WÜRZBURG

Vorbilder gelebter Nachhaltigkeit

Die Gewinner des Nachhaltigkeitspreises und ihre Gratulanten (von links): Oberbürgermeister Christian Schuchardt (Würzburg), stellv. Landrat Emil Müller (Bad Kissingen), Sebastian Preil, Bernd Kaufer (beide Brose), Michael Albert (Albert Haus), Jürgen Goj (Brose), Uwe Schneider (... Foto: Region Mainfranken GmbH

In diesem Jahr suchte die Region Mainfranken GmbH wieder Arbeitgeber, die in Sachen nachhaltiges Wirtschaften mit gutem Beispiel vorangehen. Und wurde fündig: Gewinner des Nachhaltigkeitspreises Mainfranken 2017 sind Martin Weber Haustechnik (Kategorie 1-10 Mitarbeiter), die Hubert Schneider GmbH und die Albert Haus GmbH & Co. KG (beide Kategorie 11-50 Mitarbeiter), die Bionade GmbH (Kategorie 51-250 Mitarbeiter) sowie die Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG (Kategorie über 250 Mitarbeiter). Ihre Würdigung fanden die unternehmerischen Leistungen bei der Eröffnung der diesjährigen Mainfranken-Messe in Würzburg.

Aus einem Bewerberfeld, das von einem außerordentlichen betrieblichen Engagement zeugte, stachen die Sieger durch ihren herausragenden Einsatz in den Schwerpunktthemen Klima, Energie und Ressourcen heraus und wurden von der mit Vertretern der IHK Würzburg-Schweinfurt, der Handwerkskammer für Unterfranken und der Energieagentur Unterfranken besetzten Fachjury zu den Gewinnern der diesjährigen Wettbewerbsrunde gewählt.

Nachhaltigkeit werde bei der Hubert Schneider GmbH (Kleineibstadt) groß geschrieben, stellte die Jury fest. Die Bau- und Möbelschreinerei werde über eine eigene Photovoltaikanlage nicht nur ganzjährig mit Öko-Strom versorgt, eine neue mit Hackschnitzel und Sägespänen betriebene Zentralheizung fungiere auch als regeneratives Wärmenetz. Im Bereich nachhaltiges Ressourcenmanagement setze das Handwerksunternehmen aus dem Grabfeld unter anderem auf Holz von FSC- und PEFC-zertifizierten Herstellern und leiste über Wiederaufforstungsmaßnahmen nachhaltige Investitionen für die Zukunft. Dank umfassender energetischer Optimierung von Betriebsgebäude und -anlagen – etwa durch Dämmung, energieeffiziente Maschinen und LED-Technik – sei der Betrieb auch in Sachen sparsamer Energieverbrauch gut aufgestellt.

Mit einem eindrucksvollen Spektrum betrieblicher Anstrengungen arbeite der Getränkehersteller Bionade GmbH (Ostheim) erfolgreich an der Umsetzung seiner Philosophie für nachhaltiges Wirtschaften. Eine Schlüsselrolle spielten in diesem Zusammenhang neben der energetischen Ertüchtigung von Betriebsgebäuden und -anlagen auch die Unterstützung zahlreicher regionaler Initiativen zum Erhalt biologischer Vielfalt und natürlicher Ressourcen sowie Maßnahmen im Bereich nachhaltiges Ressourcenmanagement. So würden etwa für die Bionade ausschließlich Rohstoffe aus 100 Prozent ökologischer Landwirtschaft verwendet. Basis hierfür bilde ein ganzheitliches Supply Chain Management, welches für Transparenz in der Lieferkette und damit für die Einhaltung der Bio-Qualitätsstandards sorge.

Nachhaltigkeit sei für die Albert Haus GmbH & Co. KG (Burkardroth), Hersteller von Holz-Fertighäusern, Voraussetzung für dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg. Die Firma Martin Weber Haustechnik (Würzburg) beeindrucke mit einem überdurchschnittlichen Engagement in Sachen Klima- und Umweltschutz. Und beim betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz setze die Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG (Würzburg) Maßstäbe.

Im Rahmen der Preisverleihung würdigte der Laudator, der Würzburger Landrat Eberhard Nuß, in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der Region Mainfranken GmbH die unternehmerischen Leistungen. „Die Sieger treten den Beweis an, dass Ökonomie, Ökologie und Soziales durchaus in Einklang zu bringen sind, ohne den wirtschaftlichen Erfolg zu gefährden. Mit ihrem Einsatz, der weit über das Normalmaß hinausgeht, leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, Mainfranken nachhaltiger zu gestalten.“