BAD NEUSTADT

Weiterhin Modellstadt

Den Titel „Modellstadt für Elektromobilität“ will Bad Neustadt auch in Zukunft gerne beibehalten. Mit der Gründung des Technologietransferzentrums (TTZ) sowie den einzelnen Forschungsprojekten und natürlich auch der jährlichen Fahrzeugschau Elektromobilität ist das Thema auch in Zukunft fest in das Leben und Arbeit innerhalb der Stadt integriert. Jetzt hat der Haupt- und Finanzausschuss grünes Licht und Geld für die Fortsetzung des Projektmanagements bis Ende des Jahres 2015 gegeben.
Die Stadt Bad Neustadt bleibt auch in Zukunft Modellstadt für Elektromobilität und hofft auf viele weitere Fahrzeuge, di... Foto: Kritzer

Wie erwartet stimmte der Finanzausschuss einstimmig durch alle Fraktionen der Verlängerung des Projektmanagements der Modellstadt für Elektromobilität zu. Nach dem Ausscheiden von Projektmanager Sebastian Martin haben Dr. Jörg Geier (Landratsamt, Kreisentwicklung) und der Technische Leiter der Stadtwerke, Ulrich Leber, die Leitung der künftigen Aufgaben und die Fortsetzung der Projekte übernommen. Mit dazu gehört Teamassistentin Bianca Benkert, die sich auch in Zukunft um Fragen der Organisation und der Öffentlichkeitsarbeit kümmern wird. Nachdem die Förderprojekte auf den Weg gebracht sind, fallen im Projektmanagement künftig nicht mehr ganz so viele Aufgaben an, weshalb die Stadt auch keinen ausgewiesenen Projektmanager mehr anstellen möchte.

Durch die Förderung des Wirtschaftsministerium des Freistaates fällt der Eigenanteil der Stadt an dem Projektmanagement bis Ende 2015 sogar recht übersichtlich aus. Lediglich 27.650 Euro sieht Kämmerer Klaus Ullrich auf die Stadt zukommen. Insgesamt belaufen sich die Kosten im Verlängerungszeitraum bis Ende Dezember 2015 auf 221.100 Euro. Neben Personalkosten (89.900 Euro) ist die Anschaffung eines BMW i3 mit Datenlogger mit 41.200 Euro der größte Brocken in der Kostenaufstellung.

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie hat in seinem Bewilligungsbescheid vom 9. September eine 75-prozentige Förderung versprochen. Das bedeutet, dass ein Zuschuss in Höhe von 165.800 Euro aus München kommt. Den verbleibenden Betrag von 55.300 Euro teilen sich der Landkreis Rhön-Grabfeld und die Stadt Bad Neustadt zu gleichen Teilen. Seit Oktober 2011 hat die Stadt für das Projektmanagement der Modellstadt insgesamt 293.880 Euro investiert, genauso viel noch einmal der Landkreis Rhön-Grabfeld. Die Gesamtkosten belaufen sich bislang auf insgesamt 1.050.980 Euro.

Ulrich Leber berichtete von der erfolgreichen Arbeit in der Modellstadt, wo unter anderem am Dienstag bei der Firma Siemens eine neue Halle für den Bau von Elektromotoren für Hybrid- und Elektroautos in Betrieb gekommen wurde. Ein voller Erfolg, so Leber, ist auch das Bürger-e-Mobil, das bislang schon 150-mal gebucht wurde. Stadtrat Janis Heller fragte nach, ob das Projektmanagement auch über das Jahr 2015 hinausgehen werde. Bürgermeister Bruno Altrichter antwortete, dass das Projektmanagement auslaufen werde. Das TTZ, die angestoßenen Projekte laufen jedoch weiter und sichern Bad Neustadt auch in Zukunft den Titel der „1. Bayerischen Modellstadt für Elektromobilität“.