BAD NEUSTADT

Narretei in der „Kranstadt“

Unter den flotten Klängen des Gartenstädter Musikvereins zog ein bunter Gaudiwurm voller Karnevalisten durch das Hohntor in Richtung Marktplatz und schließlich vor das Rathaus. Ihr Ziel war klar, es sollte Heiterkeit in die Geschicke der Stadt einziehen. Zumindest in der fünften Jahreszeit.
Ein bunter Gaudiwurm voller Gardemädchen und Narren zog vom Hohntor zum Rathaus, um dieses zu erobern. Foto: Andreas Sietz

Immer wieder donnerte ein lautstarkes „Gartenstadt Helau“ aus den Kehlen der Narren, allen voran die beiden neuen KVSG-Sitzungspräsidenten Franziska Kneuer und Marco Schmitt. „Ihr Faschingsnarren, Stürmen hat heute keinen Wert, das Rathaus ist komplett versperrt. Kranstadt werden wir auch genannt, das viele Bauen macht uns schon bekannt.“ Umleitungsschild und Absperrband nützten den Ratsherren und Frauen um Bürgermeister Bruno Altrichter nichts und die großen Transparente schreckten keinen ab. Vor allem weil die Stadtgarde auf die Unterstützung der Nes-Ka-Ge, der MKG aus Mellrichstadt sowie auf die Karnevalsfreunde aus Bischofsheim und Wegfurt bauen konnte.

Mit Schutzhelm, Mörtelkelle und Arbeitskluft stellten die Stadträte fest, dass sie eine starke Macht seien und der Stadtchef unterstrich, dass es diesmal nichts mit der offenen Tür werde. Vielmehr lud er alle auf eine der vielen Baustellen in und um Bad Neustadt ein.

Nach einer Schunkelrunde zum Aufwärmen forderte Franziska Kneuer Arbeitsteilung. Die Räte sollen auf die Baustelle und die durchfrorenen Karnevalisten könnten die Arbeit in den warmen Amtsstuben übernehmen. Altrichter feuerte gemeinsam mit seinen Kollegen die Bonbonkanone ab. Schließlich wurden im Rathaus die Helme gegen Narrenkappen eingetauscht und friedvoll stieß man gemeinsam auf die Zeit der Narren an.