Bad Königshofen

Grabfeld: Gleich drei Vollsperrungen auf einmal

Für rund einen Monat gilt die Komplettsperrung zwischen Großeibstadt und Saal, umgeleitet wird über Kleineibstadt und Kleinbardorf. Foto: Regina Vossenkaul

Ab kommendem Montag sind es drei Straßensperrungen, die im Grabfeld bei Ortsunkundigen für Verwirrung sorgen und bei Ortskundigen für Ärger über die Umwege auf dem Weg zur Arbeit. Aber es geht kein Weg daran vorbei: Die Straßenbeläge haben eine begrenzte Lebensdauer und müssen – je nach Beanspruchung – nach Jahren oder Jahrzehnten erneuert werden.

Was viele Verkehrsteilnehmer ab 12. August betrifft, ist die Vollsperrung der Strecke zwischen Großeibstadt und Saal, denn auf der Bundesstraße 279 fahren täglich rund 8000 Fahrzeuge, davon fast 800 Lkw durch Saal Richtung Autobahn A 71, nach Bad Neustadt, Fulda oder in die Region. Genaue Zahlen liegen dem Staatlichen Bauamt wegen der Planung der Ortsumgehung Saal vor.

Asphaltschichten werden erneuert

Ab 7 Uhr beginnen am Montag laut Mitteilung des Staatlichen Bauamts die Bauarbeiten, die wegen der tiefen Spurrinnen, die sich dort gebildet haben, notwendig sind. Die Asphaltschichten werden teilweise erneuert und verstärkt, deshalb ist die Fahrbahn zwischen den beiden Ortschaften bis voraussichtlich 14. September 2019 nicht befahrbar.

Wer meint, dass Saal dadurch einen Vorgeschmack auf die angestrebte Verkehrsberuhigung durch die Ortsumgehung erhält, täuscht sich, denn die Umleitungsstrecke beginnt in Saal ab der Kreuzung Richtung Kleineibstadt.

Der Verkehr fließt dann mindestens für einen Monat über Kleineibstadt, Kleinbardorf und Merkershausen nach Bad Königshofen und umgekehrt und wird dementsprechend beschildert. In Saal wird auf Höhe der Kleineibstädter Straße eine Ampelschaltung eingerichtet, um den abbiegenden Umleitungsverkehr zu regeln.

Ampel an der Kreuzung Steinmühle/Mittelweg

Nach den Arbeiten im Streckenbau finden weitere Bauarbeiten an der Kreuzung Steinmühle/ Mittelweg bei Saal ab etwa Mitte September statt, die dann ebenfalls eine Ampelanlage erforderlich machen werden. Für die komplette Baumaßnahme sind Kosten in Höhe von insgesamt rund zwei Millionen Euro veranschlagt, die trägt in diesem Fall die Bundesrepublik Deutschland. Das Straßenbauamt bittet alle Verkehrsteilnehmer sich auf die Sperrungen und die damit verbundenen Behinderungen einzustellen.

Keine Durchfahrt Richtung Mellrichstadt: Die Strecke zwischen Höchheim und Rothausen ist bis auf weiteres gesperrt. Foto: Regina Vossenkaul

Seit 29. Juli 2019 ist die Strecke der Staatsstraße 2275 zwischen Rothhausen und Höchheim komplett gesperrt. Das betrifft vor allem alle Autofahrer, die dort zwischen Mellrichstadt und Bad Königshofen unterwegs sind. Die Straße wird auf einer Länge von 1,6 Kilometern ausgebaut. Außerdem werden eine Kurve sowie die dort befindliche Kuppe abgeflacht, dadurch soll die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Umleitung ab Höchheim

Die Umleitung führt von Höchheim kommend über die Staatsstraße 2275 nach Gollmuthausen, von dort weiter über die Staatsstraße 2280 nach Waltershausen und zur Bundesstraße 279 bei Saal. Ab Saal führt die ausgeschilderte Umleitung über die B 279 bis nach Wülfershausen und von dort weiter über die Staatsstraße 2429 nach Junkershausen und Bahra. Weiter führt die Umleitung ab Bahra über die Kreisstraße NES 39 nach Hendungen und über die Staatsstraße 2275 nach Rappershausen und Rothausen. Von Rothausen kommend folgt die Umleitung in entgegengesetzter Richtung.

Für die Sperrung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen der Staatsstraße 2275 und Irmelshausen wird der Verkehr in Irmelshausen über Höchheim auf die Umleitungsstrecke verwiesen. Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf circa zwei Millionen Euro und werden vom Freistaat Bayern getragen.

Fast fertig: Die Kreisstraße von Althausen zum Sambachshof soll nächste Woche wieder geöffnet werden. Foto: Regina Vossenkaul

Wieder freie Fahrt zum Samsbachshof

Seit Anfang Juli ist zudem die Kreisstraße NES 43 zwischen Althausen und Sambachshof komplett gesperrt. Dort wurde die Fahrbahndecke erneuert. Die gute Nachricht ist: Die wichtigsten Arbeiten sind beendet und mit der Verkehrsfreigabe ist am kommenden Donnerstag, 15. August, zu rechnen, wie das Landratsamt mitteilt.

Das freut besonders den Märchenpark Sambachshof, den die Familie Eschenbach betreibt, denn dort sind die Auswirkungen der Sperrung deutlich spürbar. Die Umleitung erfolgt über Sulzfeld. "Die Leute finden uns teilweise nicht", sagt Angelika Eschenbach. Warum die Bauarbeiten gerade in der Hauptsaison sein mussten, fragt sie sich. "Wir sind wirklich sauer, wir haben mindestens ein Drittel Einbußen", so ihr Fazit.

Bleibt zu hoffen, dass der Freigabetermin eingehalten werden kann, denn am Feiertag, 15. August, werden wieder viele junge Familien einen Ausflug zum Sambachshof planen.