Bischofsheim

Appell an die Absolventen: Unkonventionell und mutig bleiben

Die diesjährigen Absolventen der Staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauer mit Schulleiterin Christine Götz (links) und Klassenlehrer Johannes Klüber (rechts). Foto: Marion Eckert

Die Abschlussfeier an der Staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauer ist immer eine besondere Feierstunde für die Lehrkräfte, Schüler und die viele Freunde der Schule. Im Garten war das Auditorium im strahlenden Sonnenschein aufgebaut und Schulleiterin Christine Götz  oblag es, die vielen Gäste und Freunde zu begrüßen. Es sei stets ein besonderer Tag für die Schule, wenn die Absolventen ihre Zeugnisse erhalten und zugleich die Preise und Belobigungen übergeben werden können.

Ihr besonderer Dank ging an den Landkreis Rhön-Grabfeld als Sachaufwandsträger und allen voran Landrat Thomas Habermann, der stets ein offenes Ohr für die Schule habe. Das Engagement des Landkreises sei Garant für die gute Ausbildung der jungen Menschen in Bischofsheim "Investitionen in Bildung sind Investitionen auf höchstem Niveau", zeigte Götz auf. Eine solche Investition sei das geplante neue Schulgebäude für die Holzbildhauerschule, worauf sich alle vor Ort schon sehr freuen. Ebenfalls richtete Götz ihren Dank an die Stadt Bischofsheim, die durch den stellvertretenden Bürgermeister Egon Sturm vertreten wurde. Ob Ausstellungsmöglichkeiten oder Hilfe durch den Bauhof, es sei eine verlässliche Partnerschaft.

Rüstzeug für den beruflichen Lebensweg

Den Absolventen, die sich nun mit Empfang des Zeugnisses "Staatlich geprüfte Holzbildhauer" nennen dürfen, gratulierte die Schulleiterin zum erfolgreichen Abschluss. An der Bischofsheimer Holzbildhauerschule haben sie das Rüstzeug für ihren weiteren beruflichen Lebensweg bekommen, ob nun in der Selbstständigkeit als freischaffende Künstler oder in weiteren beruflichen Ausbildungen oder Studien. Die engagierten und motivierten Fachlehrer hätten zum Erfolg ihren Teil beigetragen und mit den Schülern Projekte ideenreich umgesetzt. Götz erinnerte unter anderem an den Wettbewerb zur Citta-Slow-Skulptur, Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen und zum Schulabschluss das "SymBiosium".

Der diesjährige Philipp-Mendler-Preis des Landkreises Rhön-Grabfeld ging an die Schwedin Ebba-Astrid Radke und wurde von Landrat Thomas Habermann übergeben. Foto: Marion Eckert

Landrat Thomas Habermann oblag es, den Philipp-Mendler-Preis des Landkreises zu überreichen. Die junge Schwedin Ebba-Astrid Radke erhielt diese besondere Auszeichnung, weil sie nicht nur in der Ausarbeitung ihrer Abschlussarbeit eine gute Leistung erbracht habe, sondern auch, weil sie in ihrer gesamten Lehrzeit an der Schule konzentriert, engagiert und zuverlässig gearbeitet und  sich durch ihr positives Wesen und ihr vorbildliches Verhalten innerhalb der Schulfamilie hervorgehoben habe.

Eigene Wege gehen

Habermann gratulierte allen Absolventen zum erfolgreichen Schulabschluss und bat sie, ihren ganz eigenen Weg zu gehen und dabei unkonventionell zu bleiben, denn Kunst müsse unkonventionell sein, um die Entwicklung der Gesellschaft zu prägen. "Denken sie offen und modern. Lassen Sie sich nicht rund schleifen und glatt machen", bat er die jungen Künstler, denn die Gesellschaft müsse "Kunst aushalten". "Seien Sie mutig und machen Sie ganz neue Sachen." Bischofsheim sei ein hervorragender Ort für diese Schule, denn hier komme Kultur und Natur zusammen.

Der Preis der Stadt Bischofsheim wurde vom stellvertretendem Bürgermeister Egon Sturm (links) an Julius Plaszczyk und Michaela Heigl übergeben. Den diesjährigen Buchpreis erhielt Sporck, Kerstin von Schulleiterin Christine Götz. Foto: Marion Eckert

Die Preise der Stadt Bischofsheim überreicht der stellvertretende Bürgermeister Egon Sturm an Julius Plaszczyk (Bischofsheim) und Michaela Heigl (Unterweißenbrunn). Plaszczyk sei ein Schüler, der sich stets kümmere, sehr zuverlässig, fleißig und engagiert sei und gute schulische Leistungen zeige. Er arbeite über das normale Maß hinaus, denke stets mit und habe das Amt des  Klassensprechers inne. Heigl sei eine sehr soziale, engagierte, zuverlässige und ordentliche Schülerin, die sich stets kümmere, gute schulische Leistungen zeige und sehr fleißig sei. Sie habe  das Amt der 2. Klassensprecherin inne. Beide sind im ersten Ausbildungsjahr. Neben den Glückwünschen für die Absolventen bescheinigte Sturm der Holzbildhauerschule hervorragende Zukunftsaussichten, sie biete junge Menschen eine wertvolle Möglichkeit zur Ausbildung.

Den diesjährigen Buchpreis überreichte die Schulleiterin an Kerstin  Sporck (Ostheim). Ihre  vorausschauende und konsequente Arbeitsweise, ergebnisorientiert und zielführend, sowie ihr Organisationstalent, Engagement und Einsatz für das Gemeinwohl beziehungsweise die Schulfamilie seien für die Jury ausschlaggebend gewesen.

Die Absolventen 2019
Die Absolventen heißen: Betty Bohr  (Berlin), Louis Bruckauf (Leipzig), Ulrike Emmert (Willmars),  Paul Engelhard (Aschaffenburg), Luzia Kreutz (Hilders),  Felix Müller (Lausnitz), Ebba-Astrid Radke (Dorotea, Schweden), Berit Riekemann (Brake),  Kerstin Sporck (Ostheim), Sarah Wehner (Ostheim) und Sophia Wulhorst (Köln).