Bad Neustadt

Der Protest wird lauter

Das Klima und das Mathematik-Abitur. Teilnehmer bei der "Fridays for Future"-Demonstration auf dem Marktplatz. Foto: Stefan Kritzer

Diesmal ging es mit Verstärkung durch die Stadt auf den Marktplatz. Rund 100 Teilnehmer waren zur nunmehr dritten "Fridays for Future"-Demonstration an den Busbahnhof gekommen, um lautstark mehr Klimaschutz beim Protestzug in die Innenstadt zu fordern. Die Organisatoren hatten diesmal auch Schallverstärkung mit dabei, um noch nachdrücklicher ihre Forderungen in den Raum zu stellen.

Was hat sich getan?

Was hat sich eigentlich von Seiten der Politik getan seit Beginn der freitäglichen Schülerdemonstrationen weltweit? Auf diese Frage bei der erneuten "Fridays for Future"-Demo in der Stadt gab es ein erbostes "Gar nichts!" aus allen Kehlen der Teilnehmer. Die wollen sich aber nicht zufrieden geben mit dürren Lippenbekenntnissen von Seiten der Politik, sondern fordern, wie Redner Frederik Dürr aus Münnerstadt ganz klar darstellte, eine CO2-Steuer, ein Plastikverbot und das Abschaffen der Kohlesubventionen ("Hopp, hopp, hopp! Kohlestopp!"). "Es muss sich etwas ändern, und zwar jetzt", forderte der Schüler.

Weniger Fleisch, mehr regionale Produkte

Bei heiterem Wetter hatten die Teilnehmer der Demonstration diesmal ein größeres Forum, da der Marktplatz gut besucht war. Maya Büttner sprach über die Möglichkeiten, bei der Ernährung auf den Klimaschutz zu achten. Weniger Fleisch, mehr regionale Produkte, jeder könnte etwas dazu beitragen. "Bei alledem was ihr macht, denkt darüber nach, ob ihr es wirklich braucht", sagte Frederik Dürr.

Am kommenden Freitag geht die Demoreihe weiter, wie das Team um Pauline Beck, Merle Seufert, Lena Gräfenschnell und Maya Büttner bestätigte. Mit der nachdrücklichen Bitte an alle jungen Leute mitzumachen. "Wir brauchen jeden einzelnen für unsere Zukunft", so die Veranstalter.