BRENDLORENZEN

Größtes Radsport-Event der Region

Zum zwischenzeitlich 27. Mal richtete der TSV Brendlorenzen heuer den beliebten Rhöner Kuppenritt aus, der bei insgesamt acht abwechslungsreichen Touren wieder ein Erlebnis für Jung und Alt darstellte. Foto: Gunther Fink

Nun gut, an die Bekanntheit einer Tour de France reicht der Rhöner Kuppenritt zwar nicht ganz heran. Doch bei der Traditionsveranstaltung des TSV Brendlorenzen, die zum 27. Mal für die breite Öffentlichkeit ausgetragen wurde, handelt es sich seit dem „Aus“ der internationalen Mainfranken-Tour im Jahr 2010 wohl immerhin um das größte Radsport-Event der Region, an dem auch heuer wieder insgesamt 1.728 Teilnehmer mitmachten.

Dass man damit relativ deutlich unter der Rekordbeteiligung des Jahres 2002 (3.211 Starter) lag, wurde von der Chefetage um die beiden Vorsitzenden Jürgen Maul und Reiner Kortmann sowie Radsport-Abteilungsleiter Norbert Hanft auch auf das durchaus regnerische Wetter zurückgeführt, das man jedoch positiv als „angenehme Abkühlung“ bewertete. So wie der 47-jährige Niederwerrner Stammgast Hans-Peter Seifert („die äußeren Bedingungen fand ich gut“), der mit seiner insgesamt fünfköpfigen Hobby-Truppe zu den 335 Pedaleuren auf der großen Mountainbike-Schleife über 70-Kilometer zählte und der hernach voll des Lobes war.

„Sonst fahren wir ja immer in Schweinfurt und Umgebung. Da ist das hier eine willkommene Abwechslung mit einer herrlichen Landschaft. Rund einen Kilometer vor dem Kreuzberg hatten wir einen Plattfuß. Aber sonst war alles top – egal ob Verpflegung, Beschilderung, Ablauf oder auch die Atmosphäre. Von meiner Seite aus daher keine Verbesserungsvorschläge. Super ist auch die Massage“, für welche die örtliche ESB-Berufsschule für Physiotherapie verantwortlich zeichnete.

Mehr Starter als auf dem langen MTB-Kurs gab?s lediglich auf der sogenannten Familientour (Volksradfahren) über 24 Kilometer, die 485 Mal in Angriff genommen wurde. 317 Biker traten derweil auf der 46 Kilometer langen Runde für die Gelegenheitssportler in die Pedalen. Darunter auch die Strahlungerin Silke Fischer-Hein, die gemeinsam mit ihrem Mann Herbert Hein sowie dem Nachbar-Ehepaar Bärbel und Manfred Jentzsch „eigentlich sogar 70 Kilometer“ bewältigte, „weil wir ja auch von zu Hause hin und wieder zurück gefahren sind“. Lobend erwähnt wurde von dem Quartett aus dem „Wolfsrudel“ vor allem die vorbildliche Organisation mit „guter Verköstigung“ unterwegs.

Der besondere Dank der Hauptorganisatoren galt im Gespräch all denjenigen, die zum abermaligen Gelingen der Veranstaltung beitrugen. Diesbezüglich können die Brendlorenzer nicht zuletzt auf ein bewährtes Helferteam („da weiß jeder, was zu tun ist“) von gut 100 Personen zählen, welches Probleme im Nu zu meistern weiß. So wurde diesmal beispielsweise auch umgehend Ersatz für ein aufgrund von technischen Problemen ausgefallenes Streckendienst-Fahrzeug organisiert.

Beim Unterhaltungsprogramm auf dem Sportplatz begeisterte nicht zuletzt das Fußball-Rodeo, das Norbert Hanft mit einem Augenzwinkern feststellen ließ: „Die Kinder sind hier erfolgreicher als unsere Nationalmannschaft.“ Das Gros der mitunter auch über 80-jährigen Teilnehmer kam aus dem fränkischen und thüringischen Raum, wobei der Ausrichter aber auch Anreisen aus Hannover oder dem Münchner Raum vermeldete. Stärkste Gruppe war dabei die Firma Siemens mit 344 Meldungen.

Insgesamt wurden beim diesjährigen Rhöner Kuppenritt, der neben dem freitägigen Bad Neustädter Stadtlauf sowie der samstägigen Schwimm-Session im Triamare auch wieder zu den Wellness- und Bewegungstagen im Rahmen des IRhönman zählte, auf den acht angebotenen Strecken 101.860 Kilometer wie folgt absolviert: Tour 1 (24 km): 485 Starter = 11.640 km, Tour 2 (46 km): 317 Starter = 14.582 km, Tour 3 (70 km): 151 Starter = 10.570 km, Tour 4 (112 km): 120 Starter = 13.440 km, Tour 5 (172 km): 49 Starter = 8.428 km, Tour 6 (205 km): 54 Starter = 11.070 km, Tour 7 MTB (40 km): 217 Starter = 8.680 km, Tour 8 MTB (70 km): 335 Starter = 23.450 km.

Windschattenfahren war vor allem auf den langen Rennrad-Strecken angesagt. Foto: Gunther Fink
Das regnerische Wetter wurde von zahlreichen Teilnehmern positiv als angenehme Abkühlung gewertet. Foto: Gunther Fink
Das Strahlunger Quartett (von links) Bärbel Jentzsch, Silke Fischer-Hein, Herbert Hein und Manfred Jentzsch nahm die 46-Kilometer-Tour in Angriff. Foto: Gunther Fink
Die Hauptorganisatoren (von links: Jürgen Maul, Norbert Hanft und Reiner Kortmann) konnten in diesem Jahr 1.728 Teilnehmer bei der Traditionsveranstaltung begrüßen. Foto: Gunther Fink
Nadja Schätzlein beim Massieren des Niederwerrner Stammgastes Hans-Peter Seifert. Foto: Gunther Fink