Wülfershausen

Wolfgang Seifert: Das Angestoßene zu Ende bringen

Seine Wahlversammlung hielt Wolfgang Seifert im Sportheim in Wülfershausen. Er will weiterhin Verantwortung als Bürgermeister übernehmen. Foto: Regina Vossenkaul

Die CSU Wülfershausen starte mit einer starken Mannschaft in den Wahlkampf, er selbst würde gern weiterhin Bürgermeister in dieser Zukunftsgemeinde sein, machte Wolfgang Seifert auf seiner Wahlversammlung im gut besuchten Sportheim am Freitagabend klar. "Ich habe vieles angestoßen und will das auch zu Ende bringen", sagte der 63-jährige Finanzkaufmann.

Seit 30 Jahren CSU-Vorsitzender 

Seit über 30 Jahren ist Seifert Vorsitzender des CSU-Ortsvereins, seit zwei Jahren ist er nach dem Rücktritt von Vorgänger Peter Schön Bürgermeister. Eine lange Liste der Projekte und Maßnahmen, die bereits abgeschlossen, geplant sind oder laufen, trug der Bürgermeister vor.

Die Gemeinde habe gesunde Finanzen mit wenig Schulden, das zeige der Haushalt, dessen Eckdaten Seifert erläuterte. Neues aus dem Bauhof, wo ein neuer Mitarbeiter angestellt wurde, erwähnte er, außerdem die laufenden Zukunftsprojekte wie Generalsanierung der Schule, Anbau der Kinderkrippe und Anbau des Horts. Wie wichtig Feuerwehren vor Ort sind, bewiesen Brände in Wülfershausen und Eichenhausen sowie ein Katastropheneinsatz anlässlich einer Schlammlawine im Jahr 2019.

Es tut sich was in Eichenhausen

In Eichenhausen konnte nach zweijähriger Vakanz ein neues Kommandantenteam gefunden werden, dort wird ein TFS angeschafft. Für die Wülfershäuser Feuerwehr ist die Beschaffung eines LF10 beschlossen worden. Der Breitbandausbau musste zweimal ausgeschrieben werden und wird demnächst weitergehen.

Für Bauwillige und Firmen, die sich niederlassen wollen, stehen Grundstücke zur Verfügung. Den ortsansässigen Betrieben und der Landwirtschaft sagte Seifert die Unterstützung der Gemeinde zu. Es gibt noch einen Bäcker und einen Metzger in Wülfershausen, letzterer will sein Angebot erweitern. Da es in Saal bereits einen Supermarkt gibt und ein zweiter entstehen soll, habe ein Geschäft in Wülfershausen keine großen Chancen, stellte das Gemeindeoberhaupt fest.

Thema Wasserversorgung

Zum Thema Wasserversorgung berichtete Seifert von der Arbeit der ARGE und dem Besuch von Landrat Thomas Habermann und den Vorsitzenden der Zweckverbände Mitte und Nord, Thomas Helbling und Georg Rath in München. Eine Zuschuss-Sonderregelung wird anvisiert, allerdings favorisiert München den Wasserbezug aus Oberfranken und nicht aus Thüringen. Einige der erfolgreichen Projekte und Maßnahmen der Grabfeld-Allianz erwähnte Seifert. Dass Wülfershausen dort wieder beigetreten ist, sei eine gute Entscheidung gewesen.  

Beim Thema Ortsumgehung will Seifert hart bleiben

Die Ortsumgehung Saal war natürlich auch ein Thema, hier will Seifert hart bleiben und die Einbeziehung der problematischen Kreuzung an der B279 fordern. Auf die geringen Mehrkosten käme es bei diesem Millionenprojekt nicht an, argumentierte er. Durch den Autobahnbau habe die Gemeinde Grund verloren, hier könnte sich die Bundesregierung erkenntlich zeigen.

Er hofft auf einen fairen Kompromiss, will aber keine Feindschaft mit der Nachbargemeinde. Er sei im Kanzleramt gewesen und habe mit Dorothee Bär, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Landesgruppenchef Alexander Dobrindt über die Angelegenheit gesprochen.

Auch das kulturelle Angebot stimmt

Vieles sei erreicht worden. Auch kulturelle Neuheiten wie die Säuplo-Serenade, die fortgesetzt wird, bereicherten das Leben in der Gemeinde. Seifert trug die Ziele für die kommenden Jahre noch einmal vor, dann hatten die elf weiteren CSU-Kandidaten das Wort und baten um jeweils drei Stimmen bei der Kommunalwahl. Für den Kreistag kandidieren neben Seifert auch Kerstin Kießner und Andrea Kleinert.

Eine einzige Frage aus dem Publikum gab es, die bezog sich auf Maßnahmen für Senioren. Was ist geplant? Man werde die Barrierefreiheit ausbauen, einen Treffpunkt für Senioren schaffen und Seniorenveranstaltungen planen, war die Antwort.