Neues aus der Heimat

    
    
Stadthalle!

Stadthalle!

Es ist so weit: Nach zweieinhalb entbehrungsreichen Jahren hat unsere Heimat wieder eine „gute Stube“. Die Einweihung der neuen Stadthalle haben viele fast so sehr herbeigesehnt wie den „Brückenschlag“, der immer noch aussteht. Natürlich sind jetzt alle eingeladen. Es ist unsere Halle; wir haben sie bezahlt. Und von wegen „Kostensteigerung“. Das Projekt hat sich lediglich um einen Betrag verteuert, mit dem man locker den „Brückenschlag“ finanzieren könnte. Zufall? »mehr
    
    
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Frankenstein

In der Heimat rumort es. Grund ist die Krise im Vorstand der Rhön-Klinikum AG, dem größten Arbeitgeber in unserem schönen Industriestädtchen. Am Standort liegt es nicht! Er ist ein Segen. Vor allem für die Rhön-Klinikum AG. So hoch motivierte, pflegeleichte Pflegekräfte wie unsere Ureinwohner gibt es nirgendwo auf der Welt! Nachdem aber das vorläufige Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr um 33 Prozent (!) eingebrochen war, musste der Aufsichtsratsvorsitzende Eugen Münch handeln. Schluss mit lustig! „You are fired“, hieß es für zwei Vorstandsmitglieder, die aus der Sicht Münchs bei der Digitalisierung zu lange herumgetrödelt hatten. »mehr
    
    
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Hoffnung

Die jüngere Geschichte der Heimat stellt eine Aneinanderreihung von Erfolgen dar. Biossphärenreservat, Trinkwasser, Gesundheitswesen – alles qualitativ hochwertig. Jeder weiß natürlich, dass man von den „glänzenden Erfolgsperspektiven“ immer noch die „Mehrwertsteuer“ abziehen muss. Aber obwohl es uns – zumindest materiell – nie besser ging, macht sich bei vielen das diffuse Gefühl breit, dass alles nicht mehr lange gut gehen kann. Da können die Granden erzählen, was sie wollen. Das globalisierte Weltmodell wirkt morsch. Und die einfachen Lösungen a la Donald Trump funktionieren nicht. Das Dumme daran: Die komplizierten auch nicht. »mehr
    
    
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Bauernregeln

Wohl keine Gestalt verkörpert die Heimat so archetypisch wie das „Bäuerle“. Wir Ü 50er haben es noch „live“ erlebt: Eine drahtige Gestalt, die in verwaschener Arbeitskluft neben ihrem Fuhrwerk hertrottet. Der klapprige Wagen, auf dem „ä Stall voll Kinner“ herumhockt, wird von zwei dürren Kühen gezogen. Dahinter geht leicht gebückt eine vor der Zeit gealterte Frau, den Kopf in ein schwarzes Tuch gehüllt. Die gute alte Zeit! Das idyllische Bild prägt unsere kollektive Identität Tief im Innern sind wir immer noch die alten „Bäuerlich“. Warum sonst gelten Landwirte als „Premium-Zielgruppe“ unseres Landrats? Warum quält sich unser Landesvater Horst Seehofer (67), ein studierter Verwaltungsfachwirt, zum Fotoshooting regelmäßig auf Traktoren mit extra dickem Auspuff? Warum wählt das Land „schwarz“ und die Stadt „rot“? »mehr
    
    
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Zweiter Klasse

Die Europäische Union, zu der ja auch unsere Heimat gehört, wurde nicht gegründet, damit wir möglichst viele Autos exportieren. Viele wissen das gar nicht. Nein, ursprünglich stand der Mensch im Mittelpunkt. Man wollte zum Beispiel die „Lebensbedingungen angleichen“. Und lebt man denn jetzt in Rumänien so gut wie bei uns? Von wegen! Kein Wunder, dass viele keine rechte Begeisterung mehr für die europäische Idee zeigen. Obwohl doch seit 70 Jahren Frieden herrscht! Trotzdem: Gleiche Lebensbedingungen? Fehlanzeige. »mehr
    
    
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NES first!!

Lokalpolitiker mögen sich in Teilen der Heimat einer gewissen Popularität erfreuen, mit einem Donald Trump können sie es nicht aufnehmen. Sogar im Lokalteil taucht sein Name mittlerweile ständig auf. Trump macht unseren Granden Mut: Auch alte Menschen können der Politik neue Impulse verleihen. Sicher, der stets sauber hergerichtete Aktivsenior begrapscht Frauen; er reißt Witze über Behinderte. Aber während unsere Politiker in ihren politisch korrekten Reden eine Worthülse an die andere reihen, bis sie sich am Ende selbst davor ekeln, spricht Trump verständlich. Er wirkt bei aller Ahnungslosigkeit fast erfrischend. »mehr
    
    
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Bestien

Als ländlich geprägte Region war auch unsere Heimat einst von tiefer Volksfrömmigkeit geprägt. Im Gegensatz zu heute wurde nicht alles überkritisch hinterfragt. Ein Stück weit haben wir uns dieses kindliche Urvertrauen bis heute bewahrt. Wir waren schon immer „postfaktisch“. Da behauptet unser Landrat in einem Interview, er lehne die Windkraftnutzung im Landkreis nur deshalb ab, weil sie nicht „effizient“ sei. Ach du liebe Güte! »mehr
    
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Gewählter Tag: 23.03.2017
Rhoen und Saale Post  (28 Seiten | 8.55 MB)
    
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