte vorbehalten. Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung