GROßBARDORF

306.000 Euro fließen nach Großbardorf

Froh über den Förderbescheid ist Großbardorfs Bürgermeister Josef Demar (2. von rechts), überreicht vom Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer (2. von links) im Beisein von Ottmar Porzelt, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung (links) und MdL Paul Knoblach (Bündnis90/ Die Grü... Foto: Hauke Seyfarth

Nach München fuhr Großbardorfs Bürgermeister Josef Demar am Montag, um sich den Förderbescheid in Höhe von 306.000 Euro für die Sanierung des Gemeindezentrums persönlich abzuholen. Eingeladen hatte die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, sie musste aber aus Krankheitsgründen kurzfristig absagen, deshalb übergab der Amtschef des Ministeriums, Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer die Förderbescheide.

Insgesamt 41 Gemeinden aus ganz Bayern können mit der Umsetzung ihrer geplanten Dorferneuerungsprojekte beginnen. „Mit dieser gezielten Förderung unterstützen wir die Kommunen aktiv dabei, sich weiter zu entwickeln und auf die Anforderungen der Zukunft einzustellen“, sagte Bittlmayer. Damit leiste der Freistaat einen wichtigen Beitrag, die ländlichen Regionen attraktiv und vital zu erhalten.

Insgesamt bekommen die ausgewählten Gemeinden mehr als 16 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) und der Förderoffensive Nordostbayern. Zu den 42 Dorferneuerungs- und Infrastrukturprojekten gehören beispielsweise die Errichtung von Dorfgemeinschaftshäusern, die Neugestaltung von Straßen und Plätzen sowie der Ausbau von Fußwegen und Ortsverbindungsstraßen. Ziel ist es die Lebensqualität zu steigern und die Entwicklung fördern – immerhin leben 60 Prozent der Bayern im ländlichen Raum. Durch die Stärkung ländlicher Gemeinden sollen die Dörfer als zukunftsfähige, attraktive und vitale Lebensräume erhalten bleiben.

Es könnten noch mehr Gemeinden gefördert werden, hieß es in der Übergabeveranstaltung, wie Demar berichtete. Viele Gemeinden befassen sich gar nicht mit diesen Förderprogrammen. Aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld war er diesmal der einzige Vertreter. Wie das Ministerium mitteilt, können sich Gemeinden, die heuer nicht zum Zug gekommen sind, im Sommer 2019 wieder für ELER-Projekte bei ihrem zuständigen Amt für Ländliche Entwicklung bewerben.

Für die Sanierung des Gemeindezentrums in Großbardorf stehen demnächst die Ausschreibungen an, mit dem Baubeginn rechnet der Bürgermeister zwischen Ostern und Pfingsten.

Die Arbeiten für die Sanierung des Gemeindezentrums in Großbardorf sollen voraussichtlich zwischen Ostern und Pfingsten beginnen. Foto: Regina Vossenkaul