KREUZBERG

Ein Skifahrerstüble im Elisäus

Der Skiverband Unterfranken wurde 1952 im ehemaligen Gasthaus Hohn auf dem Kreuzberg gegründet. Heute befindet sich in dem Gebäude der Berggasthof Elisäus, betrieben von der Franziskaner Klosterbetriebe GmbH. Als Geschäftsführerin Angelika Somaruga erfuhr, dass der Skiverband seine Gründungsstätte auf dem Kreuzberg hat, beschloss sie spontan, den kleineren Nebenraum des Elisäus als „Skifahrerstüble“ zu bezeichnen, ein Schild anzufertigen und das Ambiente entsprechend umzugestalten. Alte Holzski, ein historischer Schlitten und Winterbilder aus früherer Zeit schmücken den Raum. Besonders fällt das großformatige Bild von Bruder Valentin ins Auge, der mit Ski ausgestattet im Habit im Schnee unterwegs ist.
Der Skiverbandsvorsitzende Winfried Pöpperl (von links) ehrte Hans Beck, Alfred Gundelach und Gustav Schrenk für ihre En... Foto: Marion Eckert

Für das Skifahrerstüble hat der Vorstand des Skiverbandes eine Urkunde anfertigen lassen, die an Angelika Somaruga übergeben wurde. Außerdem überreichte der Skiverbandsvorsitzende Winfried Pöpperl den Ehrenbrief des Skiverbands Unterfranken, als Dank für die großzügige und jahrzehntelange Unterstützung bei Veranstaltungen. Die Geschäftsführerin versicherte die Verbundenheit des Kreuzbergs mit dem Skiverband. Die Urkunden werden einen Ehrenplatz im Skifahrerstüble bekommen.

Auf der Urkunde sind die Gründungsmitglieder des Skiverbandes, der damals noch „Skigau X Rhön“ hieß, festgehalten. Die Männer der ersten Stunde waren: Ernst Brönner (Aschaffenburg), Norbert Purmann (Aschaffenburg) Willi Wegemer (Bad Kissingen), Josef Müller (Oberweißenbrunn), Ferdl Rüb (Bad Neustadt), Herbert Hoesch, Manfred Kober und Josef Fischer (alle Bischofsheim). Die Urkunde erinnert auch an die „Gauvorsitzenden“ seit Gründung. Von 1952 bis 1960 war es Ernst Brönner (Aschaffenburg), von 1960 bis 1986 Leo Maisch (Gochsheim), von 1986 bis 1994 Hermann Schenk (Frankenheim), von 1994 bis 1999 Emil Quack (Bad Neustadt) und seit 1999 ist es Winfried Pöpperl aus Haselbach.

Die Herbstversammlung im Skifahrerstüble nutzte der Skiverbandsvorsitzende Winfried Pöpperl, um verschiedene Ehrungen vorzunehmen. In der Verbandssitzung wurde beschlossen, den langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Gustav Schrenk (Oberweißenbrunn) zum Ehrenmitglied zu ernennen. Diese Ehrung konnte nun offiziell überreicht werden. Von 1999 bis 2015 hatte Gustav Schrenk den Posten inne.

Alfred Gundelach war 17 Jahre lang nordischer Sportwart des Skiverbands Unterfranken. Pöpperl erinnerte an Zeiten, als 200 Langläufer am Kreuzberg bei Gaumeisterschaften antraten. Diese Zeiten seien vorbei, der nordische und alpine Skisport in der Rhön sei eingebrochen, und auch um den Nachwuchs sei es schlecht bestellt. Einziger aktiver Langläufer ist Alexander Eckert, jedoch auf einem anderen Kontinent. Seit Herbst 2014 hat Alexander ein Stipendium der Universität Fairbanks of Alaska, und ist für die dortige Universitätsmannschaft sehr erfolgreich in den USA unterwegs. Doch ohne Alfred Gundelach, der als Trainer über Jahre wichtige Grundlagen bei Alexander Eckert legte, wäre dieser heute nicht so erfolgreich. Talentförderung habe sich Alfred Gundelach in all den Jahren auf die Fahne geschrieben.

Hans Beck ist als Schanzenwart nicht mehr wegzudenken. Winfried Pöpperl dankte ihm für den unermüdlichen Einsatz, den er zusammen mit einer Gruppe engagierter Helfer erbringe. „Fast täglich ist er an der Schanze anzutreffen. Das kann nicht hoch genug geschätzt werden.“ Pöpperl bezeichnete ihn als Organisationstalent. Voller Tatendrang sei er für die Skispringer im Einsatz, obwohl er selbst weder Skifahrer noch Skispringer sei. Auf Initiative der beiden stellvertretenden Skiverbandsvorsitzenden Ewald Simon (Vorsitzender WSV Oberweißenbrunn) und Michael Beer (Vorsitzender RWV Haselbach), deren Vereine gemeinsam die Schanze betreiben, sei die Ehrung für Hans Beck vorgenommen worden. Auch der Ehefrau gelte es Danke zu sagen, dass sie hinter ihm stehe und das große Engagement ermögliche. „Ich mache es für die Kinder“, sagte Hans Beck. „Es ist mir eine Freude zu sehen, wenn sie gut und sicher springen und Erfolg haben.“