BAD NEUSTADT

Lachen ist die beste Medizin

Im Gesundheitszentrum Point-Center begannen die diesjährigen Gesundheitstage, die noch bis zum 19. Oktober viele Informationen rund um die eigene Gesundheit auf humorvolle Weise darbringen möchten. Schnell wurde den zahlreichen Gästen der Eröffnungsveranstaltung klar, dass nicht nur jeder seines Glückes Schmied, sondern dass Lachen die beste Medizin ist. Die Weisheiten „Wer sich halb tot lacht, der lebt länger“, oder dass Lachen wie Aspirin sei, doch schneller wirke, wurden auf besondere Weise mit Leben erfüllt.

Bürgermeister Bruno Altrichter zeigte sich als Schirmherr erfreut, Bad Neustadt als echten Gesundheitsstandort bezeichnen zu können. Von den Fachkliniken und Praxen über das Heilbad bis zu Wellnessangeboten – alle Dienstleister würden höchste Kompetenz zeigen. Darüber könne man mächtig stolz sein, so das Stadtoberhaupt. Die Stadt habe aber auch den Auftrag der Gesundheitsinformation und Kommunikation, denn jeder habe nur eine Gesundheit und diese sollte jeder versuchen zu erhalten.

Das Point-Center strahle als Kompetenzzentrum mit einem vielseitigen Angebot weit über den Landkreis hinaus. Bürgermeister Bruno Altrichter wünschte den Gesundheitstagen mit seinen zahlreichen Vorträgen, Info-Ständen, dem Tag der offenen Tür am Sonntag und dem Abschluss, bei dem es mit dem Kabarettisten Ingo Vogel noch einmal witzig spritzig rund um die Gesundheit geht, einen guten Verlauf, vor allem aber viele neugierige Gäste.

Kinder lachen am Tag 400 Mal, Erwachsene nur 15 Mal. Frauen lachen doppelt so oft wie Männer und leben im Schnitt sieben Jahre länger. Mit dieser Statistik begann Hausherr und Hauptorganisator Dr. Harald Streit seinen Vortrag, in dem der Humor als beste Medizin im Vordergrund stand. So mancher Witz sorgte für ein gesundes Klima im Vortragssaal. Es gibt fünf Stufen des Humors, stellte Streit fest und nannte als höchste Stufe die, wenn man gemeinsam mit anderen über sich selbst lachen kann. Medizinisch erwiesen sei, dass Lachen unter anderem den Blutdruck senke, die Kreativität fördere, den Herzmuskel stärke und das Schmerzempfinden herabsenke.

Humor im Unternehmen müsse vom jeweiligen Chef gewollt sein und wecke neue Ressourcen bei den Mitarbeitern. 74 Prozent der Krankmeldungen gehen auf ein schlechtes Betriebsklima zurück, so der Gastgeber. Streit hatte Martin Simmel, Diplom-Psychologe vom GMS Institut aus Regensburg, als Hauptdozenten gewinnen können. Es blieb weiter heiter. In einem betrieblichen Gesundheitsmanagement, welches immer mehr Firmen in Anspruch nehmen, läge die Zukunft. Nur gesunde Mitarbeiter könnten gute Arbeit leisten. Jeder Körper brauche seine Pausen. Schichtarbeit sei eine echte Herausforderung, bemerkte Martin Simmel.

Oft beschäftigen sich Menschen erst dann mit ihrer Gesundheit, wenn sie bereits krank sind. Nachdem der Regensburger sein Publikum zum bewussten 90 Sekunden langen, gesundheitsfördernden Lachen animiert hatte, gab er diesem ein kleines Zukunftsrezept mit auf den Weg: „Pflegen Sie Ihre Beziehungen, machen Sie etwas mit Ihren Händen, Lachen Sie und suchen Sie Ihren Sinn des Lebens. Leben Sie Ihn.“


Artikel: https://www.rhoenundsaalepost.de/lokales/aktuelles/art2826,354436

© Rhön- und Saalepost 2017. Alle Rechte vorbehalten. Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung