Neues aus der Heimat

    
    
Bauernregeln

Bauernregeln

Wohl keine Gestalt verkörpert die Heimat so archetypisch wie das „Bäuerle“. Wir Ü 50er haben es noch „live“ erlebt: Eine drahtige Gestalt, die in verwaschener Arbeitskluft neben ihrem Fuhrwerk hertrottet. Der klapprige Wagen, auf dem „ä Stall voll Kinner“ herumhockt, wird von zwei dürren Kühen gezogen. Dahinter geht leicht gebückt eine vor der Zeit gealterte Frau, den Kopf in ein schwarzes Tuch gehüllt. Die gute alte Zeit! Das idyllische Bild prägt unsere kollektive Identität Tief im Innern sind wir immer noch die alten „Bäuerlich“. Warum sonst gelten Landwirte als „Premium-Zielgruppe“ unseres Landrats? Warum quält sich unser Landesvater Horst Seehofer (67), ein studierter Verwaltungsfachwirt, zum Fotoshooting regelmäßig auf Traktoren mit extra dickem Auspuff? Warum wählt das Land „schwarz“ und die Stadt „rot“? »mehr
    
    
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Zweiter Klasse

Die Europäische Union, zu der ja auch unsere Heimat gehört, wurde nicht gegründet, damit wir möglichst viele Autos exportieren. Viele wissen das gar nicht. Nein, ursprünglich stand der Mensch im Mittelpunkt. Man wollte zum Beispiel die „Lebensbedingungen angleichen“. Und lebt man denn jetzt in Rumänien so gut wie bei uns? Von wegen! Kein Wunder, dass viele keine rechte Begeisterung mehr für die europäische Idee zeigen. Obwohl doch seit 70 Jahren Frieden herrscht! Trotzdem: Gleiche Lebensbedingungen? Fehlanzeige. »mehr
    
    
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NES first!!

Lokalpolitiker mögen sich in Teilen der Heimat einer gewissen Popularität erfreuen, mit einem Donald Trump können sie es nicht aufnehmen. Sogar im Lokalteil taucht sein Name mittlerweile ständig auf. Trump macht unseren Granden Mut: Auch alte Menschen können der Politik neue Impulse verleihen. Sicher, der stets sauber hergerichtete Aktivsenior begrapscht Frauen; er reißt Witze über Behinderte. Aber während unsere Politiker in ihren politisch korrekten Reden eine Worthülse an die andere reihen, bis sie sich am Ende selbst davor ekeln, spricht Trump verständlich. Er wirkt bei aller Ahnungslosigkeit fast erfrischend. »mehr
    
    
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Bestien

Als ländlich geprägte Region war auch unsere Heimat einst von tiefer Volksfrömmigkeit geprägt. Im Gegensatz zu heute wurde nicht alles überkritisch hinterfragt. Ein Stück weit haben wir uns dieses kindliche Urvertrauen bis heute bewahrt. Wir waren schon immer „postfaktisch“. Da behauptet unser Landrat in einem Interview, er lehne die Windkraftnutzung im Landkreis nur deshalb ab, weil sie nicht „effizient“ sei. Ach du liebe Güte! »mehr
    
    
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Dreckbrüh

Unsere Heimat ist im 21. Jahrhundert angekommen. Der Ureinwohner betrachtet die Welt rein rational. Trotzdem: Alles kann er nicht erklären. Nehmen Sie nur unser Trinkwasser. Sie brauchen bloß einen „Nitrat-Teststreifen“ unter den laufenden Hahn zu halten, um ein „blaues Wunder“ zu erleben. Die EU will deswegen sogar gegen Deutschland klagen. Einmal mehr zeigt Brüssel sein hässliches Gesicht. Was geht es diese Bürokraten an, womit wir uns vergiften! Und so schlimm kann ja alles gar nicht sein. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei uns nur wenige Jahre niedriger als in Frankreich. Trotzdem, ein Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter – Respekt! Wir sind eben gerne Weltmeister. »mehr
    
    
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Verkehrsprobleme

Das Schicksal der Heimat steht und fällt mit dem Automobil. Ohne Auto läuft bei uns gar nichts. Stellen Sie sich vor, sie sitzen in irgendeinem unserer Außenposten fest. In Weimarschmieden zum Beispiel. Was dann? Öffentliche Verkehrsmittel? Vergessen Sie?s! Wegen zwei Hanseln kann nicht jede Stunde ein Bus fahren. Und einen Bus, der nur zweimal am Tag hält, benutzt keiner. Ein Teufelskreis! »mehr
    
    
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Jahresrückblick

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, »mehr
    
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Gewählter Tag: 22.02.2017
Rhoen und Saale Post  (24 Seiten | 5.57 MB)
    
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