Franken in München mehr wahrnehmen

Christiane von Thüngen aus dem gleichnamigen Ort macht sich im Stimmkreis Bad Kissingen für die Partei Die Franken stark... Foto: Joachim Gehrig

Am Sonntag, 14. Oktober, sind alle Bayern zur Landtagswahl aufgerufen. Um Ihnen, liebe Leser, Ihre Wahl zu erleichtern, stellen wir Ihnen alle Direktkandidaten vor. Diese erhielten von uns acht Fragen:

Wo liegen Ihre Schwerpunkte in der Politik?

Auf den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Kultur, fränkische Geschichte und Identität.

Was würden Sie gerne an Bayern bewahren und was möchten Sie verändern?

Bayern soll Bayern bleiben! Aber Franken soll endlich in München noch mehr wahrgenommen werden. Ein Drittel von Bayern ist Franken.

Welche Partei liegt Ihnen – außer Ihrer eigenen – am nächsten? Würden Sie mit dieser eine Koalition eingehen?

Sollten wir als fränkische Regionalpartei in diese Lage kommen, werden wir uns über mögliche Koalitionspartner rechtzeitig äußern. Vorstellbar wäre die CSU, so könnte man das „Übel“ direkt bei den Hörnern packen!

Wie kann Ihrer Meinung nach der Technologiestandort Bayern gesichert und ausgebaut werden?

Der Technologiestandort (Alt-) Bayern ist hinreichend entwickelt und seine Zukunftsfähigkeit ist gewährleistet.

Vielmehr sollte das von den bayerischen Staatsregierungen seit dem Jahr 1992 vollmundig propagierte Landesentwicklungsprogramm (LEP) endlich auch in Franken umgesetzt werden („Invest in Frankonia“!).

Wie sehen Sie das weitere Vorgehen in der Flüchtlingsfrage?

Wir brauchen dringend das (seit Jahrzehnten nötige) Einwanderungsgesetz als Regulierungsinstrument. Der Art. 16a des Grundgesetzes sowie der subsidiäre Schutz von Flüchtlingen soll bleiben.

Viele Bürger sorgen sich um eine ausreichende gesundheitliche Versorgung. Wie kann diese gewährleistet werden?

Die Bezirke in Bayern sollten mehr Autarkie von München erhalten. Das könnte zum Beispiel beinhalten: Steuerhoheit zur Erfüllung subsidiärer Aufgaben, als da sind: Weinbau, Fischerei, soziale Einrichtungen, Krankenhäuser und ärztliche Versorgung auf dem Lande.

Was sind Ihre wichtigsten Anliegen für die Region?

Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und ein flächendeckendes schnelles Internet zur Förderung der heimischen Wirtschaft.

Die weitere Ansiedlung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen (zum Beispiel Max-Planck-Institute), um unseren „bleibewilligen“ Akademikern adäquate Arbeitsplätze in ihrer Heimat zur Verfügung zu stellen.

In welchen Politikbereichen möchten Sie so viel Freiheit wie möglich und wo wünschen Sie sich eine weitgehende staatliche Reglementierung? Nennen Sie jeweils 3 Punkte (ohne weitere Erläuterungen)

Freiheit: Kultur (Rückführung fränkischer Kulturgüter), Geschichte (Richtigstellung fränkischer Geschichte in bayerischen Schulbüchern) und Verwaltung (Wahl des Regierungspräsidenten durch das Volk, weniger Zentralismus).

Reglementierung: Polizei, Bundeswehr, Schule.

Steckbrief

Name: Christiane von Thüngen Alter: 77 Geburtsort: Würzburg Wohnort: 97289 Thüngen Parteizugehörigkeit: Partei für Franken, Die Franken Ausbildung/Beruflicher Werdegang: Abitur in Bad Brückenau, Geschäftsführerin Forstverwaltung Schelchstein Familienstand/Kinder: Verwitwet, zwei Söhne Ehrenämter: 18 Jahre im Kreistag Main-Spessart für die CSU, langjährige stellv. Kreisvorsitzende, 24 Jahre Gemeinderätin für die CSU in Thüngen, 12 Jahre Schöffin am Landgericht Würzburg Hobbys/Interessen: Jagd, Pferde, Land- und Forst Lieblingsverein: Fränkischer Bund e.V., BJV Ihr Vorbild: Karl XI. von Thüngen, Generalleutnant
Waldemar Bug, ÖDP
Waldemar Bug Foto: Bianca Fay