OBERWEIßENBRUNN

Der aktive Nachwuchs fehlt

Auf eine durchwachsene Saison blickte der Vorsitzende des WSV Oberweißenbrunn, Ewald Simon, beim traditionellen Wintersportabschluss zurück. Es mangele dem Verein an aktivem Nachwuchs, weder im alpinen noch im nordischen Bereich seien Kinder oder Jugendliche aktiv. Zwar werden Kinderzeltlager, Kinderskikurs und das wöchentliche Hallentraining sehr gut angenommen, doch in den aktiven Skisport komme derzeit kein Nachwuchs.
Ewald Simon verabschiedete Madeleine Adrian nach sechs Jahren Tätigkeit im Vorstand des WSV Oberweißenbrunn. Foto: Marion Eckert

Ewald Simon informierte über verschiedene Veranstaltungen, an denen die Senioren teilgenommen haben, neben ihm sind Jakob Propp und Michael Schrenk noch aktive Wettkämpfer. Sie vertraten bei der deutschen Meisterschaft der Senioren den WSV Oberweißenbrunn. Thomas Schrenk lief einen Volksskilauf in Sachsen für den WSV.

Simon erinnerte an die beiden Rollerbergläufe in Ruhla und am Kreuzberg, einen Skating-Marathon von Bad Königshofen nach Oberweißenbrunn, der als Trainingseinheit gelaufen wurde. Anstatt des traditionellen Silvesterlanglaufs wurde, aufgrund von Schneemangel, ein gemeinsames Training mit der SKG Gersfeld und dem TSV Poppenhausen in der Sporthalle angeboten.

Alle geplanten Wintersportveranstaltungen konnten aufgrund unpassender Witterung oder Schneemangel nicht durchgeführt werden. So gab es lediglich ein Techniktraining auf der Nachtloipe.

Für die Loipe am Arnsberg sei ein Beschilderungskonzept entwickelt und zehn Schilder angebracht worden. Die Loipe am Ziegelberg sei aufgegeben worden, da sie nicht genutzt werde.

Das Fazit von Ewald Simon fiel entsprechend verhalten aus: „Ein Winter, der spät begann, eine Woche Skifahren am Arnsberg war möglich. Die Langläufer hatten am Roten Moor 49 Tage, mehr schlecht als recht.“

Über die Weiterbildung der alpinen Übungsleiter, die alle zwei Jahre notwendig ist, berichtete Georg Hüfner. Im Stubaier Gebiet seien neue Fahrformen trainiert worden, es gab eine Auffrischung des Basiswissens und Korrekturen.

Über den nordischen Bereich sprach Michael Schrenk. Seine Tochter Sophia Schrenk trainiert im Ski-Internat des Hessischen Skiverbands in Willingen. Beachtliche Ergebnisse konnte sie beim Continentalcup im Bayrischen Wald und bei der deutscher Meisterschaft erzielen. Über 20 Kilometer in der klassischen Technik wurde sie deutsche Vizemeisterin der Altersklasse U18. Ihr Ziel ist es nun, den Kaderstatus im D/C-Kader des deutschen Skiverbandes zu halten.

Alexander Eckert studiert derzeit an der University of Alaska, Fairbanks und ist dort als Langläufer und Crossläufer im Universitätsteam sehr erfolgreich. Er holte jeweils vordere Platzierungen und Bestzeiten für sein Team. In einer offiziellen Zeremonie der Universität wurde er erst vor wenigen Tagen als „Most Valuable Player“ des Teams ausgezeichnet. Er belegte bei den US-Meisterschaften den 18. Platz im 30km Skating Massenstart, verpasste jedoch nur knapp die Qualifikation für die NCAA Meisterschaften (Universitätsmeisterschaften). Das ist sein Ziel für die nächste Saison.

Ewald Simon ist stolz auf die Erfolge von Sophia Schrenk und Alexander Eckert. „Diese Sportler sind in der Rhön groß geworden. Sie sind in der Lage, national und international mitzuhalten. Der WSV hat seine Hausaufgaben gemacht.“

Über die Aktivitäten der Skispringer berichtete Trainer Maximilian Lange. Er selbst ist ein ehemaliger Skispringer der Rhönadler und hat die Trainingsgruppe nun übernommen und auch selbst wieder begonnen zu springen. Zehn Nachwuchsspringer vom WSV Oberweißenbrunn und RWV Haselbach hat Maximilian Lange zu betreuen, die jüngste Springerin ist vier Jahre alt. Sprunglaufveranstaltungen werden sowohl im Sommer – auf Mattenschanzen – wie auch im Winter besucht. Damit sei Skispringen eine Ganzjahressportart, die nicht unbedingt mehr auf den Schnee angewiesen sei. Es sei kein Problem, Kinder und Jugendliche für das Skispringen zu begeistern, vielmehr liege das Problem bei den Eltern, zeigte Maximilian Lange auf. „Sie müssen wir überzeugen, dass ihre Kinder bei uns in guten Händen sind.“

Madeleine Adrian wurde für ihre sechsjährige Tätigkeit in der Mitgliederverwaltung gedankt. Sie gab den Posten an Stefan Back weiter.

Schulleiter Rüdiger Bader dankte dem WSV für die Unterstützung in der kreativen Wochen mit einem Biathlon. „Von unserer Seite stehen den Vereinen die Türen weit offen.“