HOLLSTADT

Gemeinde und Landkreis bewegen

Der Andrang war groß am Eröffnungstag der neuen Sporthalle. Mit einem Festakt, Führungen und natürlich etlichen Sportattraktionen hat die Gemeinde Hollstadt die Mehrzweckhalle in Betrieb genommen. Nach mehr als zehn Jahren Planung erfüllt sich für Hollstadt und ganz besonders für den Turn- und Sportverein der Traum einer neuen Halle. Diese wird die Attraktivität der Gemeinde als Wohnort steigern. Erst recht, wenn der TSV seine Pläne für die Umgebung der Sporthalle in den kommenden Jahren noch umsetzen wird.
Mit zahlreichen Vorführungen wurde die Bühne der neuen Sporthalle in Betrieb genommen, unter anderem von der Kleinen Gar... Foto: Fotos (2): Kritzer

„Für uns ist ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen“, sagte der Vorsitzende des TSV Hollstadt, Dietmar Werner beim Festakt in der sehr gut besuchten neuen Sporthalle. Nach langjähriger Planung hat die Gemeinde in enger Zusammenarbeit mit dem TSV in einer Bauherrengemeinschaft die neue Sporthalle errichten können. Knapp zwei Millionen Euro wurden investiert, etwa die Hälfte davon als Zuschuss vom Freistaat Bayern und dem Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV). Eine nicht unerhebliche Summe von 70.000 Euro trägt der Turn- und Sportverein selbst.

Die Entscheidung, eine neue Halle zu bauen, fiel in den Jahren 2006 und 2010. Ein Gutachten über die alte Sporthalle machte 2006 klar, dass aufgrund statischer Probleme eine Sanierung des Altbaus unmöglich war. Hinzu kam, dass 2010 Hollstadt zum fixen Standort der Verbandsschule Hollstadt/Wollbach erklärt wurde – und natürlich hierfür eine funktionsfähige Turnhalle braucht. Somit war die Entscheidung für einen Neubau getroffen, den sich die Gemeinde anteilsmäßig knapp eine Million Euro kosten lässt.

„Wieder ist etwas Modernes im Landkreis entstanden“, sagte Landrat Thomas Habermann beim Festakt. Und Bürgermeister Georg Menninger zitierte gar die Antike mit ihren riesigen Stadien und der damaligen Bedeutung des Sports und der Wettkämpfe. „Diese Eröffnung ist eine große Stunde für die Gemeinde und für den TSV“, sagte Menninger.

Der Kreisvorsitzende des BLSV und TSV-Vorstand Klaus Greier lobte zwar die Förderung des Verbandes, übte aber vorsichtig Kritik an den Vergaberichtlinien, die es gerade ländlichen Gemeinden oftmals schwer machten, Hallen für Sport wie kulturelle Veranstaltungen zu fördern. Besonderer Dank von Gemeinde und TSV ging an zweiten Bürgermeister Jürgen Gruß und Gemeinderat Egon Stuhl, die sich im Bauausschuss nachdrücklich für die Realisierung und Gestaltung der Halle eingesetzt hatten.

Architekt Armin Röder übergab den symbolischen Schlüssel an Georg Menninger und Dietmar Werner. Röder lobte die gelungene Umsetzung all der Wünsche und Erwartungen der Gemeinde und des Sportvereins. Diese hatten schließlich auch eine Bühne für die neue Sporthalle miteinbezogen. Der Dank Röders wie der Gemeinde ging zudem an Bauleiterin Mandy Blaubach. Für den TSV dankte Cilli Schneyer etlichen Vereinsmitgliedern für die umfangreichen Eigenleistungen beim Bau der neuen Sporthalle.

Für den TSV ist die Arbeit an der Sporthalle aber noch nicht abgeschlossen. Eigentlich beginnt diese erst jetzt so richtig. Zur Eigenleistung des Vereins gehört nämlich noch der Abbruch der alten Halle. Als weitere Schritte in den kommenden rund zweieinhalb Jahren nannte Dietmar Werner neue Duschen für die Fußballer sowie Neubauten des benachbarten Vereinsheims und der Gaststätte neben der Kegelbahn. Langweilig wird es dem Vorstand und den Aktiven des Turn- und Sportvereins in den kommenden Jahren ganz bestimmt nicht werden.

Schlüssel gibt es in der neuen Sporthalle eigentlich gar nicht mehr. Der symbolische Schlüssel zur Einweihung wurde trotzdem übergeben mit (von links) Gemeinderat Egon Stuhl, BLSV-Kreisvorsitzender und Vorstand Klaus Greier, Vorstand Dietmar Werner, Bürgermeister Georg Menninger, Architekt Armin Röder, Gebäudetechnikplaner Wilfried Helfrich und Statiker Dieter Federlein.