Langenleiten

Langenleiten: Einweihung des neuen Dorfgemeinschaftshauses

Die Segnung des neuen Langenleitner Dorfgemeinschaftshauses wurde von Dekan Andreas Krefft vorgenommen. Foto: Marion Eckert

Mit einem großen Fest wurde das neue Dorfgemeinschaftshaus "Haus für Alle" feierlich eröffnet. Die gesamte Dorfbevölkerung, die vielen freiwilligen Helfer und natürlich das Stifterehepaar und zahlreiche Ehrengäste waren erschienen, um dieses Ereignis gebührend zu feiern.

Brigitte Schmidt übernahm die Begrüßung und Moderation des Abends in ihrer Funktion als Mitglied des Stiftungsvorstandes. Der erste Gruß galt dem Stifterehepaar Leonie und Helmut Schmitt, deren großzügiger Stiftung von einer Million Euro es zu verdanken sei, dass diese Haus entstehen konnte. "Ja, wir haben es geschafft. Unser Haus für alle ist gebaut.  Es ist eingerichtet, es ist liebevoll geschmückt, es ist mit Leben gefüllt", freute sich Schmidt mit allen Langenleitnern.  Sie bezeichnete es als ein besonderes Haus, das auf drei Säulen ruhe und meinte damit nicht nur die Ästhetik der Architektur und der Raumgestaltung und die technische Ausstattung.

Mit einem großen Fest wurde das neue Dorfgemeinschaftshaus in Langenleiten der Öffentlichkeit übergeben. Foto: Marion Eckert

Der Bau des Hauses beruhte auf dem Zusammenspiel von drei Säulen

Die erste Säule, die den Bau erst möglich gemacht habe, sei die großzügige Spende des Ehepaares Schmitt. Aber es sei nicht nur die Geldspende, sondern die Intention, die hinter diesem Geschenk stehe. Die Idee war, dass etwas Besonderes wachsen sollte, das alle im Dorf miteinander verbinde. Etwas von Bestand, das noch für die kommenden Generationen von Bedeutung sein sollte. Helmut Schmitt habe dies immer wieder betont und der Stiftungsvorstand und Stiftungsrat haben sich dieser Idee ebenfalls verschrieben.

Dem Stifterehepaar Helmut und Leonie Schmitt ist das neue Dorfgemeinschaftshaus in Langenleiten zu verdanken. Foto: Marion Eckert

Die zweite Säule, um das Haus groß genug für alle Bedürfnisse werden zu lassen, sei die finanzielle Förderung des Amtes für Ländliche Entwicklung, des Leader Förderprogramms und der Gemeinde. Und die dritte Säule, vielleicht die wichtigste, sei die Mitarbeit und Eigenleistung der vielen freiwilligen Helfer sowie Günter Schmitt als Bauleiter, dem es zu verdanken sei, dass dieses Haus in fast einem Jahr gebaut wurde.

Das Haus kann für vielfältige Unternehmungen genutzt werden

So werde das Haus einen Ort bieten, an dem gefeiert und gelacht werden kann, ein Haus, um zu diskutieren, Musik zu hören, Kunst zu genießen und einfach nur zusammen zu sein. Damit nicht vergessen wird, welche Arbeit und Mühe in diesem Haus steckte, wurde ein Buch erstellt, Leonie und Helmut Schmitt gewidmet und allen, die daran mitgewirkt haben. 

Die Langenleitner Jugend hat am Eröffnungsabend ihr Versprechen eingelöst und den Service für die Gäste übernommen. Viel positive Rückmeldung habe die Jugend für ihr Vorhaben auch bei künftigen Veranstaltungen zur Verfügung zu stehen bereits erhalten. Die musikalische Unterhaltung des Abends übernahmen die Feuerbergmusikanten. Die kirchliche Segnung wurde von Dekan Andreas Krefft, der von einem Märchen und einem Wunder für Langenleiten sprach, übernommen.

Die Langenleitner Jugend hat im neuen Dorfgemeinschaftshaus eigene Räume. Nun geben sie der Dorfgemeinschaft auf ihre Weise ihren Dank zurück. Sie übernahmen bei der Eröffnung den Service und bieten dies auch künftig bei Veranstaltungen an. Das Bild zeigt (von links) Nicolas Kirchner, Lukas Beinhauer, Frederic Bühner, Alicia Wappes und Nick Ertl. Foto: Marion Eckert

Finanzierung beruhte auf mehreren Schultern

Bürgermeisterin Sonja Reubelt dankte dem Ehepaar Schmitt und allen, die das Entstehen des Hauses möglich gemacht haben. Insbesondere auch dem Amt für ländliche Entwicklung, das sich im Rahmen der Dorferneuerung an den Abrisskosten der alten Schule beteiligte. Von 173 000 Euro übernahm das Amt mit 107 000 Euro den größten Teil, den Rest zahlte die Gemeinde. Über das Dorferneuerungsbudget hinaus hat sich das Amt mit 150 000 am Bau beteiligt.

Im nächsten Jahr werde die Gestaltung der Außenanlage durch die Gemeinde und das Amt für ländliche Entwicklung übernommen. Die Gemeinde hat außerdem neben der Erbpacht des Grundstücks einen Beitrag von 20 000 Euro für den Bau zur Verfügung gestellt. Weitere 111 000 Euro werden über Leader-Mittel finanziert. Michael Manger vom Amt für ländliche Entwicklung hatte einen Scheck in Höhe von 120 000 Euro mitgebracht, es sei die erste Rate der finanziellen Beteiligung. Insgesamt werde das Amt über 600 000 Euro in das Projekt investieren.

Das Amt für ländliche Entwicklung beteiligte sich mit über 600.000 Euro am Projekt in Langenleiten. Michael Manger (Amt für ländliche Entwicklung) überreichte an den Stiftungsvorstand bestehend aus Brigitte Schmidt, André Keßler und Günther Schmitt den Scheck über die erste Rate. Foto: Marion Eckert

Das Dorfgemeinschaftshaus als ein Vorzeigeprojekt

Landrat Thomas Habermann zollte seinen Respekt für diese Gemeinschaftsleistung. "So stellt man sich Dorferneuerung vor", verwies er auf die gelungenen Investitionen der Mittel der Dorferneuerung und der EU-Leadermittel. Das Dorfgemeinschaftshaus ist für Landrat Habermann ein Vorzeigeprojekt. Günther Schmitt gab einen Rückblick auf die einzelnen Bauphasen und Herausforderungen. Ihm wurde mit einem Präsentkorb gedankt.

Günther Schmitt (zweiter von links) hatte die Bauleitung inne. Ihm und seiner Frau Berta wurde stellvertretend für die vielen Helfer von der Dorfgemeinschaft gedankt. Den Präsentkorb übergaben Frank Hartmann und Ewald Wehner. Foto: Marion Eckert

Helmut Schmitt oblag das letzte Wort. "Macht was draus", habe er den Langenleitnern mit der Stiftung ans Herz gelegt. "Und ihr habt was draus gemacht", dankte er ihnen. "Es bereitet mir Freude zu sehen, wie gut es angenommen wird und wie sich die Jugend einbringt." Die Mutter von Helmut Schmitt stammt aus Langenleiten, seine ersten Lebensjahre verbrachte er hier und diese Wurzeln seien nie abgerissen. Für die Jugend hatte er ein Geschenk mitgebracht, eine große handgefertigte Uhr für den neuen Jugendraum. Ein Feuerwerk beendete das außergewöhnliche Fest.

Zufrieden und glücklich dankte Stifter Helmut Schmitt den Langenleitnern für das gelungene Werk. Foto: Marion Eckert
Die Förderung der Jugend liegt Helmut und Leonie Schmitt besonders am Herzen. Für den neuen Jugendraum übergaben sie dem Vorsitzenden der Langenleitner Jugend, Denis Kirchner, eine handgefertigte Uhr für den Jugendraum. Foto: Marion Eckert
Landrat Thomas Habermann freute sich mit den Langenleitnern über das gelungene Haus für Alle. Foto: Marion Eckert