OBERWEIßENBRUNN

Ü40 macht auf sich aufmerksam

Es ist seit Jahrzehnten beim WSV Oberweißenbrunn guter Brauch, zum Ende der Wintersportsaison die erfolgreichen Sportler im Rahmen einer Sportlerehrung für die erbrachten Leistungen zu ehren.
Die Sportler des WSV Oberweißenbrunn beim Winterabschluss der Saison 2014/15. Das Bild zeigt (von links): Laura Kemmerze... Foto: Eckert

Der Vorsitzende Ewald Simon begann mit einem kurzen Rückblick auf den Nachtsprint Anfang Januar, die Vereinsmeisterschaften nordisch und alpin und den sehr erfolgreichen Nordic-Day, der die nordischen Skisportarten einer breiten Bevölkerung zugänglich machte. Der Kinderskikurs fand in den Faschingsferien statt und eine Skifreizeit wurde Anfang März angeboten.

„Wir leben noch“, betonte Michael Schrenk, der den Bericht für die nordische Abteilung gab und auf den guten Winter verwies, der doch einige Wettkämpfe zuließ. „Wir haben zwar im Schüler und Jugendbereich fast keinen Nachwuchs mehr, außer Alvaro und Penelope Schrenk. Wir können nur hoffen, dass es in Zukunft wieder sportbegeisterte Eltern gibt, die ihre Kinder unterstützen, dann haben wir auch wieder aktive Nachwuchssportler.“

Die Schlagzeilen beim WSV machen daher derzeit die Ü40-Sportler. Der Skiroller-Wettkampf in Haselbach war der Auslöser, dass sich eine Ü40-Trainingsgruppe bildete, die im Herbst mit Skirollern und im Winter auf der Langlaufloipe unterwegs war und auch wieder Spaß an Wettkämpfen fand, aber auch das Gesellige werde dabei nicht außer acht gelassen. Bei den bayerischen und deutschen Seniorenmeisterschaften in Garmisch Partenkirchen konnte sogar ein dritter Platz in der bayerischen Meisterwertung erzielt werden. Hier waren Michael Schrenk, Ewald Simon und Jakob Propp mit dabei.

Der WSV habe aber auch noch mit anderen Sportlern an verschiedenen Langlauf- und Roller-Wettkämpfen mit großem Erfolg teilgenommen. Auch ihnen galt der Dank des Vereins. Es sind: Nicolas Schmiedel, Thomas Schrenk, Martin Voigt, Ricarda Eckert, Nadine Stäblein, Helmut Simon, Alvaro und Penelope Schrenk.

Besondere Erwähnung fand Alexander Eckert, der, Dank eines Stipendiums, das ihm aufgrund seiner sportlichen Leistungen als Skilangläufer und Crossläufer gewährt wird, in Alaska an der University of Fairbanks studiert und seinen Langlaufsport unter Profibedingungen ausübt. Er nahm an verschiedenen hochrangigen Meisterschaften und Wettbewerben in Alaska und den USA teil. „Hut ab vor Alexanders Leistungen. Er ist unser letzter Spitzenathlet, der die Farben des WSV fernab der Heimat vertritt.“

André Eichel, der Trainer der Skispringer, informierte über die Leistungen der beiden Skispringer Laura Kemmerzell und Franz Eisenmann, die auf bayerischer Ebene und darüber hinaus gute Platzierungen erzielten. Leider mangele es auch bei den Rhönadlern an Nachwuchs. „Es stimmt mich sehr traurig, dass es nicht mehr mutige Kinder gibt, die diesen einzigartigen Sport ausüben möchten“, sagte Eichel.

Zum alpinen Bericht von Stefan und Bettina Back. Es wurde über das Kleinkinderturnen und das Kinderturnen berichtet. Die Damen haben sich den Winter über mit Steppen und Aerobic fit gehalten. Der Kinderskikurs sei eine wichtige Veranstaltung, um den Nachwuchs auf die Ski zu bringen. Bettina Back bedauert, dass das Training am Arnsberg nicht angenommen wurde, zwei Kinder seien gekommen und die kamen aus Bad Königshofen und Hammelburg. Die Vereinsmeisterschaft wurde am Arnsberg ausgerichtet, weitere Wettkämpfe wurden nicht bestritten. Für den Sommer stehe wieder das Kinderzeltlager in Oberwildflecken an, die Vorbereitungen hierfür laufen bereits.

Umfassende Dankesworte sprach Ewald Simon an alle im WSV Engagierten, die zum Teil Doppelt- und Dreifachfunktionen inne haben, vor allem hob er die Kampfrichter vom WSV und RWV Haselbach hervor, ohne die kein Wettbewerb denkbar sei.