BAD NEUSTADT

Vorerst keine Funkwasserzähler

Die Stadtwerke Bad Neustadt führen erst einmal keine Funkwasserzähler (Symbolbild) ein. Foto: ArchivKamstrup Austria GmbH

Der Diskussion um Sinn und Nutzen von Funkwasserzählern gehen die Stadtwerke aus dem Weg. Die neue Technik wird (zunächst) nicht in das Versorgungsgebiet der Stadt Einzug halten. Darauf verständigte sich der Stadtrat einstimmig nach Empfehlungen durch die Stadtwerke.

In der Wasserabgabesatzung wird die Einrichtung von Funkwasserzählern jedoch eingefügt. Damit die Satzung in ein paar Jahren noch aktuell sein wird, wenn vielleicht doch der Funkwasserzähler in jedes Haus eingebaut werden muss.

Ulrich Leber, Leiter der Stadtwerke, stellte in der Stadtratssitzung Aktualisierungen der Satzung der Stadtwerke vor. Die bislang gültige Satzung stammt aus dem Jahre 1981 und damit aus einer Zeit, in der der Funkwasserzähler noch gar nicht erfunden war. Dessen Einsatz wäre nach der aktualisierten Satzung zwar möglich, kommen wird er aber vorerst nicht.

Die Datenschutzprobleme, die Funkbelastung und der jeweils mögliche Einspruch gegen die neue Technik von Seiten der Hauseigentümer lassen die Stadtwerke zögern, die neue Art des Zählens einzuführen. Wenig Sinn machen die Funkwasserzähler ebenso, wenn zudem der Stromverbrauch vor Ort abgelesen werden muss und deshalb ohnehin ein Mitarbeiter der Stadtwerke zu den Kunden geht. Auch die Amortisationsdauer von mehr als zehn Jahren schreckt die Stadtwerke vor der Einführung ab.

Für einige wenige Stadtteile wird sich beim Ablesen des Wasserstandes aber trotzdem etwas ändern: Die Stadtwerke setzen in einzelnen Bereichen auf das Selbstablesen mit Ablesekarten. „Dies betrifft jedoch nur Stadtteile, die wir ausschließlich mit Trinkwasser versorgen mit Ausnahme des Stadtteils Löhrieth“, sagte Leber.

Ob der Funkwasserzähler in einigen Jahren trotzdem kommen wird, muss dann der Stadtrat neu entscheiden.