Bischofsheim

Advent und Weihnachten im Pastoralen Raum Bischofsheim

Im Pastoralen Raum Bischofsheim laufen die Planungen für Weihnachten. Noch ist nicht klar, welche konkreten Angebote werden stattfinden können. Foto: Marion Eckert

Die Adventszeit hat begonnen. Weihnachten steht vor der Tür und damit die Frage, in welcher Form in den 17 Gemeinden des Pastoralen Raums Bischofsheim, zu dem die Pfarreiengemeinschaften "Am Kreuzberg, Bischofsheim", "Immanuel Hohe Rhön, Oberelsbach" und "Die Walddörfer, Sandberg" gehören, in diesem Jahr Weihnachten gefeiert werden kann. Konkrete Angebote und Veranstaltungen kann das pastorale Team derzeit noch keine nennen.

Gemeindereferentin Corinna Zipprich versucht in Worte zu fassen, was derzeit noch in der Luft hängt und nicht mit Uhrzeiten, Terminen und Orten benannt werden kann. "Vielerorts gibt es derzeit lebhafte Diskussionen über das, was möglich ist und wie geplante Veranstaltungen unter erschwerten Bedingungen dennoch stattfinden können."

Manche gewohnten Rituale werden nicht durchgeführt werden können

Es sei eine sensible Zeit und dennoch müsse klar sein: "Manche der gewohnten, heilig gewordenen und vielleicht seit Jahrzehnten praktizierten Rituale werden in diesem Jahr den Corona-Beschränkungen zum Opfer fallen." Das bringe beim einen oder anderen möglicherweise Enttäuschungen mit sich. Umso größer sei der Wunsch des Seelsorge-Teams im Pastoralen Raum Bischofsheim, etwas von dieser Enttäuschung abzufangen und die entstandene Lücke durch etwas Neues zu schließen. "Da sind kreative Ideen gefragt, für die es mittlerweile auch im Netz schon eigene Plattformen gibt, um sich austauschen und inspirieren lassen zu können", berichtet Zipprich von den derzeitigen Überlegungen. Die Seelsorger des Pastoralen Raums Bischofsheim sind eifrig dabei zu planen, Konzepte zu debattieren und mögliche Unsicherheiten abzuwägen. Zusammen mit Pater Korbinian Klinger, dem neuen Guardian des Klosters Kreuzberg, wurden Ideen gesammelt, aufeinander abgestimmt und anhand der Corona-Regeln durchbuchstabiert. "Was am Ende davon tatsächlich durchgeführt werden kann, das weiß heute noch niemand."

Gemäß dem Gedanken "Weihnachten fing mal draußen an" sind neben den traditionellen Christmetten für den Heiligen Abend Krippenspiele im Freien angedacht. Die Idee einer Hirtenfeld-Feier steht im Raum oder das Singen von einigen wenigen Weihnachtsliedern nach dem Gottesdienst vor der Kirche.

Weihnachten nach draußen verlegen

"Sowieso ertönen derzeit oft Stimmen, man solle doch an Weihnachten einfach alles nach draußen verlegen. Doch so einfach wie es klingt, ist es leider nicht. Während in unseren Kirchen bereits bewährte Sicherheitskonzepte etabliert und eingeübt sind, muss diese Infrastruktur im Freien erst geschaffen und mit viel Mühe umgesetzt werden", beschreibt Zipprich die Problematik. Als Beispiel nannte sie den vorgeschriebenen Abstand, den es in der Kirche anhand der gesperrten Kirchenbänke und der festgelegten Ein- und Ausgänge gebe. "Das muss im Freien durch die Unterstützung von vielen helfenden Händen gestemmt werden. Diese zu finden, am heiligsten Abend des Jahres, ist wahrlich kein Kinderspiel."

Darum gibt es für den Pastoralen Raum Bischofsheim, im übrigen auch für den Advent, Konzepte und Ideen, die auf Entzerrung setzen: Lieder singen im kleinen Kreis, eine digitale Meditation auf Youtube, ein musikalischer Adventskalender mit einigen Blasmusik-Liedern in der Mitte des Ortes, die traditionelle Anbetung nachmittags an den Adventssonntagen auf dem Kreuzberg oder eine Kinderkirche zum mitnehmen. Die Informationen zu den konkreten Angeboten finden sich auf der Homepage: www.pgamkreuzberg-bischofsheim.de

Auseinandersetzung mit der derzeitigen Krise

Auch inhaltlich bekommt die Auseinandersetzung mit der derzeitigen Krise im Advent ihren Raum: Die als Versöhnungsfeiern gestalteten Bußgottesdienste widmen sich dem Thema: "Was stimmt mich versöhnlich in außergewöhnlichen Zeiten". Wenn alles klappt, werden auch diese Feiern musikalisch besonders gestaltet sein. Die Termine hinzu sind ebenfalls auf der Homepage eingestellt.

"Derzeit bleibt nur die Hoffnung, das an Weihnachten möglichst viele der geplanten Konzepte auf gehen, in die so viel Zeit und Energie fließen." Was jedem Einzelnen auf jeden Fall nicht genommen werden könne, sei die Begegnung mit dem Kind in der Krippe – möglicherweise anders als sonst. Aber eines ist auf jeden Fall möglich und das ist an einem "abgespeckten" Weihnachtsfest wie heuer vielleicht sogar intensiver möglich als sonst: "Einfach still an seiner Krippe stehen und sich von ihm berühren lassen. Das kann kein Kontaktverbot der Welt verhindern."