BAD KÖNIGSHOFEN

Mit alten Handys Gutes tun

Die nicht mehr gebrauchten Handys liegen in vielen Haushalten oftmals in den Schubladen. Jetzt können sie einem guten Zweck zugeführt werden. Foto: Hanns Friedrich

Handys und Smartphones sind der schnelllebigen Zeit unterworfen. Kaum ist ein neues Modell auf dem Markt, sind die Vorgängermodelle häufig uninteressant und verschwinden in der Schublade oder landen gar im Elektromüll.

Die Kolpingsfamilie Bad Königshofen ruft nun zu Handy-Spenden auf. Unter dem Motto „Nicht mehr gebrauchte Handys spenden und Gutes tun“ unterstützen die Bad Königshöfer das Kolpingwerk Deutschland, das wiederum als Kooperationspartner von „missio Aachen“ und „missio München“ agiert.

Was geschieht mit den Handys? „Sie werden recycelt, um daraus wertvollen Rohstoffe zu gewinnen“, sagt Bernhard Weigand, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Bad Königshofen. Ein Anteil des Erlöses gehe dann zu gleichen Teilen an missio und das Kolpingwerk Deutschland.

Das Kolpingwerk Deutschland unterstütze mit seinem Anteil die Bewusstseinsbildung für die Bekämpfung von Fluchtursachen, missio Aachen und München finanzierten mit ihrem Anteil Hilfsprojekte im Kongo. Damit könnten die Lebensbedingungen der Menschen dort verbessert werden.

In den Handys und Smartphone sind wertvolle Erze und Metalle verbaut. Rohstoffe, die unter menschenunwürdigen Bedingungen im Kongo abgebaut werden. Die Menschen, die diese Stoffe aus dem Boden holen, sind oft schlimmster Gewalt ausgesetzt. Viele Menschen sind deshalb auf der Flucht oder versuchen zu fliehen.

Die Kolpingsfamilie Bad Königshofen beteiligt sich an der Handyspendenaktion und hat eine Annahmestelle eingerichtet. „Die Handys können jeweils vor und nach den Gottesdiensten in der Stadtpfarrkirche abgegeben werden. Dort steht eine Sammelbox“, erklärt Bernhard Weigand. Am Schriftenstand gibt es außerdem Sammeltüten.

Die Sammelaktion läuft bis Ende März diesen Jahres. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.kolping.de oder bei Bernhard Weigand (Tel. 09761/1241).