BISCHOFSHEIM

Eine Skulptur für die Holzbildhauerschule

Joachim Hasslan fertigte während des Bildhauersymposiums mit den Schülerinnen Sarah Wehner und Luzia Kreuz eine Büste aus einer Erdform. Sie gewannen den Jurypreis und belegten den zweiten Platz beim Publikumspreis. Foto: Marion Eckert

Im Rahmen der Triennale fand ein Bildhauersymposium an der Staatlichen Berufsfachschule für Bildhauer statt. Als Teilnehmer konnten sechs arrivierte Künstler gewonnen werden, die in der Mehrzahl alle ehemalige Schüler der Bischofsheimer Holzbildhauerschule sind. Mit jeweils zwei Schülern fertigten sie auf dem Freigelände neben dem Schulgebäude eine Skulptur oder Plastik.

Am Tag der offenen Tür waren die Besucher aufgerufen, die sechs Kunstwerke zu prämieren. Neben dem Publikumspreis tagte auch eine Jury, die ebenfalls eine Wertung erstellte. Den Jurypreis gewann der Künstler Joachim Hasslan (Niederwerrn), der gemeinsam mit Sarah Wehner und Luzia Kreuz eine „Büste mit Stele“ erstellte.

Das besondere dieser Arbeit ist, dass die Büste komplett in der Erde entstand. In den Boden wurde, quasi als Negativ-Form, die Grundform der Skulptur gegeben. Beton und Baustahl als Armierung wurden direkt in den Erdboden gegeben. Nach dem Aushärten wurden die beiden Teile aus der Erde gehoben, zu einer Figur zusammen gefügt und auf ein Fundament gesetzt. Die Büste steht nun dauerhaft am Rande des Schulgeländes.

Auf Platz zwei kam Hubertus Hess, der gemeinsam mit Felix Müller und Betty Bohr ein „Horn“ fertigte. Dritte wurde Dierk Berthel, der mit Ebba Radke und Vanessa Scholz eine Komposition aus Holz und Metall erstellte. Den Publikumspreis gewann Markus Schmitt, der sich mit Loui Bruckauf und Berit Riekemann dem Thema Holz biegen widmete. Auf Platz zwei kam ebenfalls Joachim Hasslan mit der Erdbüste. Ihre Preisgelder stifteten die Künstler den Schülern, die an den Werken beteiligt waren.