BAD KÖNIGSHOFEN

BN lehnt Wasseruhren mit Funk ab

(rv) Wie bereits berichtet, hat sich der Bund Naturschutz der Angelegenheit „Ultraschallzähler mit Funkfunktion“ angenommen. Wie Helmut Bär mitteilt, gebe es Bürger, die der zusätzlichen Funkbelastung und dem Datenschutz skeptisch gegenüber stehen. Ihnen solle ein Widerspruchsschreiben ermöglichen, ihren Willen und ihren Protest in Worte zu fassen.

Der Wasserzweckverband Gruppe Mitte hat nach einem entsprechenden Beschluss mit dem Einbau der funkenden Ultraschallzähler bereits dort begonnen, wo der turnusgemäße Austausch der Zähler fällig ist, in der Innenstadt Bad Königshofens. „Einmal im Jahr wird die Wasseruhr abgelesen, dafür müssen die Hausbewohner alle 16 Sekunden, Tag und Nacht, an 365 Tagen im Jahr ein Funksignal ertragen“, kritisiert Helga Werner, Vorsitzende des BN-Arbeitskreises Mobilfunk, Das bedeute in den Straßen, dass jeder Hausbewohner den Signalen der funkenden Wasserzähler aller Nachbarn im Umkreis des jeweiligen Sendebereichs zusätzlich ausgesetzt sei. Diese würden ja nicht Richtung nur Straße funken, sondern in alle Richtungen.

Den Hinweis darauf, dass Handystrahlung und W-LAN wesentlich schädlicher seien, wie vom Wasserzweckverband zu hören war, wollen die Verantwortlichen des BN nicht gelten lassen. Immerhin gebe es viele Bürger, die genau darauf achten würden, die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten, nachts alles ausschalten, abgeschirmte Kabel verwenden und Mobiltelefone nur selten benutzen. Es gelte außerdem, jede zusätzliche Strahlenquelle zu vermeide und die Kontrolle über Einbauten im eigenen Haus zu behalten. Bedenken haben die Gegner auch wegen des Datenschutzes. Sie fragen, ob die Beteuerung der Herstellerfirma ausreiche, dass der Datenschutz eingehalten werde.

Nun will der BN die Bürger nicht nur informieren und sensibilisieren, sondern es ihnen auch ermöglichen, ihren Protest zu bekunden. Wie Werner informiert, werden die entsprechenden Formulare in den nächsten Tagen an alle Haushalte schwerpunktmäßig im Einzugsbereich des WZV im Gebiet Bad Königshofen verteilt. Die Bürger werden gebeten die ausgefüllten Zettel in den Briefkasten des Wasserzweckverbandes oder des Rathauses einzuwerfen, da Bürgermeister Thomas Helbling Vorsitzender des Wasserzweckverbands Gruppe Mitte ist.

„Wir hoffen, dass sich möglichst viele Bürger daran beteiligen“, sagt Werner. Sie rät Hausbesitzern, denen bereits funkende Wasserzähler eingebaut wurden, auf einen Austausch zu bestehen und dies der Stadt schriftlich mitzuteilen. Mietern rät sie ihren Vermietern gegenüber ihre Bedenken zum Ausdruck zu bringen.