GARTENSTADT

Ein Hauch von "Karneval in Venedig"

Zur ersten großen Prunksitzung lud der Karnevalsverein Stadtgarde in den Gartenstädter Stadtsaal ein und es sollte ein wahres Feuerwerk der guten Laune und vor allem des generationenübergreifenden Miteinanders in der fünften Jahreszeit werden. In kürzester Zeit hatte es „ausverkauft“ geheißen. Das Programm mit schwungvollen Gardetänzen, beeindruckenden Showtänzen, humorvollen Büttenreden, herzerfrischendem Klamauk und Schunkelrunden mit Alleinunterhalter Kay Lehnert aus Oberthulba bot für jeden etwas. Ein Höhepunkt jagte den anderen. Es wurde ein wahres Fest für die Sinne und vor allem der Freude.
Eine Reise nach Venedig. Die Gartenstädter Tanzgruppe „Danza Venezia“ bot eine berauschende und farbenprächtige Bühnensh... Foto: Fotos (3): Andreas Sietz

So war es auch für die beiden durch das Programm führenden Sitzungspräsidenten Marco Schmitt und Franziska Kneuer eine besondere Ehre, den Faschingshochadel der befreundeten Gastgesellschaften aus Elfershausen, Aschfeld und Fuchsstadt begrüßen zu dürfen. Nachdem der Elferrat seinen Platz eingenommen hatte und schnell ein dreifach donnerndes „Gartenstadt, Gastgarden, Franken helau“ geprobt wurde, ging es auf der Bühne und im Saal schon schwungvoll zu.

Zum Auftakt tanzte eine KVSG-Formation, die unterstrich, dass die Stadtgarde eine große Familie ist. Dann kam die große Zeit der letzten Einhörner. Mit den Sterntalern, das sind die Jüngsten der gastgebenden Garde, wurde auf niedliche Weise in das Glückszauberland eingeladen. XXL-Applaus gab es für Emily Gerlach nach ihrer Solotanzpremiere. Tänzerisch folgten die Sternschnuppen, die Ministarlights und die Milkyways der Gartenstadt, die Elfershäuser sowie die Aschfelder Garde mit tollen Tänzen. Ein lang anhaltender Applaus war allen sicher.

Für einen wahren Augenschmaus sorgte die Tanzgruppe „Danza Venezia“ aus dem Gartenstädter Studio „Vitality Circle“, die mit ihren venezianischen Kostümen in vergangene Zeiten einluden. Als kleine Seemänner wirbelten die Sternschnuppen über die Bühne und legten sich mit einem gefährlichen Hai an. Die Ministarlights hatten Liebeskummer und flotte Samba-Rhythmen mit den Fuchsstädtern vertrieben den Winterblues. In die Straßen von New York lud das Männerballett aus Oberthulba ein. Eindrucksvoll unterstrichen die flotten Jungs, dass Showtanz kein Frauenmonopol ist. „Tussi-Terror“ gab es zum Finale der Tanzshows mit den Milkyways, die voll im Schönheitswahn steckten und am Ende feststellten, „schön, schön, schön sind wir sowieso alle“.

Ein Abend ohne Büttenreden geht an Fasching gar nicht und so begaben sich Inge Mühlfeld und Kirsten Röder als zwei von insgesamt 169 Akteuren auf die Bühne. Per moderner Technik waren die beiden Putzfrauen auf Männersuche und griffen bei ihrer Romeo-Suche auch schon einmal selbst zur Gitarre. KVSG-Präsident Marco Raschke übte sich mit der Straßenverkehrsbeschilderung im Babysitten. „Unser Nachwuchs versteht vielleicht nicht jedes Wort, Bilder dafür schon eher und man muss nicht in eine Stadtratssitzung, damit das Baby schläft“, so Raschke. Bürgermeister Bruno Altrichter nahm dies als „Mafiosi“ verkleidet mit einem Lächeln entgegen.

Für 100-prozentige Lachgarantie sorgten die „Köäls“ aus Lauter. Vom Gangsterrapper zum Schwanenballett mutierten Dominik Schlereth, Timo Nürnberger und Peter Metz und als Cowboys brachten sie den Saal zum Toben. Otmar Schraut schlüpfte diesmal in die Rolle von Hugo, dem Enkel von Bauer Eugen. Auf einem großen Stuhl erklärte der Lausbub den Unterschied zwischen einem Knochen und dem Elferrat. Der eine ist für den Hund, der andere für die Katz.

Vom Kölner Karneval zum „Neuschter Fasching“ kam Nico Rossmann. Er brillierte als Einmann-Tänzer mit zwei Gesichtern und lud Gäste aus dem Publikum zu einer sportlichen Einlage ein. Als er über Klöße mit Soße sang, bebte der Saal. Als Josef Voigt als betrunkener Ehemann seiner Frau Franziska Kneuer Rede und Antwort stehen musste und dies sangesgewaltig tat, machte der ganze Saal mit. Mit dem schwierigen Alltagsleben eines Polizisten bereicherten Timo Nürnberger und Peter Metz den Abend.

Für den unterfränkischen Präsidenten der Föderation Europäischer Narren, Heiko Förster, und den Vizepräsidenten Stefan Grafe war es eine besondere Ehre, verdiente KVSG-Mitglieder mit höchsten Auszeichnungen zu würdigen. Ingrid Schopf erhielt den Narren von Europa in Gold, Nadine Breitinger den Narren von Europa in Bronze und mit der höchsten bayerischen Auszeichnung, dem „Lachenden Löwen von Bayern“, wurde Marlies Kiesel bedacht. Bei soviel Ehre erhob sich der ganze Saal und der Applaus war überschwänglich.

Mit kleinen Einhörnern, dargestellt durch die Sterntaler, startete die tolle Prunksitzung der Stadtgarde. Foto: Andreas Sietz
Otmar Schraut berichtete über das schwere Leben eines Kindes. Foto: Andreas Sietz
Mit höchsten Auszeichnungen wurden im Rahmen der Prunksitzung der Stadtgarde verdiente KVSG-Mitglieder geehrt. Von links: Sitzungspräsident Marco Schmitt, Ufra-FEN-Vizepräsident Stefan Grafe, Marlies Kiesel (Lachender Löwe von Bayern), KVSG-Vizepräsident Ronald Weisenseel, Ingrid Schopf (Narr von Europa in Gold), Nadine Breitinger (Narr von Europa in Bronze), KVSG-Präsident Marco Raschke, FEN-Präsident (Unterfranken) Heiko Förster sowie Sitzungspräsidentin Franziska Kneuer. Foto: Andreas Sietz