BISCHOFSHEIM

"Diese Schule ist ein Juwel"

Kurt Haßfurter war zweieinhalb Jahre Schulleiter der Staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim. Verabschiedet wurde er im Rahmen der Schulabschlussfeier mit einer Zeichnung, die Ebba Radke anfertigte und Michel Stenzel übergab und einer Druckgrafik, die Micha... Foto: Marion Eckert

Die Abschlussfeier an der Staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauer war mehr als die Übergabe von Zeugnissen für die sieben Absolventen. Es wurden außerdem diverse Preise an junge Künstler für besondere Leistungen übergeben und Schulleiter Kurt Haßfurter wurde verabschiedet.

Zweieinhalb Jahre war Haßfurter Schulleiter der Bischofsheim Holzbildhauerschule. Diese Zeit habe ihn geprägt wie sonst keine Zeit in seiner beruflichen Laufbahn, dankte er den Schülern und Lehrern für ihren besonderen Geist. Ein Geschenk hatte er für die Schule zum Abschied mitgebracht: „Die externe Überprüfung hat ergeben, dass die Bischofsheimer Holzbildhauerschule die beste jemals in Bayern überprüfte Schule ist.“ Dies sei ihm vom Expertenteam des Freistaats so übermittelt worden.

Den Absolventen gab er neben den besten Wünschen für ihre berufliche und private Zukunft den Wunsch mit auf den Weg, das theoretische und praktische Wissen und Können, das ihnen in der Schule vermittelt wurde, gewinnbringend einsetzen werden. Viele Inspirationen für neue Werke wünschte er ihnen sowie den Mut und die Fähigkeit, stets die richtigen Fragen zu stellen. Die jungen Künstler mögen sich aber auch von Rückschlägen nicht entmutigen lassen, sondern aktiv an ihrer Weiterentwicklung arbeiten.

Auf die in Bischofsheim genossene Ausbildung könne nun aufgebaut werden. Die Qualifikationen, die sie bereits erworben haben, seien die Basis für eine erfolgreiche Karriere. Aber natürlich bedürfe es auch eines Quäntchens Glück, das der Schulleiter ihnen ebenso wünschte. „Sie werden Ihren Weg gehen, da bin ich sicher.“

Den Staatspreis der Regierung von Unterfranken bekam Anne Münter (Marburg) für ihren exzellenten Notendurchschnitt. Auch der Philipp-Mendler-Preis des Landkreises Rhön-Grabfeld wurde an Anne Münter verliehen. Die Jurybegründung: „Bei ihrer konsequenten und disziplinierten Auseinandersetzung mit bildhauerischen Fragestellungen zeigte sie durchgängig ein hohes Niveau an bildhauerischer Selbstreflexion.“

Die Preise der Stadt Bischofsheim übergab Bürgermeister Georg Seiffert an Ebba Radke (Dorotea/Schweden), Kerstin Sporck (Ostheim) und Sophia Wulhorst (Bovenden). Verliehen wurden die Preise für konzentrierte, engagierte und zuverlässige Arbeitsweise sowie ein positives Einbringen sowie empathisches Verhalten innerhalb der Schulfamilie. Alle drei Schülerinnern sind im zweiten Ausbildungsjahr und seien diesen Kriterien im Verlaufe ihrer Zeit an der Holzbildhauerschule in vorbildlicher Weise gerecht geworden, so der Bürgermeister.

Die Holzbildhauerschule sei eine für Bischofsheim wichtige Einrichtung, das zeige sich auch daran, dass bei der Abschlussfeier alle drei Bürgermeister anwesend waren. „Diese Schule ist ein Juwel“, sagte Seiffert und dankte Haßfurter, der mit Engagement und Leidenschaft für diese Schule brenne. In Seifferts Augen habe Haßfurter kluge und richtige Personalentscheidungen getroffen

Der stellvertretende Landrat Peter Suckfüll würdigte die Leistungen der Absolventen und der Holzbildhauerschule für den Landkreis Rhön-Grabfeld im Allgemeinen. Als Bildungsregion leiste sich der Landkreis diese außergewöhnliche Schule und gedenke in Zukunft auch in die bauliche Situation zu investieren. Ein Lob sprach er dem Schulleiter sowie den verantwortlichen Lehrkräften Martin Bühner und Michael Kühnert für die Neuausrichtung und Öffnung der Schule aus. Allen an der Schule Lernenden und Lehrenden wünschte er weiterhin soviel Schaffenskraft. Das Berufsfeld biete viele Möglichkeiten zur Entfaltung der eigenen Kreativität und Persönlichkeit.

Martin Bühner nutzte die Abschlussfeier, Kurt Haßfurter zu danken. Auch wenn er fünf Schulen als Schulleiter vorstand, die Bischofsheimer Holzbildhauerschule habe sich, als die kleinste Schule, nie als fünftes Rad am Wagen gefühlt. „Sie haben sich mit Leidenschaft und Energie für die Schüler und das Personal eingesetzt.“ Sein Netzwerk habe Haßfurter für die Schule gewinnbringend und erfolgreich eingesetzt.

Michael Stenzel überbrachte im Namen der Schüler seinen Dank. „Sie haben der Schule neuen Schwung verliehen und für uns Schüler stets ein offenes Ohr gehabt.“ Eine Zeichnung, angefertigt von Ebba Radke, und eine Druckgrafik überreichten Stenzel und Bühner an den scheidenden Schulleiter. „Ich bin sprachlos und bewegt“, dankte Haßfurter. „Die Schule hat mich ein Stück weit neu geformt.“

Preisvergabe an der Staatlichen Holzbildhauerschule Bischofsheim. Der stellvertretende Landrat Peter Suckfüll übergab den Staatspreis und den Philipp-Mendler-Preis des Landkreises an Anne Münter. Kerstin Sporck und Ebba Radke erhielten von Bürgermeister Georg Seiffert den Preis der Stadt Bischofsheim. Es gratulierte Schulleiter Kurt Haßfurter. Foto: Marion Eckert
Schulabschluss an der Staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim. Das Bild zeigt von links: Martin Bühner (Künstlerischer Leiter), Peter Suckfüll (stellvertretender Landrat), Herwig Kemmerich (Lehrer), Michel Stenzel (Schönau), Constantin Stähr (Fulda), Luisa Hawener (Riedenberg), Marie Kienemund (Kreuzlingen/Schweiz), Anne Münter (Marburg), Gesine Noll (Gauersheim), Isabell Weißhaupt (Ochsenfurt), Michael Kühnert (Lehrer) und Schulleiter Kurt Haßfurter. Foto: Marion Eckert