Bad Neustadt

Wolfgang Warmuth: Ex-Chef der Kommunalaufsicht gestorben

Gerade einmal etwas mehr als drei Jahre ist es her, seit Landrat Thomas Habermann (rechts) Wolfgang Warmuth in den Ruhestand verabschiedete. Jetzt ist Warmuth im Alter von 68 Jahren gestorben. Foto: Pfeuffer

Es gibt Menschen, die lieben es, im Mittelpunkt zu stehen. Es gibt aber auch solche, die machen einfach sehr gute Arbeit, ohne den Drang zu verspüren, sich damit in die Öffentlichkeit drängen zu müssen. Einer aus der zweiten Kategorie war Wolfgang Warmuth. 38 Jahre lang war der Jurist am Landratsamt in Bad Neustadt beschäftigt, zum Schluss als Regierungsdirektor und ranghöchster Jurist im Haus.  

Als er im April 2016 aus dem Amt schied und in Pension ging, hätte er am liebsten keine offizielle  Abschiedsfeier gehabt. Doch darum kommt man in einer Position, wie er sie hatte, und als einer der  bekanntesten Mitarbeiter der Behörde, natürlich nicht herum. Von der Feier war er dann aber doch sichtlich gerührt, zeigte sie doch, wie beliebt Warmuth im Amt war. Seine Ruhestand konnte Warmuth allerdings nicht sehr lange genießen. Er ist jetzt im Alter von 68 Jahren gestorben. 

Gebürtiger Schweinfurter

Warmuth wurde 1950 in Schweinfurt geboren. Nach dem Abitur folgte das Jurastudium. Auf seine  Zeit als Rechtsreferendar von 1975 bis 1978 am Verwaltungsgericht Würzburg, bei der Regierung von Unterfranken, am Landgericht Schweinfurt und bei der Stadt Schweinfurt folgten nur noch zweieinhalb Monate als Regierungsrat z.A. bei der Regierung von Unterfranken, bevor Warmuth bereits im August 1978 als Leiter der Abteilung 4, Bauen und Umwelt, an das Landratsamt Rhön-Grabfeld wechselte.    

Schon ein gutes halbes Jahr später wurde er Chef der Abteilung 2, kommunale und soziale Angelegenheiten, deren Leiter er bis zum Ende seines beruflichen Lebens blieb. Er war außerdem Ausbildungsleiter für Rechtsreferendare, Rechtsstudenten und Beamte. Nach der Beförderung zum Regierungsrat im Jahr 1981 und zum Oberregierungsrat 1986 wurde Warmuth 2001 zum Regierungsdirektor ernannt.  

Korrekt und menschlich

Warmuth kam in seiner Funktion als Leiter der Kommunalaufsicht in Kontakt mit vielen Bürgermeistern. Die lernten ihn als exzellenten Juristen mit ausgezeichneter fachlicher Kompetenz kennen. Aber nicht nur das, es war der korrekte und vor allem der menschliche Umgang mit seinem Gegenüber, wofür Warmuth  bekannt war. Denn, das sagte er bei seiner Verabschiedung, sei es stets seine Maxime gewesen, das Menschliche über das Rechtliche zu stellen. 

Der damalige Wunsch der Teilnehmer an der Abschiedsfeier, dass Warmuth lange gesund bleiben möge, damit er als frisch gebackener Opa und langjähriger Fan des FC Schweinfurt 05 noch lange seinen Hobbies nachgehen könne, hat nur drei Jahre gehalten.