GARTENSTADT

Trotz kurzer Vorbereitung eine gute Session

„Trotz der kurzen Vorbereitungszeit gelang es dem erst im September vervollständigten Vorstand des Karnevalsvereins Stadtgarde, eine gute Session auf die Beine zu stellen“, lobte Präsident Marco Raschke seine Mitstreiter und bezog die Besucher der Jahreshauptversammlung mit allen Akteuren mit ein. Stressig sei es gewesen, auch ein paar Stolpersteine wie den Kinderfasching habe es gegeben, aber insgesamt habe niemand von den Gästen gemerkt, dass vieles mit Hauruck auf die Beine gestellt werden musste. „Im Gegenteil: Die Prunksitzungen kamen hervorragend an.“

An die Gesamteinschätzung „Wir sind eine tolle Truppe“ schloss sich allerdings auch der eindringliche Appell an alle Elferräte an, die Arbeit nicht nur einigen wenigen zu überlassen. Kritik übte Raschke zudem am Trainingsverhalten einiger Gardemädchen, in einem Fall wurde bereits die Konsequenz des Ausschlusses gezogen. Der Bühneneindruck stimme nur, „wenn alle Mädchen gut und mit Herzblut tanzen und lachen“. Mit gelegentlichem Training sei das nicht machbar.

Eine geringe Beteiligung hatte diesmal das Heringsessen, während sich das Vereinsfrühstück am Turnierwochenende zum Renner entwickele. Nicht nur die Leistungen von Tänzerinnen, Trainerinnen, Gruppenbetreuern und Präsidium fanden Anerkennung, auch Raschkes Mut zum Weitermachen in schwieriger Situation wurde von der Versammlung gelobt.

Sitzungspräsidentin Franziska Kneuer blickte auf eine Vielzahl von Einsätzen in der vergangenen Session zurück. Als gute Idee habe sich der Gemeinschaftstanz aller Garden erwiesen, nachhaltigen Eindruck hinterließen die Sitzungsbesuche in Bischofsheim und Schweinfurt. Freude trug die Stadtgarde auch in zwei Seniorenheime.

Bereits jetzt haben die Garden das Training für die kurze Session 2017/18 aufgenommen, die am 11. November mit Rathaussturm und Ordenskommers beginnt und bereits am 14. Februar mit dem Heringsessen ausklingt. Als Termine für die Prunksitzungen wurden der 19. und 20. Januar festgelegt, Kinderfasching wird am 10. Februar gefeiert. Bereits in der nächsten Woche soll eine Übersicht auf die Homepage gestellt werden.

„Bedingt durch verschiedene Anschaffungen wie Orden, Kostüme und Technik wurde 2016 geringfügig mehr ausgegeben als eingenommen“, berichtete Kassier Andreas Schmitt. An seiner Kassenführung hatten die Prüfer Max Mages und Roland Raschke nichts zu beanstanden. Bedauert wurde, dass diesmal keine Spenden eingingen, hervorgehoben, dass alle Garden ihr Budget nicht voll ausgeschöpft haben. Damit möglichst wenig Kosten für die Kostümanschaffung anfallen, werden dringend mehrere Näherinnen gesucht, denen es Freude macht, Kostüme zu schneidern.

Damit die Gäste nach der Prunksitzung noch Lust haben, die Bar zu besuchen, fasst der KVSG ins Auge, die Anfangszeit auf 19 Uhr vorzuziehen. Einen Comedyabend mit Martin Schneider stellte Marco Raschke für den 7. Oktober im Stadtsaal in Aussicht.