BAD NEUSTADT

Letzter Schliff durch die Profis

Das Juze-Team mit Vorstand Ralf Rossbach an der Spitze hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Jugendkultur wieder zu fördern und die alternative Szene, die es in Bad Neustadt früher gab, wieder mit Leben zu füllen, die Leute vom Sofa zu holen und das gute alte Juze zum ultimativen Treff werden zu lassen. Aber nicht nur angesagte Alternativ-Bands sollen dort eine Plattform für ihren Gig haben, sondern auch Nachwuchstalente.
Unter der professionellen Anleitung von Drummer Burkard Ruppaner (links am Schlagzeug) gab es für die Workshopteilnehmer... Foto: Andreas Sietz

Musikbegeisterte gibt es jede Menge und da hatte die Juze-„initiative for music and youth culture nes“ das richtige Rezept parat. Sie lud mit dem Gitarristen Ingo Hassenstein, der auch schon mit der Berliner Punkikone Nina Hagen auftrat, E-Bass-Profi Stefan Hergenröder und Schlagzeuger Burkard Ruppaner, der schon mit Sarah Connor auf der Bühne war, die perfekte Dozenten ein. Eigentlich war eine räumliche Aufteilung des Workshops auf Juze und Bildhäuser Hof geplant, doch kurzer Hand verlagerte man alles in die Stadt. „Die Wege sind dann kürzer und ein gemeinsamer Auftritt ist ja Programmteil“, so Burkard Ruppaner. Der zeigte sich über die mit 20 Teilnehmern überaus positive Resonanz recht zufrieden.

Nach einem gemeinsamen rhythmischen Warm-Up ging es in die Übungsräume und jeder, der mehr über Improvisation wissen und das Gelernte gleich mit anderen Musikern ausprobieren wollte, war in diesen zwei Tagen in Bad Neustadt bestens aufgehoben. Der Workshop eignete sich für Anfänger, die über Grundkenntnisse an den Instrumenten Gitarre, E-Bass oder Schlagzeug verfügten, aber auch für Fortgeschrittene, die sich auf dem Sprung in die Professionalität oder in ein Musikstudium befinden. Der Spaß kam dabei aber auch nicht zu kurz.

Zum intensiven und aktiven Austausch mit den Dozenten und anderen Teilnehmern gehörten Theorie und Praxis, die ineinander flossen. Unter der Anleitung der Profis wurde das Gelernte gleich bei einer „Jam Session“ umgesetzt, wie bei einem richtigen Auftritt, es fehlte nur noch das Publikum. Workshops zu Rhythm & Groove, Grooves & Styles, Studio-, Proberaum- und Veranstaltungstechnik boten zusätzlich hilfreiche Informationen. Vielleicht sieht man den ein oder anderen bald auch einmal auf der Bühne im Juze.