BAD NEUSTADT

Mit den "Flying Socks" rausgeflogen

Team Ninja Warrior
Für die „Flying Socks“ kam kurz vor dem Finaleinzug das Aus (von links): Daniel Schmidt (Kapitän), Antonia Quindel und Gary Hines. Foto: MG RTL D/Stefan Gregorowius

Auf sieben Metern Höhe im Kamin kam das Aus. Die Finalserie von Gary Hines bei „Ninja Warrior Germany“ ist am Sonntagabend gerissen. Bei der diesjährigen neuen Teamvariante der RTL-Unterhaltungsshow flog der 34-jährige Handballer des HSC Bad Neustadt mit seinem Team „Flying Socks“ in Duisburg denkbar knapp vor dem Einzug ins große Finale raus. Die Enttäuschung hielt sich aber insgesamt in Grenzen. „Es war aufregend, hat jede Menge Spaß gemacht und vielen Dank an meine Teammitglieder für die großartige Leistung“, so der US-Amerikaner.

Dabei hat nicht viel gefehlt und es wäre für die „Sockenträger“ Hines sowie seine beiden Mitstreiter Daniel Schmidt und Antonia Quindel noch ein großer, „geflügelter“ Auftritt in zwei Wochen im großen Finale hinzugekommen. In der Vorrunde im ersten Parallelparcours ging es gegen die Kontrahenten von „Indian Fire“ um eine gute Ausgangsposition für den weiteren Verlauf. Die Hindernisse waren dabei sowohl für Schmidt als auch Hines nicht gänzlich unbekannt. Beide hatten schließlich schon zwei Mal an den regulären Ninja-Soloausgaben teilgenommen, worüber auch der Kontakt für den Teamzusammenschluss zustande kam. Ein Mix aus Sprung- und Armkraft war notwendig.

Schmidt gewann sein erstes Duell, seine Freundin dagegen zog in der weiblichen Auseinandersetzung den Kürzeren, weswegen der HSC-Akteur beim Stand von 1:1-Punkten für die erste Entscheidung sorgen musste. Hines begann mit hohem Tempo und erarbeitete sich schnell einen kleinen Vorsprung, der es ihm erlaubte, beim Entlanghangeln an mikadoähnlichen Stangen etwas Tempo herauszunehmen. Letztendlich erklomm der 34-Jährige souverän als Erster die legendäre Wand und sorgte für den 3:1-Vorrundensieg. Und so hatten die „Flying Socks“ in Runde 2 den Vorteil, gegen einen anderen Verlierer aus den ersten Duellen antreten zu können.

Vom Gegner „Superdudes“ gab es vorab ein ehrfürchtiges „Lob“ an Hines. „Das ist ein Biest: Zwei Meter groß, zwei Meter breit. Ich werde aber versuchen, mich an seine Socken zu klemmen.“ Analog zur Vorrunde stand es vor dem finalen Durchgang erneut 1:1. Der HSC?ler behielt wieder die Nerven und machte schon nach wenigen Sekunden die Finalqualifikation fix, da sein Gegner am Rohrschlitten schnell ins Wasser fiel.

So hieß das Duell um den Finaleinzug „Flying Socks“ gegen „Taraxacum“, das in einem Staffellauf zu absolvieren war. Jedes Teammitglied hatte nacheinander drei Hindernisse zu absolvieren. Den Rückstand, den sich Schmidt und Quindel gegen die starken Kontrahenten zuvor eingehandelt hatten, war schließlich zu groß. Hines holte zwar noch auf, musste aber drei Meter vor dem Erklimmen des Kamins mit ansehen, wie die Gegner über den Einzug ins Finale jubeln durften.

So lautet die Devise für den 34-Jährigen: Nach „Team Ninja Warrior Germany“ ist vor „Ninja Warrior Germany“. „Ich kann kaum erwarten, wieder in den Parcours zu gehen“, schrieb er seinen Fans voller Vorfreude auf dem sozialen Netzwerk „Instagram“. Im Herbst geht die sportliche Unterhaltungsshow in Karlsruhe in ihre dritte Staffel. Dann ist auch der „geflügelte“ Amerikaner wieder ganz auf sich alleine gestellt und stellt sich aller Voraussicht nach erneut dem härtesten Parcours der Welt.